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Hamburger SV
Eintracht Frankfurt
1.
15.
30.
45.
46.
60.
75.
90.










Zé Roberto feiert Liga-Comeback

Triste Punkteteilung an der Elbe

In einer über weite Strecken höhepunktarmen und spielerisch bescheidenen Partie trennten sich der Hamburger Sportverein und Eintracht Frankfurt 0:0-Unentschieden. Hatten die Gastgeber im ersten Durchgang noch die klareren Chancen auf den Führungstreffer besessen, verzichteten Hausherren und Gäste in der zweiten Hälfte weitestgehend auf Torszenen.

Nach langer Leidenszeit spielte Zé Roberto erstmals wieder eine Bundesliga-Partie von Beginn an mit, streitete sich hier mit Frankfurts Teber um den Ball.
Nach langer Leidenszeit spielte Zé Roberto erstmals wieder eine Bundesliga-Partie von Beginn an mit, stritt sich hier mit Frankfurts Teber um den Ball.
© picture-allianceZoomansicht

HSV-Coach Bruno Labbadia tauschte nach dem 1:0-Sieg gegen die PSV Eindhoven in der Europa Leauge kräftig Personal. Trochowski, Boateng, Torun und erstmals seit dem 12. Spieltag auch Zé Roberto durften beginnen, Aogo, Jarolim (Gelbsperre), Tesche und Demel rotierten raus. Pausieren musste auch van Nistelrooy, der wegen einer Oberschenkelverhärtung nicht zum Kader gehörte.

Frankfurt setzte nach dem 2:1-Last-Minute-Sieg gegen den SC Freiburg ganz auf Kontinuität. Lediglich Jung rutschte aus der ersten Elf von Trainer Michael Skibbe, da Schwegler wieder fit war.

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Zaghaft gingen beide Teams das Spiel an. Durch Frankfurts defensive Ausrichtung - Altintop lauerte als einzige Spitze auf den Konter - konnte der HSV ein Plus an Spielanteilen für sich verbuchen, ohne jedoch Kapital in Form von Torszenen zu verbuchen. Allein ein Trochowski-Freistoß (6.) verlangte Eintracht-Keeper Nikolov in den ersten 20 Minuten der Partie etwas an Einsatz ab.

Mit zunehmender Spieldauer intensivierte sich das Geschehen auf dem Platz ein bisschen. Und Hamburg kam zu einer ersten klaren Möglichkeit! Doch Berg traf aus bester Position nach einer Boateng Flanke das Tor nicht und vergab (25.). Nun machten sich auch die Gäste auf, im Strafraum des Bundesliga-Dinos erstmals ihre Visitenkarte abzugeben. Spycher mit einer Bogenlampe (27.) und Teber per Distanzschuss (33.) sendeten erste Warnsignale in Richtung von Schlussmann Rost.

Gegen Ende der ersten Halbzeit hätte jedoch der HSV für die Pausenführung sorgen müssen. Doch Torun scheiterte aus ähnlicher Position wie zuvor Berg (39.) und Petric brachte aus kurzer Distanz eine Direktabnahme nicht auf das gegnerische Tor (44.). So ging es torlos in die Kabinen.

Unverändert gingen beide Mannschaften den zweiten Spielabschnitt an, unverändert blieb auch das Geschehen auf dem Rasen. Frankfurt positionierte sich tief, machte die Räume geschickt eng und der HSV ließ anfänglich jegliche zündende Spielidee vermissen. Garniert wurde das Ganze durch zahlreiche kleine bis mittelschwere Nickeligkeiten, die nach knapp einer Stunde Spielzeit vom Bundesligadebütanten, Referee Markus Wingenbach aus Dietz, mit Gelben Karten auch sportrechtlich verwertbar geahndet wurden.

Vor den Toren herrschte hingegen weitaus weniger Betrieb, als im umkämpften Mittelfeld. Ein Schuss von Meier, der Rost vor erhebliche Schwierigkeiten stellte (62.), war für lange Zeit die einzig nennenswerte Chance. Ohne große Höhepunkte plätscherte die Partie dann ihrem Ende entgegen. Nur Pitroipa weckte die Zuschauer mit einem Schuss aus aussichtsreicher Position kurz auf (77.).

Viel Kampf, viel Krampf: Frankfurts Meier und Hamburgs Rincon ringen um das Spielgerät.
Viel Kampf, viel Krampf: Frankfurts Meier und Hamburgs Rincon ringen um das Spielgerät.
© picture-allianceZoomansicht

Auch die Schlussphase brachte keine neuen Erkenntnisse mehr. Auf spielerisch bescheidenem Niveau arbeiteten sich beide Teams die letzten Minuten noch aneinander ab, ehe jeweils ein Punkt an die Hessen und einer an den HSV verteilt wurde.

Für den HSV geht es bereits unter der Woche in der Europa League weiter. Die Norddeutschen gastieren kommenden Donnerstag bei der PSV Eindhoven. In der Bundesliga reisen die Hamburger am Sonntag zum Klassiker gegen den FC Bayern München. Eintracht Frankfurt spielt kommende Woche samstags beim VfB Stuttgart.

20.02.10
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hamburger SV
Aufstellung:
Rost (3) - 
Boateng (4,5)   
Rozehnal (3) , 
Mathijsen (3)    
Jansen (3,5) - 
Zé Roberto (4)   
Rincon (3,5)   
Trochowski (4,5) , 
Torun (5)   
Berg (5) , 
Petric (4,5)

Einwechslungen:
64. Pitroipa für Torun
64. Demel für Boateng

Trainer:
Labbadia
Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Nikolov (3) - 
Franz (3,5)   
Chris (2,5) , 
Russ (3) , 
Spycher (3,5)    
Schwegler (3)   
Ochs (4) , 
Teber (4)   
Köhler (5)   
Meier (4) - 
Halil Altintop (5)   

Einwechslungen:
75. Korkmaz für Köhler
90. + 2 Caio für Halil Altintop

Trainer:
Skibbe

Tore & Karten

 
Torschützen
keine
Gelbe Karten
HSV:
Rincon
(4. Gelbe Karte)
,
Zé Roberto
(3.)
Frankfurt:
Schwegler
(2. Gelbe Karte)
,
Franz
(9.)
,
Teber
(10., gesperrt)

Spielinfo

Anstoß:
20.02.2010 15:30 Uhr
Stadion:
HSH-Nordbank-Arena
Zuschauer:
56196
Spielnote:  5
Hamburg fehlte Power, Frankfurt Mut - ein höhepunktarmes Spiel.
Chancenverhältnis:
3:2
Eckenverhältnis:
7:2
Schiedsrichter:
Markus Wingenbach (Diez)   Note 3,5
kein souveränes Bundesliga-Debüt, mehrere kleinere Fehler, pfiff etwa Pitroipa einen klaren Vorteil ab (74.), lag aber in den entscheidenden Szenen richtig, entschied beispielsweise bei Demels Faller gegen Spycher im Strafraum (88.) zu Recht nicht auf Strafstoß.
Spieler des Spiels:
Chris
Umsichtiger Abwerchef mit starker Ausstrahlung auf die Nebenleute. Kompromisslos im Zweikampf, überlegt im Spielaufbau
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