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VfL Bochum

 - 

Eintracht Frankfurt

 

1:2 (1:1)

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VfL Bochum
Eintracht Frankfurt
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.










Bochum bleibt zum sechten Mal in Folge ohne Dreier

Caios Strich trifft Bochum hart

Eintracht Frankfurt hat dem Triumph über die Bayern einen verdienten Auswärtserfolg folgen lassen und somit die Sorgen des VfL Bochum weiter vergrößert. Der Revierklub musste die vierte Niederlage und das sechte sieglose Spiel in Serie hinnehmen und steckt damit tiefer im Abstiegskampf denn je. Frankfurt dominierte den ersten Durchgang, musste aber mit einem Remis in die Pause, ehe die Hessen gerade dann zuschlugen, als der VfL seine beste Phase hatte.

Frankfurter Jubel
Unter seinen Kollegen begraben, nimmt Siegtorschütze Caio innige Glückwünsche entgegen.
© picture allianceZoomansicht

Bochums Trainer Heiko Herrlich veränderte seine Startaufstellung im Vergleich zur 2:3-Niederlage in Bremen auf einer Position. Hashemian begann anstelle von Dedic.

Auf Frankfurter Seite wechselte Coach Michael Skibbe nach dem 2:1-Sieg gegen die Bayern zweimal. Der zuletzt gelbgesperrte Ochs und Korkmaz (erstmals seit Dezember in der Startelf) rückten für den verletzten Spycher (Einblutung am Muskel oberhalb des Knies) und Heller ins Team.

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Mit Beginn der Partie übernahm Frankfurt selbstbewusst die Initiative und trat im Stile einer Heimmannschaft auf. Bochum zog sich weit zurück und ließ die Gäste kommen, die über Caio (4.), Ochs (6.) und Korkmaz (7.) erste vielversprechende Ansätze an den Tag legten. Vom VfL war zunächst nichts zu sehen, dennoch gingen die Hausherren nach zehn Minuten überraschend in Führung. Russ und vor allem Köhler stellten sich auf der linken Abwehrseite gegen Hashemian ausgesprochen unglücklich an und verloren den Ball. Der Iraner passte flach nach innen, wo Holtby am langen Pfosten lauerte und das Leder zum 1:0 über die Linie drückte.

Die Hessen blieben in der Folge das tonangebende Team, agierten aber etwas zu verkrampft, um das dicht gestaffelte Abwehrbollwerk des Revierklubs auszuhebeln. Die Eintracht rannte unaufhörlich an, brachte die Herrlich-Elf aber nur ganz selten ins Wanken. So musste ein Standard herhalten, um den Gästen den verdienten Ausgleich zu bescheren. Köhler hob die Kugel von rechts mit Schnitt nach innen, wo Russ höher sprang als alle Bochumer und den Ball mit dem Hinterkopf im linken Eck versenkte - 1:1 (29.).

Das Tor gab Frankfurt augenscheinlich die Lockerheit zurück. Der Druck nahm zu, Bochum bekam zunehmend größere Probleme. Altintop wurde am Fünfer im letzten Moment vom Spielgerät getrennt (33.), Meier zielte daneben (33.), bevor Korkmaz dicht vor dem 1:2 stand. Von Caio gut in Szene gesetzt, hatte der Österreicher halblinks nur noch Heerwagen vor sich, setzte seinen Lupfer aber etwas zu hoch an, so dass das Leder die Latte auf der falschen Seite passierte (37.). Viel mehr war nicht drin in einer ersten Spielhälfte, in der Eintracht Frankfurt das Heft gegen ausschließlich verteidigende Hausherren bis zur Pause nicht mehr aus der Hand gab.

Der zweite Abschnitt begann mit dem gleichen Personal, dafür mit veränderten Vorzeichen. Bochum ließ sich nicht mehr so weit zurückdrängen, presste deutlich früher und kam so schon im Mittelfeld in die Zweikämpfe. Die Begegnung gestaltete sich dadurch fortan ausgeglichen, geizte dafür mit Torchancen.

Gerade als die Hausherren drauf und dran waren, sich erstmals ein kleines Übergewicht zu erarbeiten, schlugen die Hessen etwas unvermittelt zu. Nach einem Luftduell zwischen dem eingewechselten Freier und Köhler am Frankfurter Strafraum, bei dem Referee Felix Brych den Hessen einen umstrittenen Freistoß zusprach, schlug Nikolov das Leder nach vorne. Die Hessen behaupteten den Ball, Korkmaz passte auf Caio, und der Brasilianer nagelte das Spielgerät aus 20 Metern humorlos ins linke untere Eck - 1:2 (64.).

Mit der Führung im Rücken waren die Hessen nun spielerisch wieder obenauf. Die Skibbe-Elf agierte souverän, ließ Ball den Ball laufen und Bochum nicht mehr richtig ins Spiel finden. Vor einem möglichen 1:3 wollte das Schiedsrichtergespann Altintop im Abseits gesehen haben (77.). Im direkten Gegenzug wurde es ein einziges Mal dann doch brenzlig für die Hessen, der für Hashemian ins Spiel gekommene Dedic setzte Freiers Flanke aber über die Latte (77.).

Mit Klimowicz, Sestak und Dedic wollte Herrlich in der Schlussphase die Wende erzwingen, doch Frankfurt ließ Bochum gar nicht dazu kommen, seine Angreifer in Szene zu setzen. Die Gäste agierten abgeklärt und brachten den verdienten Dreier sicher über die Zeit.

Der VfL tritt nächste Woche am Samstag in Freiburg an, zeitgleich begrüßt die Eintracht Bayer Leverkusen in der Main-Metropole.

26.03.10
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Bochum
Aufstellung:
Heerwagen (3) - 
Concha (5,5) , 
Maltritz (5)    
Mavraj (5,5)    
Fuchs (5) - 
Dabrowski (5) , 
Johansson (5)        
Prokoph (6)    
Holtby (4)    
Hashemian (4,5)    
Sestak (5)

Einwechslungen:
62. Freier für Prokoph
62. Dedic für Hashemian
75. Klimowicz für Johansson

Trainer:
Herrlich
Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Nikolov (3) - 
S. Jung (3) , 
Chris (2,5)    
Russ (3)    
Köhler (3,5) - 
Meier (2,5)    
Schwegler (2,5) - 
Ochs (2,5)    
Korkmaz (2,5)    
Caio (2)    
Halil Altintop (4)    

Einwechslungen:
66. Fenin für Korkmaz
80. M. Heller für Ochs
85. Teber für Halil Altintop

Trainer:
Skibbe

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Holtby (10., Linksschuss, Hashemian)
1:1
Russ (29., Kopfball, Köhler)
1:2
Caio (64., Rechtsschuss, Korkmaz)
Gelbe Karten
Bochum:
Johansson
(2. Gelbe Karte)
,
Mavraj
(6.)
Frankfurt:
Meier
(3. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
26.03.2010 20:30 Uhr
Stadion:
Rewirpower-Stadion, Bochum
Zuschauer:
24221
Spielnote:  3
einseitiges Spiel, in dem allein die Frankfurter für fußballerische Glanzlichter sorgten.
Chancenverhältnis:
2:4
Eckenverhältnis:
4:4
Schiedsrichter:
Dr. Felix Brych (München)   Note 2
sehr aufmerksam und stets im Bilde, wurde in einer nie giftigen oder hart umkämpften Partie aber auch nicht ernsthaft gefordert.
Spieler des Spiels:
Caio
Der wendige Brasilianer war nie zu stoppen, glänzend am Ball und mit feinen Pässen, zeigte sich zudem treffsicher beim Siegtor zum 2:1.
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