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VfL Bochum

 - 

1899 Hoffenheim

 

2:1 (1:0)

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VfL Bochum
1899 Hoffenheim
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.












Bochums Serie hält - Ibisevic beendet Torflaute

Dedic macht den ersten Heimsieg unter Herrlich perfekt

In einem durchaus unterhaltsamen Duell setzte sich der VfL Bochum dank einer erstklassigen Chancenverwertung gegen 1899 Hoffenheim mit 2:1 durch, kam somit zum ersten Heimsieg unter Trainer Heiko Herrlich und bleibt zugleich im sechsten Spiel in Folge ungeschlagen. Dabei waren die Hoffenheimer über weite Strecken das aktivere Team, holten gar einen Rückstand auf, gerieten dann aber wieder ins Hintertreffen und mussten die Begegnung sogar in Unterzahl zu Ende bringen.

Stanislav Sestak
Meist nicht zu sehen, einmal war er aber zur Stelle: Stanislav Sestak bejubelt sein Führungstor.
© picture-allianceZoomansicht

Bochums Trainer Heiko Herrlich tauschte nach dem 1:1 gegen Bayer Leverkusen einmal: An Stelle von Prokoph begann Freier. Hoffenheims Coach Ralf Rangnick konnte im Vergleich zur 1:2-Niederlage beim DFB-Pokal-Viertelfinale in Bremen wieder auf seine etatmäßige Innenverteidigung zählen. Sowohl Simunic als auch Compper meldeten sich wieder fit, Vukcevic und Nilsson mussten dafür weichen.

Nach kurzer Abtastphase ergriffen die Hoffenheimer die Initiative. Sie zeigten die reifere Spielanlage und kamen dadurch zu Feldvorteilen. Allerdings konnten sie die Bochumer, die sich 30 bis 40 Meter vor dem eigenen Sechzehner einigelten und dort den ballführenden Spieler stets doppelten, nicht ernsthaft in die Bredouille bringen. Dies lag vor allem daran, dass es den Gästen an Präzision beim finalen Pass fehlte. Die Kraichgauer zeigten vielversprechende Aktionen, die jedoch allesamt am gegnerischen Strafraum ein Ende fanden.

Auf der anderen Seite stand der VfL defensiv zwar gut geordnet, im Spielaufbau leisteten sich die Bochumer aber viel zu viele Fehler, so dass konstruktive Aktionen seitens des Gastgebers lange Zeit nicht zu sehen waren. Dies änderte sich schlagartig in der 24. Minute, als Carlos Eduardo den Ball vertändelte. Fuchs nahm das Leder schließlich auf und passte wunderbar in den Lauf von Sestak, der zwei Hoffenheimern entwischte - Compper sah in dieser Szene nicht wirklich gut aus - und den Konter mustergültig aus 15 Metern abschloss.

Die Kraichgauer zeigten sich vom überraschenden Gegentor nur kurz beeindruckt, setzten ihre Angriffsbemühungen dann aber fort. Zwingendes sprang dabei aber gegen nun noch tiefer stehende Bochumer nur selten heraus. Lediglich Maicosuels 15-Meter-Schuss aus zentraler Position, der knapp drüber ging, sorgte für etwas Aufregung. Ansonsten agierten die Hoffenheimer häufig zu kompliziert. Schlicht und ergreifend fehlte es den Gästen an Zug zum Tor. So überraschte es auch nicht, dass sie mit dem knappen Rückstand den Kabinengang antreten mussten.

Ibisevic trifft mal wieder, Luiz Gustavo sieht Rot

Hoffenheims Compper im Duell mit Sestak (re.).
Voller Einsatz: Hoffenheims Compper im Duell mit Sestak (re.).
© picture-allianceZoomansicht

Beide Trainer reagierten zur Pause. Rangnick brachte mit Ba für Compper einen Stürmer für einen Abwehrspieler. Herrlich dagegen tauschte positionsgetreu, Dedic ersetzte Epallé. Die Rangnick-Schützlinge legten dann auch einen Zahn zu und drängten auf den Ausgleich, zunächst fehlte es aber weiter an konstruktiven Ideen.

Mit zunehmender Spieldauer änderte sich das aber! Da folgte allerdings das nächste Problem: Die Chancenverwertung. So köpfte Ibisevic knapp drüber (53.), ehe Salihovic aus sehr guter Position nur VfL-Schlussmann Heerwagen anschoss (55.). Der VfL tat weiter kaum etwas nach vorne, setzte zwar ab und an einige Nadelstiche, die aber nur halbherzig ausgespielt wurden. Die Quittung für diese extrem defensive Spielweise folgte nach 64 Minuten: Maicosuel flankte von der rechte Grundlinie in den Fünfer, wo Ibisevic zu viel Raum hatte - 1:1. Ibisevic beendete dadurch seine Flaute nach zuletzt 710 torlosen Minuten.

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Die Herrlich-Elf investierte nach dem Ausgleich wieder etwas mehr, wodurch das Duell an Attraktivität gewann. Die Kraichgauer wirkten weiterhin gefälliger, doch erneut zeigte sich die Heimmannschaft treffsicherer. In der 76. Minute flankte Fuchs mustergültig in den Fünfer zu Dedic, der mit einem wunderbaren Kopfball 1899-Keeper Hildebrand keine Chance ließ. Hoffenheim warf nun alles nach vorne, doch dann erwies Luiz Gustavo seiner Mannschaft einen Bärendienst. Der Brasilianer ging viel zu rabiat an der Mittellinie in den Zweikampf mit Holtby und sah dafür die Rote Karte (86.). In Unterzahl stemmten sich die Kraichgauer zwar mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage - freilich ohne Erfolg.

Am kommenden Spieltag gastiert der VfL Bochum samstags beim 1. FSV Mainz 05. Bereits am Freitagabend empfängt die Rangnick-Elf Borussia Mönchengladbach in der Rhein-Neckar-Arena.

13.02.10
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Bochum
Aufstellung:
Heerwagen (3) - 
Concha (2,5) , 
Maltritz (4)    
Mavraj (4) , 
Fuchs (2) - 
Dabrowski (3,5)    
Mil. Maric (2) - 
Freier (4)    
Holtby (3,5) - 
Sestak (3)        
Epalle (4,5)    

Einwechslungen:
46. Dedic (2)     für Epalle
59. Prokoph (3,5) für Freier
90. + 1 Hashemian für Sestak

Trainer:
Herrlich
1899 Hoffenheim
Aufstellung:
Hildebrand (3) - 
Ibertsberger (4)    
Simunic (4) , 
Compper (5)    
Eichner (3,5) - 
Vorsah (4) , 
Luiz Gustavo (4,5)    
Carlos Eduardo (3,5) , 
Salihovic (4)        
Ibisevic (3)        
Maicosuel (3,5)    

Einwechslungen:
46. D. Ba (4) für Compper
76. Tagoe für Ibisevic
81. Vukcevic für Ibertsberger

Trainer:
Rangnick

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Sestak (24., Rechtsschuss, Fuchs)
1:1
Ibisevic (64., Rechtsschuss, Maicosuel)
2:1
Dedic (76., Kopfball, Fuchs)
Rote Karten
Bochum:
-
Hoffenheim:
Luiz Gustavo
(86., rohes Spiel, Holtby)

Gelbe Karten
Bochum:
Dabrowski
(7. Gelbe Karte)
Hoffenheim:
Salihovic
(10. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Maicosuel
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
13.02.2010 15:30 Uhr
Stadion:
Rewirpower-Stadion, Bochum
Zuschauer:
17104
Spielnote:  3,5
wenig Torszenen, aber dennoch eine interessante, abwechslungsreiche Partie.
Chancenverhältnis:
3:3
Eckenverhältnis:
2:6
Schiedsrichter:
Marco Fritz (Korb)   Note 3,5
meist sehr großzügig, ließ mitunter auf beiden Seiten zu viel laufen. Nachvollziehbar die Rote Karte gegen Luiz Gustavo.
Spieler des Spiels:
Milos Maric
Aufmerksam, kaum auszuspielen und sehr robust im Zweikampf. Wertvoll als Defensiv-Stratege und Umschalt-Spieler.
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