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1899 Hoffenheim

 - 

Hamburger SV

 

3:0 (3:0)

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1899 Hoffenheim
Hamburger SV
1.
15.
30.
45.






46.
60.
75.
90.









Doppelpack von Obasi - HSV 45 Minuten vogelwild

TSG wie im Rausch auf Platz 1

Vorne hui und hinten hui. Im Spitzenspiel des 9. Spieltags holte Aufsteiger Hoffenheim durch ein 3:0 völlig verdient drei Punkte gegen den HSV und springt auf Platz 1. Die TSG lieferte eine ersten Halbzeit ab, die zum Zungeschnalzen war.

Obasi gegen Rost
Viel zu schnell: Obasi lässt Rost aussteigen und macht das 3:0 - der zweite Treffer des Nigerianers gegen den HSV.
© picture-allianceZoomansicht

Hoffenheims Coach Ralf Rangnick musste seine Startformation auf einer Position gegenüber dem 5:2-Sieg in Hannover umbauen. Weis hatte Oberschenkelprobleme, dafür spielte Salihovic, der bei den Niedersachsen als Joker glänzte.

HSV-Trainer Martin Jol musste nach dem UEFA-Cupspiel in Zilina (2:1) auf Atouba verzichten. Der Kameruner erlitt einen Riss der Achillessehne und fehlt mehrere Monate. Für ihn verteidigt Alex Silva, offensiv kommt Pitroipa für den angeschlagenen Guerrero.

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Hoffenheim setzte die Hamburger von der ersten Sekunde an unter Druck und presste die Hanseaten in deren Hälfte. Die Hoffenheimer agierten extrem zweikampfstark, vor allem Beck rechts hinten und Luiz Gustavo in der Mittelfeldzentrale, ließen wenig anbrennen. Dazu berauschte sich der Aufsteiger im Spiel nach vorne. Begünstigt wurde der Offensivschwung der Kraichgauer durch eine im ersten Abschnitt katastrophale Abwehrleistung des HSV. Vor allem Alex Silva in der Mitte, aber auch Mathijsen auf der linken Abwehrseite und Benjamin vor der Abwehr waren 45 Minuten lang heillos überfordert.

Die Folge: drei blitzsauber herausgespielte Tore. Das Führungstor fiel schon in der 7. Minute, als Obasi sich geschickt um Benjamin drehte und aus kürzester Distanz flach ins kurze Eck einschoss - HSV-Keeper Rost war machtlos. In der Folge rollte eine Angriffswelle nach der anderen auf das Tor der Jol-Elf, die zu keiner Zeit zu ihrer Linie fand. Jarolim oder auch Trochowski, der in den ersten 45 Minuten unter den Augen von Bundestrainer Löw völlig blass blieb, schafften es nicht, ein konstruktives Spiel oder auch nur eine Gegenwehr zu organisieren.

Den nächsten Treffer erzielte Ibisevic, der nach einer schönen Staffette über Salihovic und Ba den Abstauber aus wenigen Metern ins Netz drosch (13.) - es war das zehnte Saisontor des aktuellen Toptorjägers der Liga. Zudem traf Obasi in der 35. Minute erneut: Der Nigerianer schaltete nach einem kurz ausgeführten Freistoß von Ba und Salihovic am schnellsten und markierte mit einem schnörkellosen Sololauf um Keeper Rost das 3:0. Fast hätte Salihovic noch einen draufgesetzt, doch der Freistoßspezialist schlenzte die Kugel aus 28 Metern an den Pfosten (40.). Im Gegensatz zur Hoffenheimer Offensivpower gingen die Norddeutschen mit nur einem halben Torschuss - Petrics Direktabnahme wurde in der 6. Minute geblockt - in die Halbzeitpause. Getreu dem Motto: Es kann nur besser werden.

Und das wurde es auch. Vor allem, weil Jol in der Halbzeit wechselte. Der HSV-Trainer brachte Aogo für Benjamin, der im zentralen Mittelfeldbereich Riesenprobleme hatte. Aogo ging nach links hinten, Alex Silva rückte vor die Abwehr, und Mathijsen kehrte auf seine angestammte Innenverteidigerposition zurück. In der ersten Viertelstunde verlagerten die Hamburger das Geschehen etwas mehr in die Hälfte der Hoffenheimer und hatten durch Trochowski (52.) und Petric (57.) durch zwei Distanzschüsse erste Möglichkeiten.

Doch so richtig konnten sich die Hamburger nicht in vorderster Front durchsetzen. Abwehrmann Reinhardt hatte nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus nochmal eine Chance, die Hoffenheims Keeper Haas zunichte machte, aber eng wurde es für den Aufsteiger auch im zweiten Abschnitt nicht.

Carlos Eduardo gegen David Jarolim
Richtig niedergegerungen: Carlos Eduardo gegen David Jarolim.
© picture-alliance

Als die Hamburger dann ab der 75. Minute immer mehr aufmachten, fuhren die Hoffenheimer gefährliche Konter, doch im Gegensatz zu den vergangenen Spielen schloss die Rangnick-Elf diese nicht konsequent ab. Dennoch war es auch aufgrund der zweiten Halbzeit, in der der Aufsteiger zwei Gänge zurückschaltete und trotzdem die Spielkontrolle behielt, für die Rangnick-Elf ein absolut verdienter Sieg. Der Dreier im Spitzenspiel lässt den Aufsteiger auf Platz 1 springen.

Diesen gilt es für die Hoffenheimer in der englischen Woche in Bochum zu verteidigen, wenn die TSG am Mittwoch beim VfL antritt. Auch der HSV spielt am Mittwoch, zu Gast ist der VfB Stuttgart.

26.10.08
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1899 Hoffenheim
Aufstellung:
Haas (3) - 
Beck (2) , 
Jaissle (3,5) , 
Compper (4)    
Ibertsberger (3) - 
Carlos Eduardo (2)    
Luiz Gustavo (2,5) , 
Salihovic (2)    
Obasi (1)        
D. Ba (2,5)    
Ibisevic (2,5)    

Einwechslungen:
74. Vorsah für D. Ba
82. Teber für Salihovic
84. Copado für Carlos Eduardo

Trainer:
Rangnick
Hamburger SV
Aufstellung:
Rost (3,5) - 
Demel (5)        
Alex Silva (5) , 
Reinhardt (5)    
Mathijsen (5,5) - 
Jarolim (5) , 
Benjamin (6)    
Pitroipa (6)    
Trochowski (4,5)        
Petric (5) , 
Olic (5)

Einwechslungen:
46. Aogo (4) für Benjamin
71. Ben-Hatira für Trochowski
81. J. Boateng für Demel

Trainer:
Jol

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Obasi (7., Rechtsschuss, Carlos Eduardo)
2:0
Ibisevic (13., Rechtsschuss, D. Ba)
3:0
Obasi (35., Rechtsschuss, Salihovic)
Gelbe Karten
Hoffenheim:
Compper
(1. Gelbe Karte)
HSV:
Pitroipa
(1. Gelbe Karte)
,
Reinhardt
(2.)
,
Demel
(3.)
,
Trochowski
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
26.10.2008 17:00 Uhr
Stadion:
Carl-Benz-Stadion, Mannheim
Zuschauer:
26300 (ausverkauft)
Spielnote:  2
spektakulärer Angriffsfußball der Hoffenheimer, nach der Pause etwas nachlassendes Niveau.
Chancenverhältnis:
10:3
Eckenverhältnis:
6:4
Schiedsrichter:
Wolfgang Stark (Ergolding)   Note 3
hätte Pitroipa (44.) nach Foul an Ibertsberger Gelb-Rot zeigen, Alex Silva für sein Einsteigen gegen Luiz Gustavo (49.) verwarnen müssen. Ansonsten lag er richtig in einem schnellen, nicht einfach zu leitenden Spiel.
Spieler des Spiels:
Chinedu Obasi
Er war rechts, er war vorne, er war links, er war hinten - und schoss zwei Tore. Herausragend dazu in der Balleroberung.
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