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Hamburger SV

Hamburger SV

2
:
1

Halbzeitstand
2:0
Werder Bremen

Werder Bremen


HAMBURGER SV
WERDER BREMEN
15.
30.
45.






60.
75.
90.












HSV siegt in Unterzahl - Boateng sieht Rot - Werder trifft dreimal die Latte

Jansen gibt die richtige Antwort, Wiese hilft mit

Im Nordderby gegen Werder Bremen behielt der HSV verdient die Oberhand. Dabei ließen sich die Hamburger auch nicht davon verunsichern, dass sie nach der Roten Karte gegen Boateng fast eine Stunde lang in Unterzahl agieren mussten. Letztlich gingen die Gastgeber einfach leidenschaftlicher zu Werke als die Bremer, die über weite Strecken zu umständlich agierten, mit drei Lattentreffern allerdings auch Pech hatten.

Marcell Jansen (Hamburger SV)
Traf im Schneegestöber von Hamburg: Marcell Jansen.
© picture allianceZoomansicht

HSV gegen Werder - keine Begegnung gab es in der Bundesliga-Historie häufiger. Im 91. Vergleich der beiden Nordrivalen schickte Bruno Labbadia die gleiche Elf aufs Feld wie beim 4:0 in Nürnberg. Ersatztorhüter Hesl, Rozehnal, Tavares, Trochowski, Tesche und Berg, die in der Europa League beim 0:1 in Tel Aviv eine Chance erhalten hatten, mussten wieder auf der Bank Platz nehmen. Bei Werder nahm Thomas Schaaf nach dem 3:0 in Bilbao zwei Änderungen vor. Hunt und Marin kehrten auf Kosten von Borowski und Rosenberg zurück ins Team. Auf den Außenposition wurden die verletzten Fritz und Boenisch erneut von Prödl und Pasanen vertreten.

Bei schwierigen Platzverhältnissen waren es die Hamburger, die deutlich besser ins Spiel fanden. Das Resultat war die frühere Führung durch Mathijsen, der am Fünfmeterraum unbedrängt einköpfte, nachdem Jansen Aogos Ecke am ersten Pfosten verlängert hatte (9.). Werder agierte in der Anfangsphase zu umständlich und leistete sich zu viele Fehlpässe. Anders der HSV, der seine Angriffe immer wieder schnell vortrug. Vor allem Jansen und Elia sorgten über links ständig für Gefahr. Ein ums andere Mal liefen die Hamburger gegen die aufgerückte Viererkette der Gäste nur knapp ins Abseits.

Erst nach etwa 25 Minuten fand Werder zunehmend besser in die Partie und setzte durch Naldo ein erstes Zeichen in der Offensive. Ein schöner Seitfallzieher des Brasilianers klatschte an die Querlatte (27.). Im Gegenzug erzielte Elia fast das 2:0, wurde nach Demels Flanke von rechts am zweiten Pfosten von Prödl aber noch entscheidend gestört. Doch Werder agierte nun zielstrebiger. Bei einem Konter hatte Marin nur noch Boateng vor sich, der den Bremer kurz vor der Strafraumgrenze zu Fall brachte und von Schiedsrichter Florian Meyer dafür die Rote Karte sah (32.).

Der HSV hatte die richtige Antwort parat, allerdings unter gütiger Mithilfe von Tim Wiese. Nachdem Jansen von Elia schön in die Gasse geschickt worden war, eilte der Werder-Keeper völlig unnötig weit aus seinem Tor, kam mit seiner Grätsche jedoch zu spät. Aus 26 Metern schoss Jansen ins verwaiste Werder-Tor zum 2:0 ein. Die Gäste hatten durch Prödl (40.) zwar die Chance zum Anschlusstreffer, mussten kurz vor der Pause nach einer Ecke aber fast noch den dritten Gegentreffer hinnehmen. Diesmal war Wiese jedoch zur Stelle. Mathijsens Schuss aus kurzer Distanz entschärfte der Bremer-Keeper in spektakulärer Manier auf der Linie.

Nach dem Seitenwechsel ließ sich der HSV erwartungsgemäß ein wenig zurückfallen. Werder hatte deutlich mehr Ballbesitz, wusste damit aber nichts anzufangen. Die besseren Chancen hatten die dezimierten Gastgeber, die immer wieder über links kamen. Petric prüfte Wiese nach starken Einzelaktionen zweimal aus 20 Metern (52./57.). Schaaf reagierte, nahm den überforderten Prödl genauso vom Feld wie Özil. Rosenberg und Borowski sollten frischen Wind bringen. Außer einer Vielzahl von Standards sprang für die Bremer aber nicht viel raus. Nach einem Freistoß bot sich Hunt die große Chance zum Anschluss. Sechs Meter vor dem Tor traf der Bremer den Ball aber nicht richtig (65.).

In der Schlussphase ließen die Kräfte bei den Hamburgern zunehmend nach. Werder warf noch einmal alles nach vorne. Doch neben der Präzision (Frings und Borowski fanden in Rost ihren Meister) fehlte den Bremern auch das Glück. Binnen weniger Sekunden scheiterten Hunt und Marin wie schon Naldo im ersten Durchgang an der Querlatte. In der Nachspielzeit gelang Naldo per Kopf zwar doch noch das 1:2, wenig später war das mitunter hitzige Derby, in dem Schiedsrichter Meyer neben Rot gegen Boateng auch noch achtmal Gelb verteilte, jedoch beendet.

Damit überwintert der HSV, für den es am 16. Januar gegen den SC Freiburg weitergeht, auf Platz vier. Werder gastiert am selben Tag als Tabellensechster in Frankfurt.

20.12.09
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hamburger SV
Aufstellung:
Rost (3) - 
Demel (3)    
J. Boateng (4,5)    
Mathijsen (2)    
Aogo (3)    
Rincon (2,5)    
Jarolim (2,5)        
Torun (4)    
Jansen (2)        
Petric (3)    
Elia (1)

Einwechslungen:
37. Rozehnal (3) für Torun
80. Tesche für Petric
90. + 1 Berg für Jansen

Trainer:
Labbadia
Werder Bremen
Aufstellung:
Wiese (3,5) - 
Prödl (5)        
Mertesacker (4) , 
Naldo (2)        
Pasanen (3) - 
Frings (2,5)    
D. Jensen (4,5)        
Hunt (3,5)    
Özil (5)    
Pizarro (5) , 
Marin (4)

Einwechslungen:
57. Rosenberg (4) für Prödl
65. Borowski für Özil
85. Hugo Almeida für D. Jensen

Trainer:
Schaaf

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Mathijsen (9., Kopfball, Jansen)
2:0
Jansen (36., Linksschuss, Elia)
2:1
Naldo (90. + 3, Kopfball, Pasanen)
Rote Karten
HSV:
J. Boateng
(32., Notbremse, Marin)
Bremen:
-
Gelbe Karten
HSV:
Rincon
(2. Gelbe Karte)
,
Aogo
(4.)
,
Demel
(3.)
,
Jarolim
(3.)
Bremen:
Prödl
(1. Gelbe Karte)
,
D. Jensen
(2.)
,
Naldo
(3.)
,
Hunt
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
20.12.2009 15:30 Uhr
Stadion:
HSH-Nordbank-Arena, Hamburg
Zuschauer:
57000 (ausverkauft)
Spielnote:  2
ein packendes Derby trotz widriger Boden- und Wetterverhältnisse.
Chancenverhältnis:
6:8
Eckenverhältnis:
5:7
Schiedsrichter:
Florian Meyer (Burgdorf)   Note 1,5
harte Rote Karte nach Boatengs Einsteigen gegen Marin, aber regelkonform (32.), machte in einer schwer zu leitenden Partie fast alles richtig, auch der nicht gegebene Elfmeter bei der Aktion von Wiese gegen Tesche (89.) war vertretbar.
Spieler des Spiels:
Eljero Elia
Herausragend in der Spitze genauso wie später, als er aus dem Mittelfeld immer wieder mit seinen Tempoläufen für Druck sorgte.