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SC Freiburg
1899 Hoffenheim
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.







Freiburg spielt erst nach der Pause mit und verliert zum vierten Mal in Folge

Nur Maicosuel betreibt Standfußball

Das erste Bundesliga-Duell zwischen Freiburg und Hoffenheim machte Lust auf mehr - zumindest die unterhaltsame zweite Halbzeit. Viel Leidenschaft, viel Spannung, viele Zweikämpfe prägten nach der Pause das badische Derby. Am Ende nahmen die Hoffenheimer die Punkte mit, weil sie schon mit einem richtig guten ersten Durchgang den Grundstein gelegt hatten. Die Belohnung: Platz fünf.

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Fußball, Bundesliga: Maicosuel (nicht im Bild) trifft für die TSG 1899 Hoffenheim beim SC Freiburg zum 1:0
Pouplin hat keine Chance: Maicosuels Traumtor bescherte Hoffenheim den Sieg in Freiburg.
© picture-alliance Zoomansicht

Abgesehen von der Chancenverwertung hatte SC-Coach Robin Dutt bei der jüngsten 0:3-Niederlage in Mainz nichts zu bemängeln. Und so blieb die Startformation auch beinahe unberührt: Einzig Uzoma verdrängte Schuster auf die Bank. Butscher agierte erneut als Innenverteider, Bastians auf der linken Seite. Ralf Rangnick wechselte indes im Vergleich zum 4:0 gegen Koblenz im DFB-Pokal-Achtelfinale zweimal: Beck und Simunic kehrten nach ihren Muskelfaserrissen zurück, Eichner und Zuculini mussten weichen.

Die Anfangsphase vor ausverkauftem Haus gehörte eindeutig den Gästen, die extrem aggressiv zu Werke gingen, viele Ballverluste auf Freiburger Seite provozierten und dann immer wieder schnell umschalteten. Die erste dicke Möglichkeit vergab Maicosuel im Duell mit Pouplin, nachdem Butscher eine Kopfball-Kerze fabriziert und Ibisevic schön quergelegt hatte (4.). Das SC-Spiel war nicht nur zu Beginn voll von Fehlpässen und anderen Unkonzentriertheiten, Hoffenheim wurde immer wieder zu Kontern eingeladen.

1899 agierte immer überlegener: Die Defensive stand, die Bälle wurden stets schnell zurückerobert, das Tempo war hoch - nur mit dem Kreieren klarer Chancen tat sich Hoffenheim schwer, beim letzten Pass haperte es. Die Breisgauer kamen zeitweise nicht einmal aus der eigenen Hälfte heraus, viele Aktionen wirkten einfach zu hektisch und unpräzise.

Der Spielstand war in dieser Phase das Beste aus Freiburger Sicht. Doch auch über den konnten sich die Hausherren bald nicht mehr freuen: Erst rettete Pouplin noch gegen Ibisevic nach einem starken Hoffenheimer Konter (38.), eine Minute später war auch der Franzose geschlagen. Maicosuel nahm einen Pass von Ibisevic an der Strafraumgrenze an; Bastians und Butscher ließen ihn gewähren, und so zwirbelte der Brasilianer die Kugel aus dem Stand perfekt oben rechts ins Eck. Mit einem hochverdienten 1:0 ging's in die Pause.

Mit einem Doppelwechsel (Makiadi und Reisinger für Bechmann und Cha) und offensichtlich den richtigen Worten reagierte Robin Dutt auf die schwache Vorstellung seiner Elf, die die zweite Hälfte deutlich engagierter und präsenter anging. Die TSG reagierte darauf mit Konterfußball, bei Salihovic (58.), Carlos Eduardo (60.) und Ibertsberger (61.) fehlte nicht viel zur Vorentscheidung. Sekunden später hatte Idrissou die bis dahin beste Freiburger Möglichkeit, köpfte Bastians' Flanke aus wenigen Metern aber knapp drüber.

Fußball, Bundesliga: Maicosuel (TSG 1899 Hoffenheim) bejubelt sein Tor beim SC Freiburg mit Franco Zuculini
Premieren-Matchwinner: Maicosuel (hier mit Zuculini) entschied das erste Bundesligaduell zwischen Freiburg und Hoffenheim.
© picture-alliance Zoomansicht

Ein schnelles, umkämpftes, chancenreiches Derby hatte sich entwickelt, beide Teams gingen mit viel Leidenschaft in die Zweikämpfe. Sie schenkten sich nichts. Luiz Gustavo forderte seinen eigenen Keeper (67.), bei Reisingers Volleyschuss fehlten zwei Meter (80.). Der SC tat alles für den Ausgleich, musste aber auf der anderen Seite aufpassen - doch 1899 ließ die Entscheidung liegen, Pouplin hielt Freiburg im Spiel: Gegen Carlos Eduardo (84.) und Einwechselspieler Vukcevic (89.) reagierte der Franzose stark. Doch es half nichts mehr, Hoffenheim überstand die hektische Schlussphase trotz schlechter Chancenverwertung.

Nach dem Seitenwechsel hatte Freiburg wirklich alles versucht, um die vierte Niederlage in Folge zu vermeiden - letztlich kostete die miese erste Hälfte dem SC einen Punkt. Am Samstag geht es in Bochum weiter. Weil die gesamte Konkurrenz an der Tabellenspitze am Samstag gepatzt hatte, kletterte derweil Hoffenheim mit dem verdienten Dreier auf Platz fünf der Tabelle. Den gilt es nächste Woche daheim gegen Wolfsburg zu verteidigen.

01.11.09
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SC Freiburg
Aufstellung:
Pouplin (2) - 
D.-R. Cha (5)   
Krmas (3) , 
Butscher (4)    
Bastians (4) - 
Banovic (3) , 
Uzoma (4)   
Jäger (3,5) , 
Abdessadki (4,5) - 
Bechmann (5)   

Einwechslungen:
46. Makiadi (4) für Bechmann
46. Reisinger (3,5) für D.-R. Cha
77. Schuster für Uzoma


Trainer:
Dutt
1899 Hoffenheim
Aufstellung:
Hildebrand (2,5) - 
Beck (3) , 
Simunic (3) , 
Compper (3) , 
Ibertsberger (3)   
Vorsah (2) , 
Salihovic (3)    
Ibisevic (4)   
Maicosuel (2,5)       

Einwechslungen:
82. Vukcevic für Ibisevic
90. + 1 Zuculini für Maicosuel
90. + 1 Eichner für Ibertsberger

Trainer:
Rangnick

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Maicosuel (39., Rechtsschuss, Ibisevic)

Spielinfo

Anstoß:
01.11.2009 15:30 Uhr
Stadion:
Badenova-Stadion
Zuschauer:
24000 (ausverkauft)
Spielnote:  2
temporeich, in der Schlussphase sehr spannend, hoher Unterhaltungswert.
Chancenverhältnis:
4:9
Eckenverhältnis:
5:7
Schiedsrichter:
Florian Meyer (Burgdorf)   Note 3
in vier strittigen Elfmeterentscheidungen nicht auf den Punkt zu zeigen, war jeweils vertretbar. Um die Partie bei aufkommender Hektik zu beruhigen, hätte er Gelb zeigen müssen, so zwingend bei Idrissous Foul an Beck (64.).
Spieler des Spiels:
Carlos Eduardo
Technisch enorm stark, mit vielen Einzelleistungen immer wieder gefährlich, gute Pässe in die Spitze - nur ein Tor fehlte.
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