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1. FC Köln

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Werder Bremen

 
1. FC Köln

0:0 (0:0)

Werder Bremen
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1. FC Köln
Werder Bremen
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.









Kölns Sturmproblem bleibt bestehen - Werders Serie hält

Novakovic vergibt zwei Matchbälle

Nach einer vor der Pause ansprechenden, nach dem Wechsel mäßigen Begegnung trennten sich Köln und Bremen nicht ungerecht torlos. Bremen, das seine Serie auf 23 Spiele ohne Niederlage ausbaute, war über 90 Minuten zwar die tonangebende Mannschaft, ohne Mesut Özil fehlten den Hanseaten aber gute Ideen. Köln lieferte defensiv eine solide Leistung ab und hatte zweimal die dicke Chance zum Sieg, machte aber deutlich, warum erst sieben Saisontreffer zu Buche stehen.

Marin enteilt Ehret (li.) und Pezzoni.
Hatten mit Marko Marin alle Hände voll zu tun: Kölns Fabrice Ehret (li.) und Kevin Pezzoni.
© picture allianceZoomansicht

Kölns Trainer Zvonimir Soldo wechselte nach dem 0:0 beim VfL Bochum zweimal. Kessler vertrat den verletzten Mondragon (Oberschenkelprobleme) im Tor, Podolski kehrte nach abgesessener Gelbsperre für Yalcin ins Team zurück. Etwas überraschend konnte auch Pezzoni auflaufen, der sich in Bochum eine Bänder- und Kapselverletzung zugezogen hatte.

Auf Bremer Seite tauschte Coach Thomas Schaaf im Vergleich zum glatten 4:1-Erfolg der Bremer B-Elf in der Europa League gegen Funchal fünfmal Personal aus. Naldo, Boenisch, Borowski, Hugo Almeida und Marin begannen anstelle von Prödl, Pasanen, Niemeyer, Marcelo Moreno und Rosenberg. Damit feierte Mielitz, der erneut für den weiterhin erkrankten Wiese das Tor hütete, Bundesligapremiere. Nicht mit dabei war Spielmacher Özil, der wegen einer Grippe passen musste.

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Köln machte von Beginn an keinen Hehl daraus, die Aufgabe Bremen mit einem defensiven Plan lösen zu wollen. Vor einer tief stehenden Viererkette empfingen die ebenfalls defensiv ausgerichteten Pezzoni, Petit und Maniche den Gast kurz hinter der Mittellinie, um nach etwaigen Ballgewinnen flink über Podolski und Chihi zu kontern. Werder baute zunächst geduldig auf und suchte die Lücke, fand vorerst aber keinen Zugang zum gut bewachten FC-Strafraum.

So war es der FC, der erste vielversprechende Nadelstiche setzte. Nach einer abgewehrten Bremer Ecke schnappte sich Podolski am eigenen Strafraum das Leder und machte sich zu einem sehenswerten Solo über den ganzen Platz auf. Hätte Naldo nicht 30 Mter vor dem Tor zur Textilbremse gegriffen, wäre der Heimkehrer wohl frei vor Mielitz aufgetaucht (12.). Nur zwei Minuten später war es wieder Podolski, der von links perfekt nach innen flankte, wo Novakovic aus fünf Metern frei zum Abschluss kam, die riesige Möglichkeit aber vergab und die Kugel am Kasten vorbeisetzte (14.).

Bremen ließ sich von den beiden Schrecksekunden nicht aus dem Konzept bringen und setzte den FC konsequent unter Druck. Eine echte Großchance wollte dabei aber nicht herausspringen. Mertesacker köpfte drüber (18.), Hugo Almeida genau in die Arme von Kessler (25.). Knifflig wurde es in der vor allem von Kölner Seite hart geführten Begegnung nach einer knappen halben Stunde. Marin klaute Mohamad 40 Meter vor dem Tor den Ball und wäre durch gewesen, wenn der Kölner nicht beherzt zugepackt hätte. Referee Jochen Drees zeigte dem Innenverteidiger nur Gelb (28.).

Auch in der Schlussviertelstunde des ersten Durchgangs machten die Hanseaten das Spiel. Marin (35.) und Hugo Almeida per Freistoß (43.) konnten Kessler aber nicht überwinden. Auf der Gegenseite jagte der halblinks durchgebrochene Chihi das Spielgerät bei einem Konter deutlich links daneben (36.), so dass es torlos in die Kabinen ging.

Der zweite Abschnitt, den der FC mit McKenna für den verletzten Ehret (Verdacht auf Muskelfaserriss) anging, begann eher schleppend, hatte dann aber einen Paukenschlag parat. Maniche spielte Novakovic sehenswert frei. Der Slowene stand alleine vor Mielitz, brachte das Leder aus 15 Metern aber nicht am glänzend reagierende Keeper vorbei und vergab so seine zweite "Hundertprozentige" (54.).

Insgesamt verflachte das Match in den zweiten 45 Minuten jedoch. Werder agierte bemüht, aber weitgehend einfallslos und schaffte es nur noch ganz selten, die Hintermannschaft der Domstädter ins Wanken zu bringen. Mertesackers Kopfball, der am kurzen Eck vorbeiflog, stellte noch die größte Bremer Gelegenheit dar (63.). Ansonsten plätscherte das Duell im rheinischen Regen weitgehend höhepunktlos vor sich hin.

Schaaf reagierte und brachte mit Rosenberg für Hugo Almeida frisches Offensivpersonal (70.). Es sollte nichts helfen. Wenn Werder ansatzweise Gefahr ausstrahlte, dann nur nach Standardsituation. Kessler hatte ab und an Mühe mit Frings' Hereingaben, die allerdings allesamt folgenlos blieben. Köln kämpfte und hielt den SVW so bis auf wenige Ausnahmen weit genug vom eigenen Gehäuse fern.

Am Ende hätte der FC sogar noch zum Siegtor kommen können, Petit war jedoch nicht in der Lage, Chihis flache Hereingabe von links aus zwölf Metern aufs Tor zu platzieren (86.). Weil auch Podolskis Kunstschuss aus über 40 Metern nach einem missglückten Befreiungsschlag von Mielitz geblockt wurde, blieb es letztlich beim torlosen Remis.

Am nächsten Spieltag gastiert Köln am Samstag beim SC Freiburg, Bremen hat am selben Tag Schalke 04 zu Besuch.

06.12.09
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Köln
Aufstellung:
Kessler (4) - 
Schorch (4)    
Geromel (4) , 
Mohamad (4)    
Ehret (4)    
Pezzoni (4) - 
Petit (4)        
Maniche (4)        
Chihi (3,5) , 
Podolski (5) - 

Einwechslungen:
46. McKenna (3,5) für Ehret
78. Freis für Maniche

Trainer:
Soldo
Werder Bremen
Aufstellung:
Mielitz (2,5) - 
Fritz (3,5) , 
Mertesacker (3) , 
Naldo (3)    
Boenisch (4,5)    
Frings (4)        
D. Jensen (4) , 
Borowski (4) - 
Hunt (4,5) - 
Hugo Almeida (5)    
Marin (2,5)

Einwechslungen:
70. Rosenberg für Hugo Almeida

Trainer:
Schaaf

Tore & Karten

 
Torschützen
keine
Gelbe Karten
Köln:
Mohamad
(3. Gelbe Karte)
,
Schorch
(1.)
,
Petit
(7.)
,
Maniche
(4.)
Bremen:
Naldo
(2. Gelbe Karte)
,
Boenisch
(1.)
,
Frings
(3.)

Spielinfo

Anstoß:
06.12.2009 15:30 Uhr
Stadion:
Rhein-Energie-Stadion, Köln
Zuschauer:
50000 (ausverkauft)
Spielnote:  4
über weite Strecken zerfahrenes, aber immerhin intensives und spannendes Spiel.
Chancenverhältnis:
4:4
Eckenverhältnis:
3:6
Schiedsrichter:
Dr. Jochen Drees (Münster-Sarmsheim)   Note 6
übersah ein elfmeterreifes Foul von Geromel an Naldo (17.), hätte Mohamad nach Notbremse gegen Marin Rot statt Gelb zeigen müssen (29.) und Marin Gelb nach einer Schwalbe (78.), hatte zudem große Probleme bei der Beurteilung von Zweikämpfen sowie der Bewertung persönlicher Strafen.
Spieler des Spiels:
Marko Marin
Sehr dribbelstark, setzte sich oft im Eins-gegen-eins durch, war häufig nur per Foul zu stoppen, trübte aber seine Leistung mit einer Schwalbe.
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