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Hertha BSC

Hertha BSC

1
:
1

Halbzeitstand
0:1
1. FSV Mainz 05

1. FSV Mainz 05


HERTHA BSC
1. FSV MAINZ 05
15.
30.
45.

60.
75.
90.






Schon das Ende der Aufholjagd ?

Wieder nur ein Punkt für die Hertha

In der ersten Hälfte agierten die Berliner zu harmlos, um die clever verteidigenden Gäste in Verlegenheit zu bringen. Im Gegenteil: Der FSV Mainz brachte mit einem gut ausgespielten Konter die Führung zu Stande. Im zweiten Durchgang investierten die Berliner mehr in die Offensive, wurden mit dem Ausgleich belohnt, hatten aber letztendlich nicht das Quäntchen Glück, um den wichtigen Dreier im Abstiegskampf einzufahren.

Die Mainzer waren meist die Zweikampfsieger: Schürrle gegen Raffael.
Die Mainzer waren meist die Zweikampfsieger: Schürrle gegen Raffael.
© picture-allianceZoomansicht

Nach der 1:2-Niederlage bei Werder Bremen in der Vorwoche stellte Hertha-Coach Friedhelm Funkel in der Abwehr auf zwei Positionen um. Für von Bergen begann Hubnik in der Innenverteidigung, Janker spielte im defensiven Mittelfeld für Cicero, Piszczek lief rechts in der Viererkette auf. Ein Wechsel dagegen in der Startformation des 1. FSV Mainz 05: Im Vergleich zum 1:0 über Borussia Mönchengladbach in der Vorwoche wurde der am Knie verletzte Kapitän Hoogland durch Szalai ersetzt. Ivanschitz fehlte weiterhin, obwohl seine Gelb-Sperre abgesessen war. Eine Verletzung stoppte den Mainzer Mittelfeldmotor.

Obwohl die Berliner "Aufholjäger" im Vorfeld von einem Pflichtsieg sprachen, begann das Heimteam in der Vorwärtsbewegung eher verhalten. Beide Teams etablierten zunächst eine solide Verteidigung, so dass in der Startphase der Partie Torchancen Mangelware blieben.

Von Beginn an setzten beide Teams in der Defensive die taktischen Vorgaben der Trainer um und ließen den jeweiligen Angreifern wenig Raum sich zu entfalten. Damit entwickelte sich ein Spiel, das von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt war. Die beiden Torhüter waren zunächst kaum gefordert.

In der 26. Minute schaffte es die Hertha zu einer ersten Torchance, als Janker mit dem Kopf an einen Kobiashvili-Freistoß herankam, zentral vor dem Tor aber kläglich scheiterte.

Einige Minuten später schaffte es Friedrich nach einer Ecke von Raffael zum ersten Mal den Mainzer Torwart zu beschäftigen, doch Heinz Müller hatte mit dem Kopfball des Hertha-Verteidigers wenig Probleme (31.).

Die Mainzer deuteten ihre Gefährlichkeit bei Kontern kurze Zeit später an, als Bancé von rechts kommend Szalai bediente. Der konnte sich aber gegen Piszczek und Lustenberger nicht durchsetzen (34.).

Nach einem verzweifelten Versuch von Kringe aus der Distanz (36.) schlugen die Gäste in der 37. Minute gnadenlos zu. Polanski bediente am linken Strafraumeck Szalai, der den Ball zu Bancé flankte. Der Mainzer Stürmer zog mit vollem Risiko volley ab und versenkte den Ball unhaltbar im linken oberen Eck.

In der Folgezeit zogen sich die Gäste zurück, um den Vorsprung in die Halbzeit zu bringen. Die geschockt wirkenden Herthaner machten der Tuchel-Elf dieses Unterfangen einfach. Fast gelähmt wirkten die Funkel-Schützlinge bis zum Halbzeitpfiff.

Friedhelm Funkel brachte zum Wiederbeginn Cicero für Janker. Diese Maßnahme des Hertha-Trainers sollte sich schnell auszahlen. In der 51. Minute verlängerte eben jener Cicero eine Ecke an den zweiten Pfosten, wo Ramos ungedeckt aus kurzer Distanz einnicken konnte.

In der Folgezeit übernahmen die Hausherren mit neu erwachten Selbstbewusstsein die Initiative und drückten die Mainzer in die eigene Hälfte zurück. Dabei entwickelten sich Chancen für die Funkel-Elf. Zunächst fischte der Mainzer Torwart Müller einen von Svensson abgefälschten Schuss von Cicero von der Linie (59.), dann versagten Kringe freistehend die Nerven beim Abschluss (65.).

Hertha legt in der Schlussphase noch einmal zu. Friedhelm Funkel brachte Domovchiskiy für Gekas, um mehr Bewegung in die Offensive zu bringen, doch die Mainzer Abwehr wollte nicht wanken. Die Hertha-Stürmer wirkten ratlos. Anspielstationen fanden die Hausherren in Tornähe nur selten und konnten deshalb nur wenige Torgelegenheiten herausspielen.

Folgerichtig hätte eine Einzelaktion in der 78. Minute fast die Führung für die Hertha gebracht. Ramos setzte sich an der rechten Strafraumgrenze gegen Fathi durch und zog sofort ab. Das Leder klatschte an die Latte und sprang ins Feld zurück. Keine Minute später setzte Cicero einen Kopfball knapp neben das Tor von Müller.

Damit schienen die Hausherren ihr Pulver zunächst aber verschossen zu haben. Mit großen Aufwand berannten die Herthaner zwar das Tor der Mainzer, schafften es aber nicht noch einmal Torhüter Müller in Gefahr zu bringen. Die Gäste-Abwehr hatte das Geschehen unter Kontrolle.

Trotz einer kämpferisch guten Leistung reichte es für Hertha wiederum nicht für einen Sieg. Seit dem ersten Spieltag wartet die Funkel-Elf auf einen Heimsieg und kommt der zweiten Liga immer näher.

Am kommenden Spieltag gastiert die Hertha sonntags beim SC Freiburg zu einem weiteren wichtigen Duell im Kampf gegen den Abstieg. Tags zuvor begrüßt der 1. FSV Mainz 05 den VfL Bochum am Bruchweg.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Drobny (3) - 
Piszczek (3,5) , 
A. Friedrich (3,5)    
Hubnik (4) , 
Kobiashvili (4,5) - 
Lustenberger (4) , 
Janker (5)    
Kringe (4) , 
Raffael (4) - 
Gekas (5,5)    
Ramos (2,5)    

Einwechslungen:
46. Cicero (2,5) für Janker
73. Domovchiyski für Gekas

Trainer:
Funkel
1. FSV Mainz 05
Aufstellung:
H. Müller (3) - 
Zabavnik (3,5) , 
Svensson (3,5) , 
Noveski (4,5)    
Fathi (4) - 
Polanski (4) , 
Karhan (4) - 
Schürrle (4)    
Soto (4,5)    
Bancé (3)    
Szalai (4)    

Einwechslungen:
65. F. Heller für Soto
87. Amri für Szalai
90. + 1 Bungert für Schürrle

Trainer:
Tuchel

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Bancé (37., Rechtsschuss, Szalai)
1:1
Ramos (51., Kopfball, Cicero)

Spielinfo

Anstoß:
13.02.2010 15:30 Uhr
Stadion:
Olympiastadion, Berlin
Zuschauer:
36715
Spielnote:  5
lange Zeit kaum Torszenen und wenig Tempo - die Partie war so ziemlich das Gegenteil von einem Spektakel.
Chancenverhältnis:
4:1
Eckenverhältnis:
5:2
Schiedsrichter:
Dr. Felix Brych (München)   Note 1,5
dass das Spiel in ruhigen Bahnen verlief, lag auch an ihm: stets auf der Höhe und mit einer klaren Linie. Fiel kaum auf - was ein Referee immer als Kompliment verbuchen darf.
Spieler des Spiels:
Adrian Ramos
Drehte nach der Pause auf: agil, unermüdlich, enorm präsent. Markierte das 1:1, zudem mit fulminantem Lattenschuss (78.).

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