Leverkusens Trainer Bruno Labbadia nahm nach dem 4:1-Pokalerfolg gegen Mainz zwei Änderungen an seiner Startelf vor. Barnetta und Djakpa starteteten für Kroos und Kadlec (5. Gelbe). KSC-Coach Edmund Becker tauschte nach dem 2:2 gegen Hoffenheim nur einmal Personal. Da Silva begann für Stindl, Kapitän Franz musste eine Gelbsperre absitzen.
Die Partie begann bei besten äußeren Bedingungen schwungvoll. Die abstiegsbedrohten Gäste zeigten sich zunächst konzentriert und zweikampfstark, kamen schnell zu guten Einschussmöglichkeiten. Kennedy (3.) und da Silva (6.) zeigten sich aber im Abschluss nicht konsequent genug. Auf der Gegenseite scheiterten Barnetta (6.) und Helmes (10.) aus aussichtsreicher Position. Karlsruhe hielt die Partie bis zur 20. Minute offen, Federico verpasste gar aus elf Metern die große Chance zur Führung (17.), doch eine starke Aktion von Renato Augusto diente Bayer als endgültiges Signal, die Zügel fester in die Hand zu nehmen. Mit viel Schwung spielte der Brasilianer die KSC-Defensive schwindelig, legte mustergültig auf Vidal ab, der nur knapp verfehlte (20.).
Der KSC zeigte sich in der Folge zwar in der Abwehr sattelfest, doch im Offensivspiel zunehmend unkonzentrierter und fahrig. Die Rheinländer kontrollierten nun die Partie, erarbeiteten sich gegen verbissen kämpfende Badener Feldvorteile, kamen aber nur selten gefährlich vor das Tor von KSC-Keeper Miller. Renato Augusto aus der Distanz (23.), Kapitän Rolfes aus knapp 25 Metern (36.) und wieder Renato Augusto mit einer gefährlichen Flanke (41.) sorgten für die spärlichen Höhepunkte bis zum Halbzeitpfiff von Referee Deniz Aytekin.
Zum Seitenwechsel reagierte Bruno Labbadia auf die wenig wirkungsvolle Darbietung seiner Elf und versuchte mit Castro und Charisteas seiner Elf neuen Angriffsschwung zu vermitteln. Doch lange Zeit überboten sich die Rivalen an Harmlosigkeit vor dem gegnerischen Tor. Das Spiel plätscherte ereignislos vor sich hin, erst knapp 20 Minuten vor dem Schlusspfiff erwachten die 22 Feldspieler auf dem Rasen aus ihrer Lethargie. Renato Augusto stellte Miller aber vergeblich auf die Probe.

Die Zuschauer von den Sitzen riss dann aber ein Karlsruher! Innenverteidiger Langkamp avancierte zum Held des Tages. Aus knapp 40 Metern Torentfernung schaufelte der Mann mit der Nummer 24 die Kugel eher unfreiwillig am völlig verdutzten Adler vorbei in die Maschen, überraschte so Freund und Feind gleichermaßen (72.).
Von diesem Nackenschlag erholten sich die Rheinländer nicht mehr. Karlsruhe verteidigte den Vorsprung mit viel Leidenschaft ins Ziel, war zudem mit dem Glück im Bunde, als Görlitz einen Ball noch von der Linie kratzte (79.). Nach neun sieglosen Spielen war es der erste Erfolg der Badener, die somit gerade noch rechtzeitig im Kampf um den Klassenerhalt aufwachten.
Leverkusen muss nun auswärts ran. Am kommenden Samstag spielt Bayer auf Schalke vor. Der KSC spielt dann zeitgleich vor eigenem Publikum gegen einen direkten Kontrahenten im Abstiegskampf - Cottbus ist zu Gast in Baden.
| Bayer 04 Leverkusen |
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| Karlsruher SC |
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0:1
S. Langkamp (72., Rechtsschuss)
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Gelbe Karten |

