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Bayern München

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VfL Wolfsburg

 
Bayern München

4:2 (1:2)

VfL Wolfsburg
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Bayern München
VfL Wolfsburg
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.













Bayern macht aus einem 0:2 ein 4:2

Klose beschenkt die Kollegen

Trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung gab es für den VfL Wolfsburg die siebte Niederlage in München in Folge. Mit einer Temposteigerung im zweiten Durchgang drehten die Münchner die Partie und verbuchten am Ende einen verdienten 4:2-Erfolg. Mit dem dritten Pflichtspielsieg in Folge ist die Klinsmann-Elf auf dem Weg nach oben.

Hasebe und Grafite
Im Jubel um sein Elfmeter-Tor gedachte VfL-Torjäger Grafite seinem kürzlich verstorbenen Vater.
© picture-allianceZoomansicht

Das Rotationsprinzip lässt Jürgen Klinsmann zwar vorerst ruhen, aber nach dem 3:0-Erfolg in der Champions League gegen Florenz war er zu zwei personellen Wechseln gezwungen. Sowohl Lahm (Sprunggelenksverletzung) als auch Toni (Rippenprellung) mussten verletzt passen. Es übernahmen die gleichen Akteure, die schon gegen Florenz eingewechselt wurden: Lell verteidigte links, Podolski stürmte neben Klose.

Felix Magath nahm aus freien Stücken ebenfalls zwei Änderungen in der Startelf vor, die zuletzt beim sicheren 4:1-Erfolg gegen Bielefeld überzeugt hatte. Kapitän Josué, der gegen Bielefeld aufgrund von Reisestrapapzen eine kleine Pause bekam, kehrte zurück, neben ihm kam im Mittelfeld auch Santana zum Einsatz. Gentner und Dejagah mussten zunächst mit einem Bankplatz Vorlieb nehmen. Torjäger Grafite war nach einem Trauerfall in der Familie bereits am Donnerstag aus Brasilien zurückgekehrt und lief von Beginn an auf.

Ganz behutsam starteten die Akteure in den Fußball-Samstag. Am ehesten ging bei den feldüberlegenen Münchnern etwas über links, aber Hereingaben von Zé Roberto (8.) und Lell (10.) brachten keinen Erfolg. Wolfsburg konzentrierte sich auf eine solide Defensive und suchte sein Glück in schnellen Kontern. Eine Taktik, die Santana hätte krönen können: Glänzend freigespielt tauchte der Nationalspieler Paraguays vor Rensing auf, scheiterte aber am stark parierenden Schlussmann (15.).

Wie man Chancen eiskalt nutzt, konnte sich Santana anschließend beim VfL-Sturmduo abschauen. Nachdem Dzeko gegen Demichelis einen Elfmeter herausgeholt hatte, indem er beim grätschenden Argentinier "einfädelte", traf Grafite sicher vom Punkt (31.). Nur zwei Minuten später stieg Dzeko am Fünfmeterraum unbedrängt hoch und lenkte eine Hasebe-Flanke per Kopf zum 2:0 ins Tor (33.).

Der Doppelschlag hinterließ bei der Klinsmann-Elf Wirkung, der viele leichte Fehler unterliefen. Doch die individuelle Klasse von Ribery brachte die Münchner noch vor der Pause wieder ins Spiel: Am Strafraumeck schnappte Ribery Schweinsteiger das Leder vom Fuß, zog noch ein paar Meter nach innen und traf dann flach links unten (41.).

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Zur zweiten Halbzeit brachte Klinsmann mit Borowski für Oddo mehr Offensivkraft ins Spiel. Lell wechselte auf die rechte Abwehrseite, Zé Roberto rutschte nach links hinten. Doch die Form des Brasilianers ist so gut, dass er auch aus der defensiveren Position heraus die erste Chance des zweiten Durchgangs hatte. Sein Schuss wurde in höchster Not von Madlung über das Tor gelenkt (50.).

Doch der FC Bayern agierte nach der Pause wesentlich schwungvoller, so dass sich schnell weitere Chancen ergaben. Und die Münchner nutzten sie: Nachdem Benaglio den Schuss des frei vor ihm auftauchenden Klose noch blocken konnte, köpfte van Bommel den Abpraller zum Ausgleich ein (54.). Gegen Borowskis Direktabnahme aus kurzer Distanz war der Schlussmann ebenfalls machtlos (63.). Diese Kaltschnäuzigkeit fehlte dem eingewechselten Gentner auf der anderen Seite, der die Kugel frei vor Rensing nicht im Netz unterbrachte (60.).

Bastian Schweinsteiger und Miroslav Klose
Bastian Schweinsteiger bedankt sich bei Miroslav Klose für die perfekte Torvorlage.
© picture-alliance

Bayern hatte eine starke Reaktion gezeigt und einen 0:2-Rückstand in eine 3:2-Führung verwandelt. Doch damit schaltete die Klinsmann-Elf mindestens einen Gang zurück. Wolfsburg erholte sich und belagerte zeitweise den Bayern-Strafraum. Insbesondere bei einem Lattenkracher von Schäfer geriet der Bayern-Erfolg ins Wackeln (72.).

Doch die sich bietenden Räume nutzten die Hausherren zu schnellen Kontern, die schließlich die Entscheidung brachten: Einen Kopfball von Klose nach exakter Zé-Roberto-Flanke drückte Schweinsteiger zum 4:2 über die Linie (80.). Dabei blieb es bis zum Schluss, weil Wolfsburg nun zurücksteckte und Ottl einen direkt vor ihm verspringenden Ball nur an den Pfosten des leeren Tores setzte (81.).

Aufgrund der englischen Woche geht es für beide Teams in der Bundesliga bereits schnell weiter: Der VfL Wolfsburg hat am Dienstag Borussia Mönchengladbach zu Gast, einen Tag später läuft der FC Bayern in Frankfurt auf.

25.10.08
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bayern München
Aufstellung:
Rensing (2,5) - 
Oddo (5,5)    
Lucio (5) , 
Demichelis (4,5) , 
Lell (4,5)    
van Bommel (3)    
Zé Roberto (2) - 
Schweinsteiger (4)    
Ribery (2)    
Klose (2)    
Podolski (5)    

Einwechslungen:
46. Borowski (2,5)         für Oddo
76. Ottl für Podolski

Trainer:
Klinsmann
VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Benaglio (3,5) - 
Riether (4,5) , 
Madlung (4,5) , 
Barzagli (4)    
M. Schäfer (3,5) - 
Josué (4,5) - 
Hasebe (4)    
Santana (5)        
Misimovic (5)    
Grafite (2,5)    
Dzeko (3)    

Einwechslungen:
57. Gentner (3,5) für Hasebe
64. Dejagah für Santana
80. Saglik für Misimovic

Trainer:
Magath

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Grafite (31., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Dzeko)
0:2
Dzeko (33., Kopfball, Hasebe)
1:2
Ribery (41., Rechtsschuss, Schweinsteiger)
2:2
van Bommel (54., Kopfball, Klose)
3:2
Borowski (63., Rechtsschuss, Klose)
4:2
Schweinsteiger (80., Linksschuss, Klose)
Gelbe Karten
Bayern:
Klose
(1. Gelbe Karte)
,
Borowski
(1.)
,
Lell
(1.)
Wolfsburg:
Barzagli
(1. Gelbe Karte)
,
Santana
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
25.10.2008 15:30 Uhr
Stadion:
Allianz-Arena, München
Zuschauer:
69000 (ausverkauft)
Spielnote:  2
in der zweiten Halbzeit ein offener Schlagabtausch, sehr kurzweilig und spannend, mit vielen Torszenen auf beiden Seiten.
Chancenverhältnis:
8:7
Eckenverhältnis:
2:3
Schiedsrichter:
Dr. Jochen Drees (Münster-Sarmsheim)   Note 4
die Elfmeterentscheidung war okay, dafür hätte er das 1:2 als aktives Abseits werten müssen, als Podolski Benaglio die Sicht auf Ribery nahm. Und: Hätte er seine Linie konsequent durchgezogen, dann hätte er Lell Gelb-Rot zeigen müssen (89.).
Spieler des Spiels:
Zé Roberto
Schon vor der Pause noch der beste in einer mäßigen Bayern-Elf, danach als Linksverteidiger stabil und als Ankurbler nicht zu bremsen.
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