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1899 Hoffenheim
Hannover 96
1.
15.
30.
45.




46.
60.
75.
90.












Sechste Niederlage in Folge für Hannover

Hoffenheim beendet Negativserie

Nach sieben Spielen ohne Sieg gewann 1899 Hoffenheim erstmals wieder. Die Kraichgauer waren gegen Hannover insbesondere nach den beiden Treffern in der Schlussphase der ersten Hälfte spielerisch klar überlegen. Die 96er kamen zwar im zweiten Durchgang durch Neuzugang Koné noch einmal heran, enttäuschten jedoch besonders im zweiten Abschnitt ansonsten fast auf ganzer Linie.

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Carlos Eduardo
Exzentrischer Jubel: Carlos Eduardo feiert seinen Treffer zum 1:0, Hoffenheims erstes Tor 2010.
© picture-alliance Zoomansicht

Nach der 0:2-Auswärtspleite bei Schalke 04 änderte Ralf Rangnick seine Startelf auf drei Positionen. Simunic beginnt nach Gelb-Sperre für Nilsson. Zudem starteten Maicosuel und der Rückkehrer vom Afrika-Cup, Obasi, an Stelle von Eichner und Vukcevic, die auf der Bank Platz nehmen mussten.

Im Vergleich zur 1:3-Heimschlappe gegen den 1. FC Nürnberg nahm Mirko Slomka gleich fünf Wechsel in seiner Anfangsformation vor. Eggimann ersetzte Schulz, der für den verletzten Balitsch (Operation nach Risswunde am Knie) ins defensive Mittelfeld rückte, in der Innenverteidigung. Die rechte Außenverteidiger-Position übernahm Sofian Chahed an Stelle von Pinto. Neben Schulz agierte Andreasen im Mittelfeld. Zudem begannen die beiden ausgeliehenen Neuzugänge Elson und Arouna Koné in der Offensive. Für Kapitän Bruggink, Rama und Hanke blieb nur die Reservebank.

Beide Teams begannen vorsichtig. Zwar war Hoffenheim bemüht, das Spielgeschehen sofort in den Griff zu bekommen, doch vermochten es die Kraichgauer zunächst nicht, gegen die tief stehenden Hannoveraner zu gefährlichen Torszenen zu kommen. So hatte die erste kleinere Gelegenheit der Partie 96-Stürmer Koné, dessen Schuss vom Strafraumrand aber weit über das Tor von Hildebrand ging (7.).

Nur langsam kam die TSG besser ins Spiel. Erst nach knapp 20 Minuten hatte Ibisevic nach guter Flanke von Salihovic mit einem Kopfball die erste Gelegenheit für die Hoffenheimer (19.). Aber auch die 96er blieben gefährlich. Nach gutem Zuspiel von Elson scheiterte Stajner frei vor Hildebrand (25.). Wenig später parierte der ehemalige Nationalspieler einen Freistoß von Andreasen (28.).

Dann aber kam die Zeit der Hoffenheimer. Erst konnte Eggimann gerade noch nach einer Hereingabe von Beck vor Ibisevic retten (29.). Sekunden später zielte Salihovic aus spitzem Winkel knapp über das Tor (30.). Nach wunderbarer Vorarbeit von Obasi über die linke Seite dann aber die Führung für die Rangnick-Elf: Die Hereingabe des Nigerianers verwandelte Carlos Eduardo vom Strafraumrand direkt ins rechte Toreck (35.) - ein sehenswerter Treffer.

Der erste Torerfolg 2010 für die Kraichgauer setzte sichtlich Spielfreude bei den Hausherren frei. Carlos Eduardo düpierte drei Minuten nach der Führung rechts am Strafraumrand Schulz, der den Brasilianer unglücklich foulte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Salihovic trocken ins rechte Eck. Fromlowitz war machtlos, obwohl der Keeper sich für die richtige Seite entschieden hatte (40.). Mit der um ein Tor zu hohen Führung für die Hoffenheimer ging es in die Halbzeit.

Der 21. Spieltag

Die Kraichgauer präsentierten sich nach Wiederbeginn hoch überlegen. In der 52. Minute hätte die TSG bereits die Vorentscheidung klar machen können, doch Ibisevic scheiterte an Fromlowitz, der anschließend auch noch einen verunglückten Abwehrversuch des eingewechselten Pinto entschärfen musste. Fünf Minuten später verpasste dann Ibisevic nach traumhafter Kombination inklusive Absatzkick von Maicosuel frei vom Strafraumrand das 3:0. Bitter aus Sicht der Hoffenheimer, weil Koné nach Zuspiel von Elson im direkten Gegenzug aus halbrechter Position abgebrüht den Anschlusstreffer markierte (57.)!

Doch trotz des nun nur noch knappen Rückstands kam Hannover gegen die spielfreudigen Hoffenheimer kaum aus der eigenen Spielhälfte. Allerdings verpasste es die TSG, aus der Überlegenheit auch Kapital zu schlagen. Salihovic zielt mit einem Freistoß etwas zu genau (65.), Ibisevic verfehlte nach schönem Solo über die linke Strafraumseite bei seinem Abschluss das rechte Toreck nur um Haaresbreite (74.).

Aufgrund der eklatanten Offensivschwäche der Niedersachsen, entwickelte sich trotz des knappen Ergebnisses nur wenig Spannung in der Schlussphase. Bezeichnend, dass es die 96er nicht vermochten, eine Schlussoffensive gegen die nicht immer sattelfeste TSG-Abwehr zu initiieren.

In der kommenden Woche tritt die TSG 1899 Hoffenheim samstags beim VfL Bochum an. Zeitgleich empfängt Hannover 96 Werder Bremen.

06.02.2010, 17:22
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1899 Hoffenheim
Aufstellung:
Hildebrand (3,5) - 
Beck (2)   
Simunic (3) , 
Compper (4)   
Ibertsberger (3,5) - 
Luiz Gustavo (2,5) - 
Carlos Eduardo (2)    
Salihovic (3)           
Maicosuel (3) , 
Ibisevic (4) , 
Obasi (3,5)   

Einwechslungen:
70. Vukcevic für Obasi
74. Vorsah für Beck
80. Nilsson für Compper

Trainer:
Rangnick
Hannover 96
Aufstellung:
Fromlowitz (3) - 
Sofian Chahed (5)   
Eggimann (5) , 
Haggui (4)   
Rausch (5)   
Andreasen (4)      
C. Schulz (5)    
Rosenthal (5,5)   
Elson (4,5) , 
Stajner (5) - 
A. Koné (2,5)    

Einwechslungen:
46. Pinto (5)    für Rosenthal
46. Ghasemi-Nobakht (4,5) für Rausch
78. Hanke für Andreasen

Trainer:
Slomka

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Carlos Eduardo (35., Linksschuss, Obasi)
2:0
Salihovic (40., Foulelfmeter, Linksschuss, Carlos Eduardo)
2:1
A. Koné (57., Rechtsschuss, Elson)
Gelbe Karten
Hoffenheim:
Salihovic
(9. Gelbe Karte)
Hannover:
Haggui
(1. Gelbe Karte)
,
Andreasen
(1.)
,
Pinto
(4.)
,
Sofian Chahed
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
06.02.2010 15:30 Uhr
Zuschauer:
28100
Spielnote:  3,5
kein spielerischer Leckerbissen, aber fast ein Dutzend Torszenen und am Ende sogar Anflüge von Spannung.
Chancenverhältnis:
8:3
Eckenverhältnis:
8:1
Schiedsrichter:
Dr. Helmut Fleischer (Sigmertshausen)   Note 3,5
starke Leistung, die aber von einem gravierenden Fehler getrübt wurde: Das Einsteigen von Maicosuel gegen Haggui (54.) wertete er nur als Foul und nicht als rotwürdiges Nachtreten.
Spieler des Spiels:
Carlos Eduardo
Ein Tor geschossen, den Elfmeter herausgeholt, flinke Dribblings, feine Pässe: Erstmals seit Wochen war er wieder in Spiellaune.
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