Stuttgarts Trainer Armin Veh brachte nach dem aufregenden 2:2 gegen Cherno More Varna im Uefa-Cup drei neue Spieler: Träsch, Magnin und Cacau erhielten den Vorzug vor Lanig, Rudy und Marica. Auf der anderen Seite musste Werder-Coach Thomas Schaaf im Vergleich zum 1:1 bei Inter Mailand auf den Rot-gesperrten Mertesacker verzichten. Der Nationalspieler wurde durch Fritz vertreten.
Anfänglich taten sich beide Teams schwer, ins Spiel zu finden. Viele Ungenauigkeiten und zahlreiche Zweikämpfe sorgten dafür, dass der Spielfluss verloren ging. Mit zunehmender Spieldauer nahm der VfB Fahrt auf. Mit höherem Engagement und aggressivem Pressing entwickelten die Schwaben immer mehr Druck und kamen durch Gomez auch zur ersten Chance der Partie (15.). Drei Minuten später machte es Khedira besser: Nach feinem Direktpassspiel tauchte der 21-Jährige frei vor Wiese auf. Er umdribbelte den Werder-Schlussmann und brachte den Ball aus halbrechter Position im langen Eck unter.
Werder investierte nun mehr, bis auf eine Halbchance durch Rosenberg sprang jedoch nichts für die Hanseaten heraus (25.). Anders die Stuttgarter, die über Konter für Gefahr sorgten. So leitete dann auch ein Gegenzug das 2:0 ein: Hilberts Sololauf auf der linken Seite wurde zur Ecke geklärt. Bei dieser köpfte Pasanen den Ball direkt vor die Füße von Träsch. Der 21-Jährige hielt aus rund 20 Metern halblinker Position einfach volley drauf, versenkte den Ball im rechten Eck (29.). Sein Premieren-Treffer im Trikot der Veh-Elf war zugleich einer der Marke "Tor des Monats".
Die Bremer spielten weiter verunsichert und kamen erst nach 39 Minuten unter gütiger Mithilfe der Hausherren zu ihrer ersten klaren Möglichkeit: Der VfB spekulierte auf Abseits, verspekulierte sich aber. Rosenberg lief plötzlich alleine auf Lehmann zu und überlupfte schließlich den Stuttgarter Keeper. Doch sein unpräziser Heber ging rechts vorbei.
Kurz vor dem Pausenpfiff forderten die Schwaben Strafstoß: Gomez hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und zu Hilbert geflankt. Der Ex-Fürther wurde dann im Sechzehner von Prödl am Torschuss gehindert und kam zu Fall. Schiedsrichter Herbert Fandel ließ aber weiterspielen.

Bremens Trainer Thomas Schaaf reagierte auf die Leistung seiner Mannschaft. Baumann und Pizarro mussten raus, Hunt und Sanogo kamen rein. Doch klare Torchancen hatten weiterhin nur die Schwaben, die sich jedoch nicht durch Effektivität auszeichneten. So kam Gomez einen Schritt zu spät (46.), Tasci köpfte rechts vorbei (51.), und Cacaus Heber segelte knapp über die Latte (53.). Zehn Minuten später machte es Hilbert dann besser: Nach einem langen Abwurf von Lehmann lief Träsch auf der rechten Außenbahn auf und davon und flankte dann in den Sechzehner. Khedira verpasste das Leder am ersten Pfosten, doch Hilbert war am linken Fünfer-Eck zur Stelle.
Werder steckte jedoch nicht auf, blieb bemüht und kam zwei Minuten nach dem 0:3 zum Anschluss. Jedoch musste eine Standard-Situation dafür herhalten: Diego zirkelte einen Freistoß aus rund 20 Metern zentraler Position genau in den linken Torwinkel.
Gegen Ende verlor die Begegnung an Tempo. Dies lag vor allem an den Stuttgartern, die nun ihrem laufintensiven Spiel Tribut zollen mussten. Bremen blieb zwar bemüht, hatte auch mehr Spielanteile, konnte sich dennoch nicht entscheidend durchsetzen.
In der 88. Minute rappelte es dann noch einmal in der Kiste - und wieder musste Werder-Keeper Wiese hinter sich greifen: Hilbert setzte mit einem schönen Pass in die Gasse Lanig in Szene. Der kurz zuvor Eingewechselte zögerte lange, sorgte dann aber doch noch aus 15 Metern zentraler Position für den 4:1-Endstand.
Nach der Länderspielpause müssen die Stuttgarter am Samstag in Berlin bei der Hertha antreten. Bremen empfängt zeitgleich die Borussia aus Dortmund.
| VfB Stuttgart |
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| Werder Bremen |
Gelbe Karten |
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