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1. FC Köln
FC Schalke 04
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.










Schalke mit unterirdischer Leistung vor der Pause

Köln führt Schalke vor

Dank einer vor allem vor der Pause famosen Leistung besiegte der 1. FC Köln den Spitzenreiter aus Gelsenkirchen hochverdient, wenn auch viel zu knapp mit 1:0. Schalke, das zuvor seit April in der Liga ungeschlagen war, fand zu keinem Zeitpunkt ins Spiel und hatte es zum Seitenwechsel lediglich der Kölner Abschlussschwäche zu verdanken, nicht schon aussichtslos zurückzuliegen. Auch danach stellte Köln das bessere Team, wäre am Ende für die vielen vergebenen Chancen aber fast noch bestraft worden.

Jones (li.) gegen Vucicevic
Bot eine starke Leistung: Nemanja Vucicevic (re.), hier gegen Schalkes Jones.
© dpaZoomansicht

Kölns Trainer Christoph Daum änderte seine Elf nach der 1:3-Pokal-Niederlage in Mainz auf drei Positionen. Für Pezzoni, Vucicevic und Bundesligadebütant Ehret mussten McKenna, Broich und Radu auf die Bank. Schalke-Coach Fred Rutten wechselte nach dem 2:0-Sieg im DFB-Pokal gegen Hannover zweimal. An Stelle des Rot-gesperrten Ernst und Sanchez liefen Engelaar und Rakitic auf. Für Keeper Neuer kam ein Einsatz nach seinem Mittelfußbruch noch zu früh, er nahm allerdings auf der Bank Platz, weil sich der dafür vorgesehene Amsif im Training verletzt hatte.

Die Begegnung zwischen dem Aufsteiger und dem Tabellenführer begann gemächlich. Nach ereignislosen Anfangsminuten waren es allerdings die zuletzt gebeutelten Kölner, die erste Vorstöße wagten. Novakovic (7., 9.) strahlte zunächst jedoch mit seinen Versuchen keinerlei Gefahr aus, ehe aus dem leichten optischen Übergewicht der Daum-Elf eine klare spielerische Überlegenheit wurde. Nach einem zu hoch angesetzten Wome-Freistoß (15.) war es der auffällig agierende Novakovic, der die erste dicke Chance der Domstädter auf dem Fuß hatte. Von Pezzoni sehenswert auf die Reise geschickt, lief Novakovic alleine auf Fährmann zu, scheiterte mit seinem nicht unplatzierten Flachschuss aber am blitzschnell abtauchenden Fährmann (16.).

Auch in der Folge spielte nur eine Mannschaft. Und mit Köln war es nicht der Favorit. Schalke enttäuschte auf ganzer Linie, fand überhaupt nicht in die Partie und hatte mehrfach Glück, nicht in Rückstand geraten zu sein. Ehrets 17-Meter-Schuss verfehlte den linken Torwinkel nur knapp (22.), ehe Novakovic seine zweite "Hundertprozentige" vergab. Von Brecko aus der eigenen Hälfte in Szene gesetzt, hatte der Slowene alleine vor Fährmann viel Zeit, schoss aus zentraler Position aber überhastet Fährmann an (28.). Die darauf folgende Wome-Ecke köpfte Antar wuchtig an den Querbalken.

Die Führung für die Daum-Elf war längst überfällig, wollte aber lange nicht fallen - auch weil es Petit (37.) und Vucicevic (42.) zu schön machen wollten. Kurz vor der Pause war es dann aber doch soweit. Ein Wome-Einwurf sprang unberührt durch den Strafraum, ehe der freistehende Mohamad das Leder mit Wucht zum hochverdienten 1:0-Pausenstand einköpfte (43.).

Mohamad (2.v.l.) jubelt
Lässt sich feiern: Torschütze Youssef Mohamad (2.v.l.).
© dpa

Die Königsblauen, bei denen nach dem Seitenwechsel Sanchez Rakitic ersetzte, wirkten im zweiten Abschnitt bemühter, waren aber dennoch weiterhin weit von ihrer Normalform entfernt. Gegen nun nicht mehr bedingungslos stürmende Kölner erarbeitete sich die Rutten-Elf eine leichte Feldüberlegenheit, kam aber zu keiner nennenswerten Torchance. Anders der FC, der nun vermehrt konterte und durch Vucicevic (48., 51., 59.) gleich dreimal gefährlich vor Fährmann auftauchte.

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In der Folge verlor das Match etwas an Niveau. Schalke konnte nicht, Köln wollte nicht mehr. Der FC war in den letzten 20 Minuten verständlicherweise weniger an einem zweiten Tor, sondern vielmehr an einer stabilen Defensive interessiert. Trotzdem war es der Gastgeber, der - wenn auch meist ungefährlich - öfter vor des Gegners Gehäuse auftauchte.

Auch in der Schlussphase änderte sich das Geschehen auf dem Platz bis auf eine Ausnahme nicht mehr. Die Rutten-Elf blieb hilf- und ideenlos und ließ erst in der Nachspielzeit ein Aufbäumen erkennen. Der eingewechselte Asamoah köpfte eine Pander-Flanke zu Altintop, der ebenfalls per Kopf die riesige Chance zum Ausgleich hatte. Der Türke setzte das Leder gegen Mondragons Laufrichtung aber nur gegen den Innenpfosten.

Köln muss nächsten Samstag in Mönchengladbach ran, für Schalke geht es dagegen auf der internationalen Bühne weiter. Nach dem 4:1-Auswärtssieg im UEFA-Cup über APOEL Nikosia folgt am Donnerstag das Rückspiel auf Schalke, ehe am Sonntag Wolfsburg in Gelsenkirchen gastiert.

26.09.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Köln
Aufstellung:
Mondragon (3) - 
Brecko (3) , 
Geromel (2,5)   
Mohamad (2)    
Wome (3,5) - 
Petit (1,5) , 
Pezzoni (3) - 
Vucicevic (2,5)   
Antar (4,5) , 
Ehret (3)      
Novakovic (3)   

Einwechslungen:
78. Chihi für Ehret
82. Radu für Vucicevic
90. + 1 McKenna für Novakovic

Trainer:
Daum
FC Schalke 04
Aufstellung:
Fährmann (1,5) - 
Rafinha (3,5)   
Bordon (4,5) , 
Krstajic (5) , 
Pander (5) - 
J. Jones (4) - 
Westermann (5) , 
Engelaar (5,5)   
Farfan (5)   
Rakitic (5)   
Kuranyi (5,5)   

Einwechslungen:
46. Sanchez (5,5)    für Rakitic
69. Halil Altintop für Kuranyi
87. Asamoah für Engelaar

Trainer:
Rutten

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Mohamad (43., Kopfball, Wome)
Gelbe Karten
Köln:
Ehret
(1. Gelbe Karte)
,
Geromel
(2.)
Schalke:
Rafinha
(2. Gelbe Karte)
,
Sanchez
(1.)
,
Farfan
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
26.09.2008 20:30 Uhr
Stadion:
Rhein-Energie-Stadion
Zuschauer:
50000 (ausverkauft)
Spielnote:  3
eine Stunde lang sorgten die Kölner mit Powerfußball und guten Chancen für eine ansehnliche Partie, zu der die Schalker über die gesamte Spielzeit kaum etwas Positives beitrugen.
Chancenverhältnis:
7:2
Eckenverhältnis:
4:7
Schiedsrichter:
Florian Meyer (Burgdorf)   Note 3
ohne entscheidende Fehler, allerdings in der Anfangsphase mit erheblichen Schwächen bei der Vorteilsauslegung.
Spieler des Spiels:
Petit
Aggressiv, zweikampfstark, lauffreudig. Räumte defensiv fast alles ab und kurbelte das Offensivspiel als Initiator aus der Tiefe an.
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