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Hannover 96
Hertha BSC
1.
15.
30.
45.






46.
60.
75.
90.












Hannover nunmehr sieben Spiele ohne Sieg.

Hertha BSC lebt wieder

Nicht nur, dass Hertha BSC den besseren Start in die Partie hatte, über die gesamten 90 Minuten erwies sich der Tabellenletzte als die bessere Mannschaft. Hannover spielte ängstlich und machte im Spielaufbau zu viele Fehler um die engagierten Herthaner in ernsthafte Gefahr zu bringen.

Berliner Jubel in der AWD-Arena: Raffael und Ramos nach dem 2:0.
Berliner Jubel in der AWD-Arena: Raffael und Ramos nach dem 2:0.
© picture-allianceZoomansicht

Die Hinrunde endete für die Niedersachsen mit einer 2:3-Heimniederlage gegen den VfL Bochum. Mit einem Sieg über Schlußlicht Hertha wäre die Distanz zu den Abstiegsplätzen aber wieder gewahrt. Dazu brachte Andreas Bergmann eine völlig neue Innenverteidigung. Eggimann und Neueinkauf Durica durften ran, weil Haggui (Afrika-Cup) und Schulz (vertrat den gesperrten Balitsch im Mittelfeld) ersetzt werden mussten. Zwei Neuzugänge brachte auch Friedhelm Funkel auf Seiten von Hertha BSC. Nach der 2:5-Pleite beim FC Bayern München am 17. Spieltag durften Gekas und Kobiashvili beginnen. Auch der Langzeitverletzte Kringe kam wieder zum Einsatz.

Hertha BSC begann die Partie schwungvoll, während Hannover 96 einige Minuten brauchte um Linie ins eigene Spiel zu bringen.

Dies führte zu ersten Chancen für den Tabellenletzten, doch in der 4. und 9. Minute hatte jeweils Ramos nicht das nötige Quäntchen Glück im Abschluß.

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Danach meldeten sich auch die Niedersachsen im Spiel an. Eine erste Kopfballchance hatte Bruggink in der 10. Minute. Der 96-Kapitän traf aber das Tor genausowenig wie auf der Gegenseite Cicero, der einen Distanzschuss neben das Tor von Fromlowitz setzte.

Hannover war aber jetzt besser im Spiel und hatte in der 23. Minute die bis dahin beste Chance des Spiels. Stajner hatte Ya Konan per Steilpass Richtung Hertha-Tor auf die Reise geschickt. Der Ivorer umkurvte Kobiashvili und Torwart Drobny, wurde jedoch vor dem leeren Tor durch von Bergen gestoppt.

Als Hannover in der Spur angekommen schien, schlug aber überraschend die Hertha zu: Eine Ecke von Raffael wehrte die 96-Abwehr zu kurz und in die Mitte ab. Verteidiger Piszczek nahm den Abpraller 15 Meter vor dem Tor direkt und hatte das Glück, mit seinem Schuss Torwart Fromlowitz zu tunneln. Der Ball schlug zum Entsetzen der Hannoveraner im Netz ein (30.).

Die Niedersachsen wirkten geschockt und die Hertha setzte sofort nach. Einen Abschlag von Fromlowitz fing Cicero ab und leitete sofort weiter auf Ramos. Der Kolumbianer setzte Raffael auf halbrechts mit einem Steilpass ein und Fromlowitz sah das Sportgerät viel früher wieder als ihm lieb war. Eine Chance den Schuss des frei auf ihn zulaufenden Raffael zu halten hatte der 96-Keeper allerdings nicht (33.).

In der Folgezeit zog sich die Hertha etwas zurück und überließ den 96ern mehr Platz im Mittelfeld. Die Bergmann-Elf wirkte aber geschockt und konnte mit dem Raum wenig anfangen. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Pinto noch eine kleine Chance, doch Drobny konnte den Berliner Vorsprung in die Pause retten.

Nach Wiederanpfiff zeigten die Hannoveraner mehr Engagement nach vorne, bissen sich aber ein ums andere Mal an der Hertha-Abwehr die Zähne aus. Die Berliner ließen sich jedoch nicht einschüchtern und hielten in der Offensive dagegen.

Dabei hatte Ramos in der 55. Minute die Vorentscheidung auf dem Fuß. Er setzte sich auf der rechten Seite gegen Durica durch und steuerte alleine auf Fromlowitz zu. Aus acht Metern versuchte er einen Heber über den 96-Keeper, doch der blieb lange stehen und fing den Ball locker ab.

Ein weiteres Tor für die Hertha wäre in dieser Phase des Spiels möglich gewesen, doch es fiel nicht. Ab der 65. Minute zog sich die Funkel-Elf tief in die eigene Hälfte zurück und lauerte auf Konter.

Hannover bekam dadurch viel Raum im Mittelfeld, konnte sich aber keine echten Tormöglichkeiten erarbeiten. Immer wieder standen sich die Spieler von Andreas Bergmann selbst im Weg oder machten sich mit ungenauen Abspielen das Leben schwer.

In der 80. Minute machten die Herthaner in Person von Gekas den Sack aber endgültig zu. Eggimann konnte zentral vor dem Tor vorher einen Versuch von Raffael noch verhindern, doch er legte den Ball Gekas vor die Füße. Der Grieche ließ sich nicht zwei Mal bitten und vollstreckte aus acht Metern unhaltbar zum 3:0.

Hannover hatte sich daraufhin aufgegeben und die Hertha ließ in Person von Cicero bei einem berechtigten Foulelfmeter (Durica an Ramos) sogar noch die Chance auf einen höheren Sieg aus (86.).

Nach 16 Spielen ohne Sieg meldet sich Hertha BSC im Kampf gegen den Abstieg wieder an, während Hannover 96 nach nunmehr 7 sieglosen Spielen in der Bundesliga schweren Zeiten entgegensieht.

Hannover gastiert am kommenden Samstag bei Aufsteiger Mainz, während die Hertha zur gleichen Zeit Borussia Mönchengladbach im Olympia-Stadion empfängt.

16.01.10
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hannover 96
Aufstellung:
Fromlowitz (4) - 
Cherundolo (5,5)   
Eggimann (5) , 
Durica (5)   
Djakpa (4,5) - 
C. Schulz (5)   
Pinto (5,5)   
Rama (4,5)      
Bruggink (5,5)    
Stajner (4)   
Ya Konan   

Einwechslungen:
30. Schlaudraff (5,5) für Ya Konan
54. Rosenthal (5) für Cherundolo
66. Hanke für Rama

Trainer:
Bergmann
Hertha BSC
Aufstellung:
Drobny (3) - 
Piszczek (2)    
A. Friedrich (3)    
von Bergen (2,5) , 
Kobiashvili (3)   
Lustenberger (3,5)   
Kringe (2,5) , 
Cicero (4) - 
Raffael (2,5)    
Gekas (3)       
Ramos (2)   

Einwechslungen:
73. Janker für Lustenberger
86. Domovchiyski für Gekas
90. Wichniarek für Ramos

Trainer:
Funkel

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Piszczek (30., Rechtsschuss)
0:2
Raffael (33., Rechtsschuss, Ramos)
0:3
Gekas (80., Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Hannover:
Stajner
(2. Gelbe Karte)
,
Rama
(1.)
,
Pinto
(3.)
,
C. Schulz
(5., gesperrt)
,
Durica
(1.)
Hertha:
Kobiashvili
(1. Gelbe Karte)

Besondere Vorkommnisse
Fromlowitz hält Foulelfmeter von Cicero (84.)

Spielinfo

Anstoß:
16.01.2010 15:30 Uhr
Stadion:
AWD-Arena
Zuschauer:
28712
Spielnote:  3,5
Berlins anständige Vorstellung wurde relativiert durch Hannovers desolate Präsentation, eine größtenteils einseitige Angelegenheit.
Chancenverhältnis:
4:8
Eckenverhältnis:
5:6
Schiedsrichter:
Peter Gagelmann (Bremen)   Note 3
souverän, klare Linie auch bei den persönlichen Strafen, einziges Manko: Hätte bei Drobnys Attacke gegen Ya Konan (21.) auch Elfmeter geben können.
Spieler des Spiels:
Lukasz Piszczek
Wichtiges Führungstor. Starker Offensivverteidiger. Machte die rechte Seite dicht, trieb mit Kringe an. Tolle Soli nach der Pause.
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