KSC-Coach Edmund Becker tauschte im Vergleich zum 2:0-Pokalsieg in Offenbach zweimal: Nach überstandener Sprunggelenksverletzung kehrte Celozzi in die Anfangself zurück. Staffeldt musste dafür weichen. Darüber hinaus stürmte Timm anstelle von Kennedy.
Wolfsburgs Trainer Felix Magath hingegen ließ rotieren. Nach dem 7:0-Kantersieg beim FC Oberneuland kehrten Riether, Madlung, Hasebe, Gentner und Grafite für Zaccardo, Ricardo Costa, Rodrigo Alvim, Dzeko und Saglik ins Team zurück.
Bei bestem Fußballwetter entwickelte sich von Beginn an eine unterhaltsame Partie. Hohes Tempo und gefällige Kombinationen prägten das Bild auf dem Feld. Der KSC investierte zunächst etwas mehr, die Wölfe spielten kontrolliert und lauerten auf Konter. Beide Mannschaften leisteten jedoch gute Defensivarbeit, vor allem im Mittelfeld wurden die Räume sehr eng gemacht. Folglich blieben klare Einschussgelegenheiten Mangelware.
Je länger die Partei andauerte, desto mehr zeigte sich die reifere Spielanlage der "Wölfe", die immer mehr an Fahrt aufnahmen und zugleich zu guten Chancen kamen. Diese wurden dann aber fahrlässig ausgelassen. So verzog Gentner nach 17 Minuten vollkommen, neun Minuten später jagte Grafite den Ball frei stehend über das Tor. In der 33. Minute hatte wieder der Brasilianer die Führung auf dem Fuß, aber diesmal scheiterte er an der guten Reaktion von KSC-Torhüter Miller.
Die Badener zeigten sich beeindruckt vom Spiel der Niedersachsen, denen es aber am Zug zum Tor fehlte. Hasebes 18-Meter-Schuss war für Miller keine ernsthafte Prüfung (41.), und Riether hatte nicht den Mut, in guter Position selbst abzuschließen (43.).
In der 44. Minute wären die "Wölfe" dafür fast bestraft worden, aber da Silva hatte nicht genügend Zielwasser getrunken und schlenzte den Ball über das Tor.

Nach dem Seitenwechsel machte es Porcello per Freistoß besser! Der 28-Jährige hämmerte den Ball aus 20 Metern zentraler Position unter der Mauer hindurch ins linke Eck (51.). Die Magath-Elf reagierte auf den Rückstand mit wütenden Angriffen, doch blieb sie weiter ohne Fortune. Sowohl Misimovic als auch Dejagah fanden in Miller ihren Meister (53., 54.).
Durch das Tor waren die Badener nun endlich in der Partie angekommen und es entwickelte sich ein Spiel mit offenem Visier. Freis hätte das 2:0 besorgen können, aber der Mittelfeldspieler schob das Leder links vorbei (62.). Auf der anderen Seite rettete Celozzzi auf der Linie gegen Dzeko, der es per Kopf versucht hatte (66.).
In der 71. Minute erwies Grafite den "Wölfen" einen Bärendienst. Ohne Aussicht auf den Ball sprang der Brasilianer in KSC-Schlussmann Miller. Für dieses grob fahrlässige Verhalten sah er zum zweiten Mal Gelb und musste folglich vom Platz.
Vier Minuten später kam es noch dicker für die Magath-Schützlinge: Bei einem Konter flankte Iashvili von der linken Strafraumseite zu Freis, der unbedrängt aus zwei Metern das 2:0 besorgte.
Die Niedersachsen gaben sich nicht geschlagen und kamen durch den eingewechselten Ricardo Costa noch einmal heran. Eine Misimovic-Freistoßflanke von der rechten Seite wurde von Dzeko per Kopf an den zweiten Pfosten verlängert. Dort stand der Portugiese goldrichtig und köpfte aus vier Metern ins kurze Eck ein (79.). Kurz darauf hatte Misimovic den Ausgleich auf dem Fuß, aber der Bosnier schoss links vorbei (80.).
In der 87. Minute musste dann KSC-Keeper Miller mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden. Der Schlussmann war zuvor unglücklich mit Saglik zusammengeprallt, doch am Endergebnis änderte sich nichts mehr.
Der KSC muss am kommenden Freitag in Bielefeld antreten. Wolfsburg hingegen ist bereits am Donnerstag wieder gefordert. Bei Rapid Bukarest geht es dann um den Einzug in die Gruppenphase des UEFA-Cups.
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