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Hamburger SV

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VfL Wolfsburg

 
Hamburger SV

1:3 (0:2)

VfL Wolfsburg
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Hamburger SV
VfL Wolfsburg
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.













HSV mit erster Heimpleite - Demel verletzt

Grafite bleibt unerbittlich

Der HSV verspielte gegen einen stark aufspielenden VfL Wolfsburg die Rückkehr an die Tabellenspitze und musste die erste Heimpleite in dieser Spielzeit hinnehmen. Die Elf von Martin Jol fand zu keiner Zeit die Mittel, um Wolfsburg in Bedrängnis zu bringen. Zudem zeigte sich der niedersächsische Torgarant Grafite nach wochenlanger Verletzungszeit wieder gewohnt treffsicher. Der VfL Wolfsburg klinkt sich mit diesem Sieg in den Kampf um die Tabellenspitze der Bundesliga ein.

Wolfsburgs Grafite.
Kam, sah und traf gleich doppelt: Wolfsburgs Grafite.
© picture-allianceZoomansicht

Hamburgs Coach Martin Jol tauschte nach dem 1:0 gegen Nijmegen im UEFA-Pokal seine Startelf auf vier Positionen. Die in der Liga gesperrten Boateng (Gelb-Rot) und Benjamin (5. Gelbe) blieben draußen, genauso wie Rincon und überraschenderweise Petric. Somit starteten die selben elf Spieler wie vor Wochenfrist beim Auswärtserfolg in Leverkusen.

Auch beim VfL wirbelte Trainer Felix Magath nach dem UEFA-Pokal-K.o beim 1:3 gegen Paris seine Startformation mächtig durcheinander. Zaccardo und Hasebe rotierten auf die Bank, Caiuby stand nicht im Kader und Misimovic fehlte gelbgesperrt. Wieder dabei waren Kapitän Josué, Pekarik und die wiedergenesenen Dejagah und Grafite.

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Wenige Augenblicke waren verstrichen, da hatte Olic bereits die HSV-Führung gegen die "Wölfe" auf dem Fuß. Von Guerrero schön eingesetzt, nahm der Kroate die Vorlage direkt und zwang Lenz zu eienr ersten guten Parade (2.). Diese erste gute Chance für die Gastgeber bedeutete aber keineswegs den Sturmlauf zurück an die Tabellenspitze. Denn die Magath-Elf zeigte sich bissig in den Zweikämpfen, erlaubte sich kaum Fehler in der Defensive und setzte über sporadische Konter empfindliche Nadelstiche.

So auch in der elften Minute. Nach einer Hereingabe von der linken Seite hielt Aogo den Bosnier Dzeko im Luftduell zu heftig am Trikot - der Linienrichter hob sofort die Fahne und Schiedsrichter Guido Winkmann auf den Punkt. Grafite, gerade von einer Knie-OP wiedergenesener Toptorjäger der Wölfe, zeigte sich gewohnt nervenstark und verwandelte sicher.

Die Hamburger fanden einfach nicht die geeigneten Mittel, um die richtig sattelfest wirkenden Niedersachsen in bedrängnis zu bringen. Nur Olic probierte es nochmal nach einer schönen Aktion von Jansen, wieder war Lenz dem Torerfolg im Weg (21.). Und Wolfsburg agierte weiter eiskalt. Schäfer enteilte auf der linken Seite im Sprintduell Demel - der Hamburger verletzte sich dabei und musste abstoppen - Grafite war wieder zur Stelle und düpierte Keeper Rost erneut (24.).

Für Demel ging es dann nicht mehr weiter, für ihn kam Streit (30.) - am Spielverlauf änderte sich wenig. Die Gäste standen hinten sicher - bis auf eine Unsicherheit von Barzagli (33.) - und hatten bei einer Dejagah-Chance Pech, dass das dritte Tor vor dem Pausenpfiff nicht gelang (35.). Von einem gellenden Pfeifkonzert der HSV-Fans wurden die Mannschaften dann in die Kabinen begleitet.

Nach dem Seitenwechsel nahm Martin Jol Petric ins Spiel, wollte damit für neue Impulse sorgen. Auch mit dem kroatischen Topstürmer fiel den Hamburgern gegen nüchtern verteidigende "Wölfe" wenig Konstruktives ein. Die besseren Chancen lagen auf seiten der Gäste, Dzeko verpasste aus wenigen Metern die Vorentscheidung, jagte das Rund nur über den Querstreben (57.).

Dejagah wird hier von Trochowski am Fortkommen gehindert.
Kaum zu stoppen: Dejagah wird hier von Trochowski am Fortkommen gehindert.
© picture-allianceZoomansicht

Dann keimte doch noch einmal Hoffnung auf im Hamburger Stadion. Guerrero, der sich kurz zuvor seine fünfte Gelbe Karte und die damit verbundene Sperre eingehandelt hatte, traf nach Vorlage von Alex Silva in die Maschen (72.). Vier Minuten später jedoch ereilte die Hanseaten dann der endgültige Dämpfer. Madlung entdeckte in der HSV-Defensive Platz für einen tödlichen Pass auf Gentner, der hatte dann auch noch das Auge für den mitgelaufenen Dzeko. Es stand 3:1 für die Gäste und die erste Heimniederlage des HSV in dieser Saison nahm damit konkrete Formen an.

Denn in der Schlussphase - früh verließen die ersten Zuschauer ihre Plätze - konnte der HSV nicht mehr kontern. Petric zimmerte einen indirekten Freistoß im Strafraum in die massierte Gäste-Mauer (89.), dann war der Sturz des Tabellenführers perfekt und der VfL Wolfsburg heimste alle drei Punkte an der Alster ein.

Hamburg spielt nun am Mittwoch gegen Wehen im DFB-Pokal, am Samstag geht es in der Bundesliga zum Schlusslicht nach Gladbach. Der VfL misst sich im Pokal am Mittwoch mit Werder Bremen, dann empfangen die "Wölfe" am Samstag in der Liga den KSC.

01.03.09
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hamburger SV
Aufstellung:
Rost (3) - 
Demel (5)    
Gravgaard (4,5) , 
Mathijsen (4)    
Aogo (5)    
Jarolim (3) , 
Alex Silva (4,5)    
Trochowski (5)    
Jansen (3) - 
Guerrero (3,5)        
Olic (4)

Einwechslungen:
30. Streit (5) für Demel
46. Petric (4) für Aogo
71. Tavares für Trochowski

Trainer:
Jol
VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Lenz (2)    
Pekarik (3) , 
Simunek (2,5) , 
Barzagli (3) , 
M. Schäfer (2) - 
Schindzielorz (3)        
Josué (2,5)    
Dejagah (3,5)    
Gentner (2) - 
Grafite (1)            
Dzeko (2)    

Einwechslungen:
49. Esswein (3,5) für Grafite
65. Madlung für Dejagah
90. + 2 Hasebe für Schindzielorz

Trainer:
Magath

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Grafite (12., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Dzeko)
0:2
Grafite (24., Rechtsschuss, M. Schäfer)
1:2
Guerrero (72., Rechtsschuss, Alex Silva)
1:3
Dzeko (76., Linksschuss, Gentner)
Gelbe Karten
HSV:
Mathijsen
(3. Gelbe Karte)
,
Guerrero
(5., gesperrt)
,
Alex Silva
(4.)
Wolfsburg:
Josué
(2. Gelbe Karte)
,
Schindzielorz
(1.)
,
Lenz
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
01.03.2009 17:00 Uhr
Stadion:
HSH-Nordbank-Arena, Hamburg
Zuschauer:
57000 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
rassig und intensiv geführtes Nordderby.
Chancenverhältnis:
6:4
Eckenverhältnis:
4:2
Schiedsrichter:
Guido Winkmann (Kerken)   Note 3
gute Leitung, ließ sich von der hitzigen Atmosphäre nicht beeindrucken, lag bei fast allen wichtigen Entscheidungen richtig - Alex Silva stand frei vor Lenz jedoch nicht abseits (61.).
Spieler des Spiels:
Grafite
Glänzendes Blitz-Comeback. Eiskalt beim Strafstoß und genauso cool bei seinem zweiten Tor. Entschied die Partie im Alleingang.
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