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Werder Bremen

Werder Bremen

1
:
1

Halbzeitstand
0:0
Hamburger SV

Hamburger SV


WERDER BREMEN
HAMBURGER SV
15.
30.
45.


60.
75.
90.








HSV verpasst Europa League

Pizarros Rekordtreffer sichert Werder die CL-Qualifikation

Werder Bremen sicherte sich dank eines gerechten Unentschiedens in der 92. Auflage des Nordderbys mit dem HSV Platz drei und damit die Qualifikation zur Champions League. Während Claudio Pizarro den Torrekord seines einstigen Sturmpartners Giovane Elber einstellte, verpassten die Hamburger auf Rang sieben den Einzug in die Europa League.

Claudio Pizarro
Zog mit seinem alten Weggefährten Giovane Elber gleich: Claudio Pizarro bejubelt Bundesligatreffer Nummer 133.
© picture allianceZoomansicht

Bremens Coach Thomas Schaaf sah nach dem 2:0-Sieg auf Schalke keinen Grund, seine Startelf zu verändern.

Auf Hamburger Seite wechselte Interimstrainer Ricardo Moniz im Vergleich zum glatten 4:0 gegen Nürnberg einmal. Van Nistelrooy lief anstelle von Berg auf.

Vor ausverkauftem Haus fand der HSV gut in die Begegnung und stellte zu Beginn das gefährlichere Team. Aogo gab den ersten Warnschuss ab (5.), ehe er van Nistelrooy das Leder von links butterweich servierte. Der Niederländer kam in der Mitte frei zum Kopfball, fand aber im glänzend reagierenden Wiese seinen Meister (8.). Sekunden später prüfte Jarolim den Bremer Schlussmann mit einem tückischen Heber, den Wiese nur mit Mühe vor der Linie parierte (8.).

Von Werder kam zunächst offensiv kaum etwas. Özils harmloser Versuch aus spitzem Winkel stellte für lange Zeit den einzigen nennenswerten Vorstoß der Hausherren dar (12.). Anders der HSV: Zé Roberto lupfte die Kugel sehenswert in van Nistelrooys Lauf, der 16 Meter vor dem Tor freie Schussbahn gehabt hätte, wenn sich Frings nicht mit vollem Körpereinsatz in den Knaller des Angreifers geworfen hätte (17.).

Die zu Beginn unterhaltsame Begegnung verlor in der Folge zunehmend an Attraktivität. Bremen kam nur selten nach vorne. Ergab sich doch einmal eine vielversprechende Situation, ließ die Offensivabteilung der Schaaf-Elf die nötige Präzision im Passspiel vermissen. Auf der anderen Seite wussten sich auch die Hamburger nicht mehr entscheidend in Szene zu setzen.

Erst kurz vor der Pause wurde es wieder interessant. Nachdem Naldo Pitroipas Flachschuss aus halblinker Position vor der Linie geblockt hatte (40.), bekam Werder die dicke Chance zur Führung. Nach einem zunächst geblockten Eckball bot sich Frings von rechts ein zweites Mal die Chance zum Flanken. Hugo Almeida kam mit den Kopf an das Spielgerät und drückte das Leder an den rechten Innenpfosten (44.). Weil auch Fritz aus der zweiten Reihe keinen Erfolg hatte (45.), ging es torlos in die Kabinen.

Werder machte nach Wiederbeginn einen aggressiveren Eindruck als in weiten Teilen des ersten Abschnitts. Der Pokalfinalist zwang den HSV an den eigenen Strafraum, suchte vorerst aber vergeblich nach der Lücke. Die Gäste beschränkten sich auf eine Politik der kleinen Nadelstiche, wären um ein Haar aber in Front gegangen, als van Nistelrooy bei einem seltenen Gegenangriff knapp neben das Tor köpfte (52.).

Bremen legte jedoch den größeren Siegeswillen an den Tag und machte weiter Druck. Nachdem Naldo mit einem seiner gefürchteten 30-Meter-Freistöße an Rost gescheitert war (55.), klingelte es. Fritz setzte sich rechts energisch gegen Pitroipa durch und passte scharf vors Tor, wo Pizarro die Kugel traumhaft per Hacke ins Tor bugsierte. Es war der 133. Bundesligatreffer des Peruaners, der damit den Rekord von Giovane Elber einstellte und sich fortan zusammen mit dem Brasilianer gefährlichster Ausländer der Bundesliga nennen darf.

Das Tor tat der Partie gut. Erst hätte Pizarro nach Özil-Vorarbeit beinahe nachgelegt (63.), dann hatte van Nistelrooy die große Möglichkeit zum Ausgleich. Nach Traumpass von Zé Roberto scheiterte der Weltstar freistehend aus sechs Metern am hervorragend reagierenden Wiese (65.). Nachdem auch Petric nicht genau genug gezielt hatte (67.), bot sich auf der anderen Seite auch Hugo Almeida eine hochkarätige Chance. Rost agierte aber ähnlich famos wie kurz zuvor der Bremer Schlussmann (68.).

Insgesamt war Hamburg mittlerweile das aktivere Team und stemmte sich gegen die Pleite - letztlich erfolgreich. Nach einem schönen Spielzug über links legte Zé Roberto den Ball mit viel Übersicht an den Elfmeterpunkt zurück, wo van Nistelrooy zur Stelle war und das Spielgerät unhaltbar zum Ausgleich ins Netz jagte (82.).

Beide Mannschaften wollten in der Schlussphase den Sieg. Boateng scheiterte per Kopf am einmal mehr ausgezeichnet parierenden Wiese (84.), der eingewechselte Marin traf bei einem Konter frei vor Rost den Ball nicht voll (88.). So blieb es beim letztlich gerechten Remis.

Bremen bestreitet am nächsten Samstag das Pokalfinale gegen Bayern München in Berlin. Für den HSV ist die Saison beendet.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Wiese (1,5) - 
Fritz (2,5) , 
Mertesacker (2,5) , 
Naldo (3) , 
Pasanen (3) - 
Frings (2)        
Bargfrede (2)    
Borowski (4)    
Özil (3)    
Hugo Almeida (3,5)    
Pizarro (2)    

Einwechslungen:
73. Hunt für Borowski
76. Marin für Hugo Almeida
90. + 2 Prödl für Özil

Trainer:
Schaaf
Hamburger SV
Aufstellung:
Rost (2) - 
Demel (4,5) , 
J. Boateng (3) , 
Mathijsen (4) , 
Aogo (4)    
Jarolim (3,5)        
Zé Roberto (3,5) - 
Trochowski (4,5) , 
Pitroipa (5)    
van Nistelrooy (2,5)    
Petric (5)

Einwechslungen:
73. Elia für Aogo

Trainer:
Moniz

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Pizarro (58., Rechtsschuss, Fritz)
1:1
van Nistelrooy (82., Rechtsschuss, Zé Roberto)
Gelbe Karten
Bremen:
Bargfrede
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Frings
(8.)
HSV:
Jarolim
(9. Gelbe Karte)
,
Pitroipa
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
08.05.2010 15:30 Uhr
Stadion:
Weser-Stadion, Bremen
Zuschauer:
41150 (ausverkauft)
Spielnote:  2
rassiges Derby, beide Teams auf Augenhöhe, immer spannend.
Chancenverhältnis:
9:7
Eckenverhältnis:
9:4
Schiedsrichter:
Michael Weiner (Hasede)   Note 4
es war richtig, Jarolim nach der vermeintlichen Notbremse gegen Bargfrede (14.) nur zu verwarnen, nicht immer souverän in der Beurteilung von Zweikämpfen, einseitig in der Verteilung von Gelben Karten, hätte zwingend auch Boateng (53.), Petric (83.) und Trochowski (85.) verwarnen müssen.
Spieler des Spiels:
Tim Wiese
Tolle Paraden gegen van Nistelrooy und Boateng. Reaktionsschnell wie immer, souverän wie zuletzt. Beleg für seine Reife und Nervenstärke.

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