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Hertha BSC

 - 

VfB Stuttgart

 

2:1 (1:0)

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Hertha BSC
VfB Stuttgart
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.









Erster Heimsieg für die Hertha

Mit Effizienz zum Erfolg

Nach einem über weite Strecken harmlosen Auftritt besiegte die Berliner Hertha den VfB Stuttgart sehr glücklich mit 2:1. Für die Favre-Elf war es der erste Heimerfolg in der laufenden Saison. Stuttgart investierte mehr, war über weite Strecken spielbestimmend, nutzte die wenigen Chancen aber nicht, so dass am Ende Kacar der Mann des Tages war.

Voronin und Pardo
Maskenmann: Andrey Voronin schützte seine gebrochene Nase (hier im Duell mit Pavel Pardo).
© dpaZoomansicht

Herthas Coach Lucien Favre verzichtet im Vergleich zum 1:0-Erfolg in Leverkusen auf seinen gefährlichsten Angreifer Pantelic, weil der nicht zum Training erschien, dafür rückte Lustenberger ins Team. Und für den verletzten van Bergen (Rückenprobleme) stand Stein in der Abwehrreihe.

Stuttgarts Trainer Armin Veh nahm nach dem 4:1-Kantersieg gegen Bremen ebenfalls zwei Veränderungen vor. Für Khedira (Außenbandriss im Sprunggelenk) und Osorio durften Delpierre und der genesene Pardo beginnen.

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Die ersten Minuten verliefen im Berliner Olympiastadion sehr ruhig. Die Hertha offenbarte dabei vor allem im Spielaufbau Probleme. Beim VfB war der Spielfluss besser, aber auch die Schwaben agierten zunächst vorsichtig aus einer gesicherten Defensive heraus. So suchte man Torraumszenen in der Anfangsphase vergeblich. Einzig Träsch hatte aus 18 Metern eine gute Einschusschance, als er aus vollem Lauf abzog, aber Stein stand im Weg und blockte ab. Danach kamen auch die Berliner etwas besser ins Spiel und kombinierten einige Male bis zum Strafraum, doch dort angekommen, wollte der letzte Pass einfach nicht gelingen.

Daneben gab es auch zwei heikle Situationen für das Schiedsrichtergespann. Gleich in der Anfangsphase landete die flache Hand von Raffael im Gesicht von Träsch und später fuhr Chahed gegen Boka die Hand aus. Beide Szenen blieben ungeahndet. Ansonsten gab es auf dem Spielfeld wenig zu sehen, bis die Berliner mit ihrer ersten Chance gleich in Führung gingen. Friedrich hebelte mit seinem Pass auf Raffael die Defensive der Schwaben aus, weil Träsch eine Abseitsposition verhinderte. Der Brasilianer legte im Strafraum quer zu Nicu, der nur noch einschieben musste (29.).

Die Veh-Elf blieb die richtige Antwort schuldig. Die Pässe wurden viel zu langsam gespielt, es war insgesamt zu wenig Bewegung und Tempo im Spiel. Die Gäste rückten jetzt zwar weiter auf, kamen aber bis zur Pause nicht mehr zu Gelegenheiten. Gomez gab keinen einzigen Torschuss ab. Vielmehr hatte die Favre-Elf jetzt mehr Platz in der Offensive, spielte die Kontermöglichkeiten aber nicht konsequent zu Ende.

Nach der Pause hatte der VfB gleich die erste gute Möglichkeit. Eine Pardo-Ecke wurde von Dardai unglücklich verlängert. Doch der überraschte Cacau vergab aus kurzer Distanz und schoss den Ball drüber (49.). Wenig später machte er es besser. Wieder schlug Pardo eine Ecke vors Tor. Diesmal verlängerte Gomez per Kopf und der Brasilianer drückte den Ball aus drei Metern über die Linie (51.).

Cacau
Sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich: Cacau erzielte das 1:1.
© dpa

Das Niveau des Spiels war weiterhin nicht sehr hoch und wurde jetzt auch zusehends härter. Gomez ärgerte sich nach einem Zweikampf gegen Cicero und trat nach. Der Schiedsrichter zeigte nur Gelb, weil der Nationalstürmer im letzten Moment zurückzog.

Stuttgart hatte weiterhin mehr Spielanteile, nutzte aber die Räume, die sich teilweise auf den Außenbahnen boten, zu wenig. So plätscherte die Partie ohne Höhepunkte dahin, erst die Schlussphase brachte nochmal Spannung. Nach einem schönen Pass von Gomez hatte Cacau die Chance, vergab allerdings aus kurzer Distanz die beste Möglichkeit (79.). Zwei Minuten später setzte Gomez den Ball an den Pfosten. Als die Hertha gerade anfing, um den einen Punkt zu bangen, schlug Kacar eiskalt zu und schockte die Gäste. Nach Pass von Nicu schoss der Serbe mit einem platzierten Flachschuss zum 2:1-Erfolg ein (87.).

Für die Hertha und den VfB geht das Mammutprogramm ohne Pause weiter, weil beide Teams am Donnerstag im UEFA-Cup antreten müssen. Für die Berliner geht es zunächst gegen Benfica Lissabon und am Sonntag geht's dann nach Dortmund. Der VfB muss beim FC Sevilla ran und in der Liga drei Tage später gegen Bochum.

18.10.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Drobny (3) - 
Chahed (3,5) , 
Simunic (3) , 
Stein (4) - 
Dardai (3) , 
Cicero (4) - 
Lustenberger (4)   
Nicu (2)    
Raffael (2,5)      
Voronin (4)   

Einwechslungen:
71. Kacar     für Lustenberger
90. + 1 Domovchiyski für Raffael

Trainer:
Favre
VfB Stuttgart
Aufstellung:
Lehmann (3) - 
Träsch (3,5) , 
Tasci (4) , 
Delpierre (3) , 
Magnin (3,5) - 
Pardo (2,5) , 
Hitzlsperger (3,5) - 
Hilbert (4) , 
Boka (3)   
Cacau (3)    
Gomez (3)      

Einwechslungen:
84. Elson für Boka
87. Ljuboja für Gomez

Trainer:
Veh

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Nicu (29., Rechtsschuss, Raffael)
1:1
Cacau (51., Rechtsschuss, Gomez)
2:1
Kacar (87., Rechtsschuss, Nicu)
Gelbe Karten
Hertha:
Raffael
(1. Gelbe Karte)
,
Voronin
(2.)
Stuttgart:
Gomez
(3. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
18.10.2008 15:30 Uhr
Stadion:
Olympiastadion
Zuschauer:
42336
Spielnote:  4
kein durchgehend gutes, aber ein bis zum Schluss spannendes Spiel: das turbulente Finale entschädigte etwas für die an Höhepunkten arme erste Halbzeit
Chancenverhältnis:
4:4
Eckenverhältnis:
3:6
Schiedsrichter:
Peter Sippel (München)   Note 4
übertrieben großzügig im Strafmaß, hätte den Schlag des später verwarnten Raffael gegen Träsch (2.) ebenso wie Chaheds Ellenbogen-Check gegen Boka (16.) mindestens mit Gelb ahnden müssen. Zudem war Gomez mit der Gelben Karte für sein Nachtreten gegen Cicero (58.) gut bedient.
Spieler des Spiels:
Arne Friedrich
War der Ruhepol in Herthas Deckung. Räumte hinten ab und ermöglichte mit seinem tollen Pass auf Raffael Herthas ersten Treffer.
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