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VfL Bochum

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Bayer 04 Leverkusen

 
VfL Bochum

1:1 (0:1)

Bayer 04 Leverkusen
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VfL Bochum
Bayer 04 Leverkusen
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.







Verletzter Derdiyok trifft und muss raus

Dedic macht Bayer einen Strich durch die Rechnung

Trotz eines fast über die komplette Spielzeit überlegen geführten Auswärtsspiels kam Bayer Leverkusen in Bochum nicht über ein 1:1 hinaus, bleibt aber weiter ungeschlagen. Bochum war lange lediglich damit beschäftigt, Bayer-Großchancen zu verhindern, trat offensiv aber kaum in Erscheinung. Letzlich reichte den Gästen ein guter Konter, um auch das fünfte Spiel in Serie nicht als Verlierer zu beenden.

Starkes Duo: Kießling legte vor, Derdiyok vollendete zur Bayer-Führung.
© picture allianceZoomansicht

Bochums Trainer Heiko Herrlich nahm nach dem torlosen Remis bei der Berliner Hertha einen Wechsel vor. Schalke-Leihgabe Holtby gab sein Debüt im VfL-Dress und verdrängte Azaouagh aus der Startelf. Prokoph rückte damit nach rechts, Holtby begann links.

Auf Leverkusener Seite sah Bayer-Coach Jupp Heynckes im Vergleich zum 3:1-Heimsieg über den SC Freiburg einmal mehr keinen Grund, seine Erfolgself umzubauen.

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Bei nasskalten äußeren Bedingungen wurde schnell deutlich, welchen Plan sich beide Teams zurechtgelegt hatten. Während es der VfL aus einer kompakten Deckung mit langen Pässen auf den schnellen Sestak versuchen wollte, setzte der Spitzenreiter auf Eigeninitiative. Die Gäste traten selbstbewusst auf und suchten ihre Chance über gepflegtes Kurzpassspiel. Bayer erarbeitete sich so ein optisches Übergewicht, fand zunächst aber keine Lücken im Defensivverbund der Hausherren. Auf der Gegenseite musste Adler wiederholt seine Libero-Qualitäten unter Beweis stellen, um vor dem herannahenden Sestak zu klären.

Kroos (9.) und Barnetta (15.) für Bayer, Holtby (18.) für Bochum gaben erste harmlose Distanzversuche ab, ehe Friedrich Heerwagen per Kopf zum Eingreifen zwang (24.). Die erste dicke Chance der Partie bot sich Derdiyok nach 26 Minuten, als der Schweizer die Kugel vom arg bedrängten Kießling auf den Kopf serviert bekam, aus zehn Metern aber am glänzend reagierenden Heerwagen scheiterte.

Ansonsten tat sich vor den Toren nicht sonderlich viel. Mehr als Halbchancen brachte die Werkself nicht zustande, Bochums Konter verliefen im Sand. Das änderte sich kurz vor der Pause. Derdiyok, der nach einem Tritt von Maric ab der 39 Minute offensichtlich nur noch unter Schmerzen spielen konnte, kam an eine vom VfL unzureichend abgewehrte Freistoßflanke von Kroos und zwang Heerwagen aus 17 Metern zu einer guten Parade (42.). Sekunden vor dem Halbzeitpfiff lag das Spielgerät dann im Netz. Kießling und Derdiyok spielten in einer Zwei-gegen-Zwei-Situation ihre ganze Klasse aus. Der Nationalspieler passte nach links auf seinen Schweizer Kollegen, der Maltritz schlecht aussehen ließ und abgeklärt ins rechte untere Eck zur Gästeführung vollendete (45.).

Für Derdiyok ging es nach dem Seitenwechsel nicht weiter, Helmes ersetzte ihn - bei Bochum kam Dedic für Epallé. Leverkusen wollte den Sack frühzeitig zumachen. Der Tabellenführer attackierte den VfL früh, verhinderte so einen geordneten Spielaufbau der Hausherren und eroberte sich die Kugel meist schon auf Höhe der Mittellinie. Es sah ansehnlich aus, was die Heynckes-Elf zeigte, einzig Großchancen brachte Leverkusen nicht zustande. Ein Kießling-Kopfball über die Latte (53.) und eine Barnetta-Bogenlampe aufs Tordach waren noch die besten Möglichkeiten (55.).

Von den einst "Unabsteigbaren" war offensiv nichts zu sehen - bis zur 68. Minute! Da schickte Holtby plötzlich Dedic per Traumpass auf die Reise. Der Slowene blieb vor Adler cool und spitzelte das Spielgerät vorbei am Schlussmann via Innenpfosten zum 1:1 ins Netz.

Leverkusen stand wieder am Anfang und hatte noch gut zwanzig Minuten, um doch noch drei Punkte zu entführen. Heynckes reagierte und brachte den offensiven Renato Augusto für Rechtsverteidiger Schwaab (76.). Bochum verlieh der Ausgleich Selbstvertrauen. Die Hausherren kämpften sich zurück ins Spiel und boten den Gästen fortan deutlich erfolgreicher Paroli.

Leverkusen rannte die Zeit davon. Der Spitzenreiter wollte den Sieg unbedingt, fand aber nur ganz selten Zugang zum Sechzehner und war nicht in der Lage sich noch eine richtig dicke Gelegenheit zu erarbeiten. Der VfL hielt mit Einsatz und Leidenschaft dagegen und hatte in der Schlussminute sogar die Chance auf den Sieg. Dedic brach über links durch und passte noch einmal auf Sestak, der sich allerdings etwas weit abdrängen ließ und neben das Tor zielte. Weil Heerwagen in der Nachspielzeit Glück hatte, dass ein Barnetta-Schuss, der ihm durch die Hände glitt, neben den Kasten trudelte, blieb es letztlich beim für den VfL glücklichen 1:1.

Nächsten Samstag empfängt der VfL Bochum die TSG 1899 Hoffenheim, zeitgleich hat Bayer Leverkusen den VfL Wolfsburg zu Gast.

06.02.10
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Bochum
Aufstellung:
Heerwagen (2) - 
Concha (4) , 
Maltritz (5)        
Mavraj (3,5) , 
Fuchs (3,5) - 
Dabrowski (4) , 
Mil. Maric (3,5) - 
Prokoph    
Holtby (3) - 
Epalle (4,5)    
Sestak (4)    

Einwechslungen:
25. Freier (3,5) für Prokoph
46. Dedic (3)     für Epalle

Trainer:
Herrlich
Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Adler (3) - 
Schwaab (3,5)    
M. Friedrich (4)    
Hyypiä (2) , 
Kadlec (4) - 
Vidal (2)    
Reinartz (4) - 
Barnetta (3) , 
T. Kroos (3) - 
Kießling (3,5) , 
Derdiyok (1,5)        

Einwechslungen:
46. Helmes (4) für Derdiyok
76. Renato Augusto für Schwaab

Trainer:
Heynckes

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Derdiyok (45., Rechtsschuss, Kießling)
1:1
Dedic (68., Rechtsschuss, Holtby)
Gelbe Karten
Bochum:
Sestak
(2. Gelbe Karte)
,
Maltritz
(2.)
Leverkusen:
Vidal
(5. Gelbe Karte, gesperrt)

Spielinfo

Anstoß:
06.02.2010 15:30 Uhr
Stadion:
Rewirpower-Stadion, Bochum
Zuschauer:
22176
Spielnote:  3
abwechslungsreich und mit hohem Tempo, intensiv geführtes Spiel.
Chancenverhältnis:
3:6
Eckenverhältnis:
2:5
Schiedsrichter:
Lutz Wagner (Kriftel)   Note 3
hatte die Partie trotz kleiner Fehler in der Zweikampfbewertung gut im Griff. Hätte aber Maric wegen seiner Attacke an Derdiyok verwarnen müssen (44.).
Spieler des Spiels:
Eren Derdiyok
Wirbelte 45?Minuten lang den VfL durcheinander. Eine Knöchelverletzung stoppte ihn - Bochums Abwehr war das nicht gelungen.
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