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Hamburger SV

 - 

Hannover 96

 

2:1 (1:0)

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Hamburger SV
Hannover 96
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.









12. Heimsieg des HSV - 96 wacht zu spät auf

Petric als Blitzarbeiter

In einem mäßigen und lange Zeit wenig emotionalen Nord-Derby holte sich Hamburg gegen Hannover verdient drei Zähler und zieht nach Punkten mit dem Tabellenzweiten FC Bayern gleich. Zwei schnelle Tore jeweils zu Beginn der beiden Halbzeiten reichten der meist auf Sparflamme kochenden Jol-Elf gegen auswärts weiterhin sieglose Niedersachsen, die nur nach dem Anschlusstreffer kurz am Ausgleich schnupperten.

Alex Silva (Hamburg) im Zweikampf mit Hanno Balitsch
Alex Silva im Zweikampf mit Hanno Balitsch. HSV-Kapitän David Jarolim schaut zu.
© picture-allianceZoomansicht

Hamburgs Coach Martin Jol tauschte nach dem 1:2 bei ManCity im UEFA-Cup dreimal Personal aus: Für Mathijsen (Gelbsperre) sowie Aogo (Grippe, Bank) und Olic (Bank) standen diesmal Alex Silva, Tavares und Petric in der Startelf.

Bei Hannover brachte Trainer Dieter Hecking im Vergleich zum 2:0 gegen Hertha einen Neuen: Für Krzynowek (Bank) begann Krebs.

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Für die Hanseaten begann das Derby mit einem Start nach Maß - schon der erste Angriff brachte das 1:0: Boateng flankte aus dem rechten Halbfeld, Petric nahm den Ball in der Mitte aus elf Metern volley und jagte das Sportgerät ins rechte untere Eck, nach 62 Sekunden war die Führung perfekt (2.).

Hannover zeigte sich wenig geschockt. Brugginks Freistoß bedeutete den ersten Warnschuss der forsch nach vorne spielenden Gäste (4.). Zwar verhinderte Enke mit toller Parade gegen Trochowski das 0:2 - wieder hatte Boateng geflankt (12.), doch die Niedersachsen waren auch in dieser Phase schon das Spiel bestimmende Team. Chancen durchBruggink, dessen strammer 18-Meter-Schuss Zentimeter rechts am Tor von Rost vorbeiflog (13.), und Balitsch, der sein Visier aus der Distanz auch nicht genau genug eingestellt hatte (20.), unterstrichen Hannoverschen Offensivgeist.

Video zum Thema
kicker.tv Analyse- 20.04., 10:10 Uhr
Petric lässt den HSV weiter träumen
Der Hamburger SV bleibt im Titelrennen weiter an Bayern und Wolfsburg dran. Mladen Petric entschied mit seinem Doppelpack das Duell gegen Hannover (2:1). Die Niedersachsen hängen mit 16 sieglosen Auswärtspartien weiter in der Krisenregion der Tabellen fest.
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Der HSV war zu passiv, beschränkte sich vornehmlich darauf, in der Deckung sicher zu stehen. Nach einer guten halben Stunde war die Luft nach munterem Beginn raus, viele Fehlpässe auch im Aufbau beendeten meist schon früh beiderseitige Angriffsbemühungen. Bis kurz vor der Pause erlebten die Fans den Temperaturen entsprechend nur noch Sommerfußball. Eine Einzelaktion von Petric, der nur das Außennetz traf (40.), sowie Krebs' Riesenausgleichschance - halblinks frei vor Rost zielte der Franzose knapp über den Balken (42.) - verhinderten, dass die Fans auf den Rängen nicht einschliefen.

Petric kommt gegen C. Schulz und Eggimann zum Schuss
Doppeltorschütze Petric kommt gegen C. Schulz und Eggimann zum Schuss.
© picture-alliance

Mit Demel für den an der Wade angeschlagenen Boateng begannen die Hanseaten den zweiten Durchgang. Und auch der startete mit einem frühen Treffer - wieder durch Petric: Der Kroate profitierte von einer guten Einzelaktion Guerreros, der nach Sololauf Enke mit einem Schrägschuss aus 15 Metern prüfte. Der Nationalkeeper konnte den Ball nicht festhalten, Petric staubte aus kürzester Distanz ab - Saisontor Nummer zwölf (52.).

Der HSV hielt das Zepter nun fest in der Hand, im Gegensatz zu den ersten 45 Minuten blitzte jetzt ab und zu etwas Spielkunst auf: Trochowski hätte nach schönem Dribbling gegen nun biedere Gäste fast nachgelegt (58.). Die Hecking-Schützlinge mussten bis zur 67. Minute warten, ehe Hankes Kopfball die erste gelungene Offensivszene nach der Pause markierte.

Zwei Minuten später gab es Elfmeter für die Gäste, eine harte Entscheidung: Bruggink schoss einen Freistoß, Demel war in der Mauer mit der Hand am Ball. Der eingewechselte Forssell trat an und verwandelte flach ins linke Eck (70.).

Nun war mehr Feuer im Derby, 96 war endlich wieder aufgewacht und stand durch Stajners Flachschuss, den Rost prima entschärfte, vor dem Ausgleich (75.).

Danach aber hatte Hamburg die Partie wieder im Griff, war dem 3:1 mehrmals nahe. Doch Pitroipas Tor wurde fälschlicherweise wegen Abseits die Anerkennung versagt (80.), Jarolim zielte per Schrägschuss Zentimeter daneben (82.).

Die Gäste steckten nicht auf, kamen aber nicht mehr in den gegnerischen Strafraum, so dass der HSV nach fünf sieglosen Begegnungen gegen die Niedersachsen wieder einmal einen Dreier feiern konnte.

Hamburg hat am Mittwoch das DFB-Pokal-Halbfinale gegen Bremen vor der Brust, in der Liga folgt am Samstag die Reise nach Dortmund. Hannover spielt am kommenden Samstag daheim gegen Köln.

19.04.09
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hamburger SV
Aufstellung:
Rost (2,5) - 
J. Boateng (3)    
Alex Silva (4) , 
Gravgaard (3,5) , 
Jansen (3,5) - 
Jarolim (3) , 
Tavares (3,5) - 
Pitroipa (4)    
Trochowski (3,5) - 
Guerrero (3,5)        
Petric (2)        

Einwechslungen:
46. Demel (4) für J. Boateng
75. Olic für Guerrero
84. M. Ndjeng für Pitroipa

Trainer:
Jol
Hannover 96
Aufstellung:
Enke (2,5) - 
Eggimann (4,5) , 
C. Schulz (3) , 
Rausch (3) - 
Andreasen (4,5)    
Balitsch (3,5) - 
Stajner (4)        
Bruggink (3,5) , 
G. Krebs (5)    
Hanke (4)

Einwechslungen:
55. Forssell (3)     für Andreasen
85. Zizzo für Stajner
85. Balogun für G. Krebs

Trainer:
Hecking

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Petric (2., Linksschuss, J. Boateng)
2:0
Petric (52., Rechtsschuss, Guerrero)
2:1
Forssell (70., Handelfmeter, Rechtsschuss)
Gelbe Karten
HSV:
Guerrero
(6. Gelbe Karte)
Hannover:
Stajner
(3. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
19.04.2009 17:00 Uhr
Stadion:
HSH-Nordbank-Arena, Hamburg
Zuschauer:
56554
Spielnote:  3,5
nach frühem Tor gepflegte Langeweile bis zu Hannovers Anschluss, danach offener Schlagabtausch.
Chancenverhältnis:
7:5
Eckenverhältnis:
3:1
Schiedsrichter:
Markus Schmidt (Stuttgart)   Note 5
Demel beim Handspiel Absicht zu unterstellen und auf Elfmeter zu entscheiden, war zu hart, den Treffer von Pitroipa wegen Abseits abzupfeifen (80.) falsch.
Spieler des Spiels:
Mladen Petric
Erst per Traumtor mit links, dann per Abstauber mit rechts - er war der Hamburger, der den Unterschied machte.
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