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1. FC Köln

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VfL Wolfsburg

 
1. FC Köln

1:3 (0:0)

VfL Wolfsburg
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1. FC Köln
VfL Wolfsburg
1.
15.
30.
45.
46.
60.
75.
90.











Martins kommt und trifft

Wome verdirbt Podolskis Comeback

In einem höchst unterhaltsamen Bundesligaspiel zog der 1. FC Köln bei Podolskis Comeback nach großem Kampf gegen einen abgebrühteren und spielerisch überlegenen Meister aus Wolfsburg letztlich den Kürzeren. Die Hausherren kauften den "Wölfen" zu Beginn den Schneid ab, gingen kurz nach der Pause in Front, verpassten es aber, den entscheidenden Konter zum 2:0 zu setzen. Am Ende war es ein Eigentor, das Wolfsburg auf die Siegerstraße brachte.

Kölns Trainer Zvonimir Soldo wechselte im Vergleich zur 0:1-Auswärtspleite in Dortmund zweimal. Für Chihi und Sanou (Rippenbruch) begannen Ehret und der wiedergenesene Heimkehrer Lukas Podolski, der sein Liga-Comeback für den FC gab.

Wolfsburgs Coach Armin Veh sah nach dem 2:0 im Eröffnungsspiel gegen Stuttgart keinerlei Veranlassung, seine Erfolgstruppe umzustellen.

Podolski gegen Madlung
Sein Comeback begann gut, am Ende strauchelte Lukas Podolski mit dem FC aber gegen den Meister.
© picture allianceZoomansicht

Nach zerfahrenen Anfangsminuten erarbeitete sich Köln dank hoher Lauf- und Einsatzbereitschaft leichte Vorteile. Die Hausherren verteidigten konsequent und kauften der Wolfsburger Angriffsmaschinerie so über weite Strecken den Schneid ab. Nach Ballgewinnen schaltete der FC immer wieder schnell um und konterte im eigenen Stadion. Bei einem dieser schnellen Vorstöße rutschte Breckos Hereingabe von rechts bis zum langen Pfosten durch, wo Ehret direkt abzog, die Kugel aber nur ans Außennetz jagte (10.).

Grafite fand zunächst gar nicht ins Spiel, Dzeko machte lediglich mit einigen erfolglosen Distanzversuchen auf sich aufmerksam. Anders Köln, das sich bei einem weiteren Konter eine gute Möglichkeit selbst zunichte machte, weil der aufgerückte Mohamad selbst schwach abschloss, statt den besser postierten Podolski zu bedienen (32.). Der Meister brauchte lange, um richtig ins Spiel zu finden, wurde nach einer guten halben Stunde aber stärker - auch, weil der FC seinem kraftraubenden Spiel mit zunehmender Dauer Tribut zollen musste.

In der Schlussphase des ersten Abschnitts war der Meister dann aber voll da und stand dicht vor dem Führungstreffer. Die dickste Gelgenheit vergab der von Misimovic genial freigespielte Grafite, als er sieben Meter vor dem Tor Mohamad per Körpertäuschung auf den Boden zwang und freie Schussbahn hatte, im letzten Moment aber vom herbeigeeilten Pezzoni am sicheren Treffer gehindert wurde (38.). Der VfL blieb am Drücker. Erneut Grafite (40.) und Gentner per Kopf (42.) hatten aber ebenfalls keinen Erfolg.

Der zweite Abschnitt begann mit einem Paukenschlag. Nach einem eigentlich missglückten Pass in die Spitze von Petit fühlte sich Madlung zu sicher, wollte das Leder zu Benaglio durchlassen und übersah dabei den gestarteten Ehret. Der Franzose spritzte dazwischen und schob den Ball aufs Tor. Benaglio konnte zwar abwehren, doch Ehret setzte nach und drückte die Kugel aus spitzem Winkel über die Linie (49.).

Die "Wölfe" reagierten mit wütenden Angriffen und drängten auf den Ausgleich. Nur fünf Minuten nach dem Rückstand hätte Grafite eine flache Schäfer-Hereingabe verwerten müssen, bugsierte die Kugel aus kürzester Distanz aber über die Latte (54.). Der Meister schraubte den Druck hoch und gab Köln kaum noch Luft zum Atmen. Mit zunehmender Spieldauer ging Wolfsburg immer höheres Risiko und bescherte dem FC so sehr viel Platz zum Kontern. Podolski hätte dabei sein Comeback krönen können, alleine vor Benaglio schob der Nationalspieler das Spielgerät aber rechts vorbei (68.).

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Die Rheinländer verpassten den vorzeitigen K.o.-Schlag und wurden dafür bestraft. Gentner passte nach rechts zu Riether, der den Ball flach vors Tor brachte. Dzeko war am langen Pfosten zur Stelle und traf zum verdienten Ausgleich (73.). Damit nicht genug. Nur eine Minute später missglückte Wome der Klärungsversuch nach Schäfers Flanke völlig, und der Kopfball des Verteidigers landete im eigenen Tor - 1:2 (74.).

Der Doppelschlag brach Köln das Genick. Verzweifelt mühte sich die Soldo-Elf, bei der Ishiaku und nach dreimonatiger Verletzungspause auch erstmals wieder Novakovic eingewechselt wurden, zwar, die dicken Chancen hatten aber die Gäste. Grafite hätte die Entscheidung eigentlich schon besorgen müssen (83.), dem Brasilianer gelang diesmal aber trotz bester Chancen wenig. Immerhin bereitete der Torschützenkönig der vegangenen Saison das dritte VfL-Tor vor. Von Martins hinterlaufen passte Grafite im richtigen Moment zum eingewechselten Neuzugang, der Mohamad aussteigen ließ und den Endstand besorgte (87.).

Die Kölner treten am kommenden Samstag zu Hause gegen Frankfurt an, Wolfsburg empfängt am Sonntag den HSV.

15.08.09
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Köln
Aufstellung:
Mondragon (2,5) - 
Brecko (4) , 
McKenna (3,5) , 
Mohamad (2,5) , 
Wome (4)    
Petit (5)    
Pezzoni (3)    
Freis (4) , 
Maniche (3) , 
Ehret (2,5)    
Podolski (3,5)    

Einwechslungen:
76. Ishiaku für Pezzoni
84. Novakovic für Wome

Trainer:
Soldo
VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Benaglio (3) - 
Riether (2) , 
Madlung (5) , 
Barzagli (3) , 
M. Schäfer (3,5) - 
Josué (3,5)    
Ziani (4)    
Gentner (3)    
Misimovic (2,5) - 
Dzeko (2,5)        

Einwechslungen:
63. Martins     für Ziani
87. Zaccardo für Gentner
90. + 1 Dejagah für Dzeko

Trainer:
Veh

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Ehret (49., Linksschuss, Freis)
1:1
Dzeko (73., Linksschuss, Riether)
1:2
Wome (74., Eigentor, Kopfball, M. Schäfer)
1:3
Martins (87., Rechtsschuss, Grafite)
Gelbe Karten
Köln:
Podolski
(1. Gelbe Karte)
Wolfsburg:
-

Spielinfo

Anstoß:
15.08.2009 18:30 Uhr
Stadion:
Rhein-Energie-Stadion, Köln
Zuschauer:
48000
Spielnote:  2
abwechslungsreich und spannend bis zum 1:3, auf beiden Seiten auch mit spielerischer Klasse.
Chancenverhältnis:
4:9
Eckenverhältnis:
4:5
Schiedsrichter:
Thorsten Kinhöfer (Herne)   Note 2
ohne gravierende Fehler, zog seine wohltuend großzügige Linie in aller Gelassenheit durch.
Spieler des Spiels:
Sascha Riether
Brachte mit Flanken wie mit langen Bällen viel Gefahr, bereitete das 1:1 vor, insgesamt entscheidendes Schwungrad nach der Pause.
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