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Hannover 96

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Bayern München

 
Hannover 96

1:0 (1:0)

Bayern München
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Hannover 96
Bayern München
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.







Bayern mit zweiter Niederlage in Folge

Huszti stürzt die Bayern

Durch ein Traumtor des Ungarn Huszti gewann Hannover das Spiel gegen den Favoriten aus Bayern knapp und bleibt damit seit zehn Heimspielen in Folge unbesiegt. Für die Münchner ist es die zweite Ligapleite hintereinander, die Generalprobe für das Champions-League-Heimdebüt in der nächsten Woche geriet damit gänzlich daneben.

Bayerns Lahm (re.) bremst hier Hannovers Stajner.
Bayerns Lahm (re.) bremst hier Hannovers Stajner.
© dpaZoomansicht

Fehlten bei Hannover bei der 0:2-Niederlage gegen Schalke 04 im DFB-Pokal noch ganze dreizehn Akteure im Kader, lichtete sich das Lazarett zum Spiel gegen den Rekordmeister. Fünf Änderungen nahm denn auch Coach Dieter Hecking vor. Für Herrmann, der aber im Kader blieb, Eggimann (Augenverletzung), Pinto, Krebs und Hanke liefen die wieder einsatzfähigen Cherundulo, C. Schulz, Schlaudraff (gegen seinen Ex-Verein), Huszti und Forsell auf. Rosenthal zerrte sich beim Aufwärmen, Stajner kam kurzfristig zum Einsatz.

Bei den Gästen aus München setzte Trainer Jürgen Klinsmann nach dem 2:0-Pokal-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg im fränkisch-bayerischen Derby auf Rotation. Vor dem Champions-League-Spiel gegen Lyon pausierten Zé Roberto und Lucio, Schweinsteiger und Oddo nahmen zunächst auf der Bank Platz. Neu in der Startelf waren Lell, Kapitän van Bommel, der brasilianische Verteidiger Breno und der argentinische Mittelfeldmann Sosa.

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Bei strahlendem Sonnenschein begann das Spiel eher schleppend. Hannover zog sich bei Ballbesitz des Rekordmeisters tief in die eigene Hälfte zurück und wartete ab, was die Klinsmann-Elf zu bieten hatte. Das war in den ersten Minuten, trotz Spielkontrolle und häufigem Ballbesitz nicht wirklich viel. Nur Demichelis nach einer Ecke sorgte für einen kurzen Moment des Schreckens in den Reihen der "Roten" aus Norddeutschland. Dann musste Jürgen Klinsmann bereits das erste Mal wechseln. Lell erlitt ohne Fremdeinwirkung einen Muskelfaserriss im Oberschenkel und wurde durch den Italiener Oddo ersetzt (14.).

Bayern agierte zwar dominant, aber über weite Strecken uninspiriert. Das motivierte 96. Die Gastgeber fanden nach und nach über den Kampf ins Spiel zurück, gewannen nun immer mehr Zweikämpfe und wurden mutiger. Ein Missverständnis zwischen Lahm und van Bommel führte dann zur Führung für die Hecking-Elf. Der Münchner Spielführer wusste sich gegen Huszti kurz vor dem eigenen Strafraum nur durch ein Foul zu helfen, nachdem weder er, noch Lahm konsequent zum Ball gingen. Der Ungar bedankte sich mit einem Traumtor per direktem Freistoß in den rechten Torwinkel (23.).

Und in der Folge blieb Hannover die bessere Mannschaft. Zweimal hatte Forsell gar das zweite Tor für 96 vor Augen. Doch erst vereitelte Rensing mit einer schönen Parade (30.)., dann vergab der Finne unbedrängt im Strafraum eine gute Kopfballgelegenheit (34.). Die Klinsmann-Elf steigerte sich kurz vor der Pause wieder etwas, aber ohne das Tor von Enke gefährden zu können.

Und der ehemalige Nationaltrainer auf der Bank der Süddeutschen reagierte auf die schwache Vorstellung seines Teams. Zur zweiten Halbzeit kam Ribery ins Spiel, sollte für mehr Schwung sorgen. Tatsächlich präsentierte sich der Deutsche Meister bemühter, das Spiel insgesamt gewann an Niveau. Denn auch Hannover kämpfte nun leidenschaftlich und versuchte die drei Stürmer der Bayern in Schach zu halten - Podolski hatte Ottl zwischenzeitlich ersetzt (64.) Das gelang den Gastgebern auch über weite Strecken glänzend. Denn große Chancen des Favoriten waren lange Zeit Mangelware. Einziges Manko: Eigene Konterversuche wurden nur unzureichend ausgespielt, fanden in der umsichtigen Abwehr der Gäste meist ein Ende.

Rensing im Bayern Tor reckt sich vergebens.
Rensing im Bayern Tor reckt sich vergebens. Husztis Freistoß schlägt zur Führung ein.
© dpa

Etwa 20 Minuten vor dem Ende nahm die Begegnung richtig Fahrt auf. Bayern stürmte nun wild, aber ohne wirkliches Konzept, Hannover stand jetzt wieder weit zurückgezogen. Und hatte dann endlich den Befreiungsschlag vor Augen: Aber Forsell traf nach einem tollen Doppelpass mit Schlaudraff aus spitzem Winkel nur die Latte (75.). In der Schlussphase wurde es dann turbulent: Erst brachte Breno als letzter Mann Schlaudraff aus dem Gleichgewicht, aber ein Schiedsrichterpfiff blieb aus. Im direkten Gegenzug vergab Ribery mit einem Schuss auf das lange Eck nur um Zentimeter (84.). Mit Glück und Geschick überstand Hannover dann die wenigen Minuten bis zum Schlusspfiff, sicherte sich drei Punkte gegen ein letztlich harmloses Bayern mit allzuwenig Durchschlagskraft.

Hannover muss in der Bundesliga am nächsten Sonntag bei Borussia Dortmund antreten. Bayern empfängt am Dienstag Olympique Lyon in der Königsklasse, dann geht es in der Liga am Samstag mit einem Heimspiel gegen Bochum weietr.

27.09.08
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hannover 96
Aufstellung:
Enke (3) - 
Cherundolo (4) , 
Vinicius (3) , 
Fahrenhorst (2,5) , 
Rausch (3,5) - 
Balitsch (3) , 
C. Schulz (3) - 
Stajner (5,5)    
Schlaudraff (3) , 
Huszti (3)        
Forssell (4)    

Einwechslungen:
77. Hanke für Forssell
90. Lala für Huszti
90. + 2 G. Krebs für Stajner

Trainer:
Hecking
Bayern München
Aufstellung:
Rensing (4,5) - 
Lell    
Demichelis (2,5)    
Breno (3) , 
Lahm (3) - 
van Bommel (3,5) , 
Ottl (4)    
Sosa (4,5) , 
Borowski (5)    
Klose (4) , 
Toni (5)

Einwechslungen:
14. Oddo (3,5) für Lell
46. Ribery (3,5) für Borowski
64. Podolski für Ottl

Trainer:
Klinsmann

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Huszti (23., direkter Freistoß, Linksschuss)
Gelbe Karten
Hannover:
-
Bayern:
Demichelis
(2. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
27.09.2008 15:30 Uhr
Stadion:
AWD-Arena, Hannover
Zuschauer:
49000 (ausverkauft)
Spielnote:  4
die spannende Schlussphase entschädigte ein wenig für das zuvor über weite Strecken emotionslose Spiel.
Chancenverhältnis:
4:4
Eckenverhältnis:
4:4
Schiedsrichter:
Knut Kircher (Rottenburg)   Note 3,5
lag richtig bei der schwierigen Entscheidung, den Zweikampf zwischen Breno und Schlaudraff nicht als Foul und Notbremse zu werten (83.), übersah zuvor jedoch das Zupfen Brenos gegen Forssell, der frei durchgewesen wäre (72.). Entschied bei 96 zu Unrecht auf Abseits (58., Stajner war passiv), hätte Cherundolo nach Foul an Ribery verwarnen müssen (74.).
Spieler des Spiels:
Frank Fahrenhorst
Stark im Zweikampf, kaum Fehler, guter Aufbau: Toni und Klose hatten einen schweren Stand gegen ihn und Nebenmann Vinicius.
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