Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

VfB Stuttgart

 - 

1. FC Köln

 

0:2 (0:1)

Seite versenden

VfB Stuttgart
1. FC Köln
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.












Nur ein VfB-Sieg gegen die "Geißböcke" in den letzten 13 Spielen

Sanou bestraft Lehmanns Ausflug

In einer mäßigen Partie schaffte Köln mit einem verdienten Sieg in Stuttgart mit dem ersten Dreier in dieser Spielzeit die Trendwende. Die taktisch sehr disziplinierten Rheinländer profitierten gegen den optisch klar überlegenen VfB von dessen katastrophalen Abwehrschnitzern. Höchst einfallslos berannten die Schwaben in der Folge das Tor des FC, der bei seinen Kontern stets gefährlich blieb.

Mohamad (li.) und Petit nehmen Cacau in die Zange
Mohamad (li.) und Petit nehmen Cacau in die Zange.
© picture-allianceZoomansicht

Stuttgarts Coach Markus Babbel veränderte das Gesicht seiner Startelf nach dem 1:1 gegen Glasgow in der Champions League auf zwei Positionen: Für Hitzlsperger und Hleb durften Kuzmanovic und Gebhardt ran.

Kölns Trainer Zvonimir Soldo musste nach der 1:2-Heimniederlage gegen Schalke auf Chihi (Sprunggelenksoperation) und Kapitän Novakovic (Adduktoren-Probleme) verzichten, für die Freis und Ishiaku begannen.

- Anzeige -

Der VfB erarbeitete sich von Beginn an klare optische Vorteile. Geromel und Mohamad standen in der Innenverteidigung gleich im Blickpunkt, erledigten ihre Defensivaufgaben aber klasse (4., 6.).

Doch der Elan der Schwaben ebbte nach gut zehn Minuten wieder ab. Köln stand defensiv gut geordnet. Die Kombinationen der Hausherren wurden von den Rheinländern spätestens Mitte der eigenen Hälfte gestoppt, wobei auch bei der Soldo-Elf Akzente Richtung gegnerisches Tor Fehlanzeige blieben.

Mittelfeld-Duelle waren so an der Tagesordnung. Stuttgart fehlte im Zentrum der Taktgeber, der die beiden Spitzen Cacau und Pogrebnyak mit Pässen hätte füttern können. Für die Gäste mit den beiden abgeklärten Portugiesen Petit und Maniche vor der Abwehr war es in dieser Phase ein leichtes, die umständlichen und zu statischen Offensivbemühungen zu unterbinden.

Bis Mitte des ersten Abschnitts tat sich nicht viel. Langsam aber sicher wurde das Schlusslicht mutiger, die Führung wie aus dem Nichts resultierte jedoch aus einem kapitalen Abwehrschnitzer Träschs: Der Verteidiger vertändelte gegen Ehret auf der rechten Abwehrseite den Ball. Der Franzose flankte sofort in die Mitte, wo Freis vollkommen ungedeckt gegen die Laufrichtung Lehmanns ins linke Eck einnickte (25.).

Der VfB war geschockt, der Motor stotterte auch in der Folge erheblich. Köln war frischer, spritziger - und hatte die Riesenchance zum 0:2: Ehret enteilte bei einem Konter Träsch am linken Flügel und steuerte auf Lehmann zu. Der Franzose traf aus sechs Metern halblinker Position nur den linken Pfosten (35.).

Zwar gaben die Babbel-Schützlinge kurz vor der Pause nochmal Gas, doch Gebhart hatte sein Visier in aussichtsreicher Strafraumposition nicht richtig eingestellt (41.). Zudem klärte Petit mit etwas Glück per Kopf knapp übers eigene Gehäuse (45.). Zurecht begleitete die Schwaben nach einer äußerst überschaubaren Vorstellung ein gellendes Pfeifkonzert der eigenen Fans in die Kabine.

Aus der kam der Champions-League-Teilnehmer mit Elson an Stelle von Hilbert. Der Brasilianer startete gleich mit einer Verwarnung (49.) - und konnte auch dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken. Die nach wie vor disziplinierten Gäste arbeiteten als Kollektiv weiterhin vorbildlich und stoppten die Offensivaktionen des VfB meist schon weit vor dem eigenen Strafraum.

Der zog sich zudem mit einer wahren Fehlpass-Orgie und vielen Missverständnissen den Unmut der Zuschauer zu. Erst Khedira gelang mit einem Fernschuss knapp links vorbei etwas Produktives (61.).

Die Rheinländer kontrollierten die Partie mit ihrer sicheren Defensive, gingen nach vorne nur wenig Risiko, setzten aber immer wieder Nadelstiche. Ishiaku wurde in letzter Sekunde ausgebremst (64.), Mohamads Kopfball aus zwei Metern rauschte Zentimeter vorbei (68.).

Was war mit Stuttgart los? Einfallslosigkeit stand weiter Pate bei den Offensivbemühungen der Schwaben, die zwar durch Gebharts Kopfball nach einer Elson-Ecke Gefahr versprühten (70.), sich ansonsten aber immer wieder festrannten.

In der Schlussphase versuchte der VfB den Druck zu erhöhen und packte die Brechstange aus. Doch gegen die an diesem Tage höchst aufmerksame Abwehr des FC bissen sich die Hausherren bis zum Schlusspfiff die Zähne aus, weil auch Khedira (85.) drüberschoss und Sanou Lehmanns Ausflug bestrafte: Der Keeper verlor den Ball weit vor dem Tor an Ishiaku, der auf den für Podolski eingewechselten Mann aus Burkina Faso querlegte - und der Stürmer traf aus 45 Metern ins leere Gehäuse (89.).

Damit erwies sich Köln einmal mehr als Angstgegner der Stuttgarter, die nur eine der letzten 13 Partien siegreich gestalten konnten.

Der VfB spielt am kommenden Wochenende samstags in Frankfurt, Köln duelliert sich am selben Tag mit Leverkusen.

19.09.09
 
- Anzeige -

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfB Stuttgart
Aufstellung:
Lehmann (5) - 
Träsch (5) , 
Tasci (4,5)    
Delpierre (4) , 
Boka (5)   
Khedira (3,5) , 
Kuzmanovic (4,5)      
Hilbert (5)   
Gebhart (5)      
Pogrebnyak (4,5) , 
Cacau (3,5)

Einwechslungen:
46. Elson (5)    für Hilbert
62. Rudy für Kuzmanovic
76. Marica für Gebhart

Trainer:
Babbel
1. FC Köln
Aufstellung:
Mondragon (3) - 
Schorch (3,5) , 
Geromel (3,5) , 
Mohamad (3,5) , 
Brecko (4) - 
Maniche (4) , 
Petit (3,5)       
Freis (3)    
Ehret (2,5)   
Ishiaku (3)   
Podolski (4)      

Einwechslungen:
74. Pezzoni für Ehret
83. W. Sanou     für Podolski
90. McKenna für Ishiaku

Trainer:
Soldo

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Freis (25., Kopfball, Ehret)
0:2
W. Sanou (89., Rechtsschuss, Ishiaku)
Gelbe Karten
Stuttgart:
Elson
(2. Gelbe Karte)
,
Kuzmanovic
(1.)
,
Boka
(1.)
,
Gebhart
(4.)
Köln:
Petit
(3. Gelbe Karte)
,
Podolski
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
19.09.2009 15:30 Uhr
Stadion:
Mercedes-Benz-Arena, Stuttgart
Zuschauer:
41000
Spielnote:  4,5
ein von Taktik und vor den Toren von Stuttgarter Fehlern bestimmtes Spiel mit wenigen Höhepunkten.
Chancenverhältnis:
6:4
Eckenverhältnis:
6:2
Schiedsrichter:
Michael Weiner (Giesen)   Note 2
nur Gebharts Gelbe Karte war zu hart, ansonsten ein sicherer Leiter, lag bei allen wichtigen Entscheidungen richtig.
Spieler des Spiels:
Fabrice Ehret
Sorgte für viel Wirbel über links. Auf sein Konto ging der Führungstreffer. Von Träsch nicht zu halten, hatte noch einen Pfostenschuss.
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

- Anzeige -