Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel musste im Vergleich zum 1:0 in Karlsruhe auf Liberopoulos (Zehenbruch) verzichten, für den Kweuke (Startelf-Debüt) ins Team rutschte. Des Weiteren spielten Chris, Meier und Caio für Petkovic, Inamoto und Mahdavikia.
Beim FC Schalke brachte Coach Fred Rutten nach dem 1:1 gegen Dortmund zwei Neue: Kapitän Bordon lief trotz nicht ausgeheiltem Mittelhandbruch auf und ersetzte Höwedes. Überraschend rückte auch Sanchez für Asamoah in die Anfangsformation.
Viele intensive Zweikämpfe im Mittelfeld prägten die Anfangsphase, in der sich die Eintracht leichte optische Vorteile erkämpfte. Wie auch die "Königsblauen" hatten die Hessen zunächst aber keinerlei vielversprechende Offensivaktionen zu verzeichnen.
Bis zu 17. Minute, als Rafinha Meiers Kopfball nach einer Ecke von Caio kurz vor der Linie wegschlug. Die Gäste hatten Probleme in der Spieleröffnung, versuchten ihr Heil meist mit langen Pässen aus der Abwehr, die aber vorne nur selten einen Abnehmer fanden. Besser machte dies Frankfurt, das sich durchs Mittelfeld zu kombinieren suchte, was des Öfteren gelang: Fenin, von Caios Diagonalpass glänzend in Szene gesetzt, zwang Neuer mit einem 16-Meter-Schuss zu einer Glanztat (22.).
Köhlers Fauxpas, der Verteidiger spielte Sanchez den Ball in die Füße, rief erstmals Pröll auf den Plan, der das Geschoss des wuseligen Uruguayers zur Ecke faustete (27.). Es war das Signal für die Rutten-Elf, die nun deutlich besser in die Partie fand. Wacher, zweikampfstärker und mit deutlich verbesserter Spielanlage übernahm Schalke nun das Kommando. Sanchez verpasste frei vor der Nummer eins der Funkel-Schützlinge die Führung, kam im Duell mit dem Keeper zu Fall, doch Referee Meyer hatte kein Foul gesehen (35.).
Schalker Dominanz mündete dann kurz vor dem Kabinengang mit freundlicher Unterstützung von Eintracht-Keeper Pröll in die Führung der Gäste: Farfan legte rechts am Strafraum quer zu Rafinha. Der Brasilianer nahm den Ball kurz mit und zog dann aus 13 Metern ab. Pröll war noch dran, doch der Ball sauste unter seinen Fäusten hindurch zum 0:1 ins kurze Eck.
Zunächst ohne Personaltausch ging es nach Wiederanpfiff auf beiden Seiten weiter. Die Teams kamen zu Beginn der zweiten Halbzeit, die viele Zweikämpfe, viele Fouls und kaum Spielfluss bereithielt, nicht so recht in die Gänge. Markanteste Ereignisse der nun ganz schwachen Partie bis zur 70. Minute: Russ und Fenin sahen ihre fünfte Gelbe Karte und fehlen den Hessen nun in Bielefeld.
Die "Königsblauen" kontrollierten die Begegnung nach Belieben, spielten aber Offensivaktionen nicht konsequent zu Ende. Das lange Zeit emotionslose Frankfurt lebte mit den Einwechslungen von Korkmaz und Steinhöfer (60., 69.) dann wieder auf und entfachte nun endlich Druck. Kormaz' gelungenes Dribbling gegen Bordon eröffnete Russ die Riesenchance zum Ausgleich, doch der Verteidiger scheiterte aus fünf Metern an Neuer (70.).
Das 1:1 fiel aber doch, weil S04 nicht nur Offensivqualitäten vermissen ließ, sondern zudem hinten unaufmerksam war: Steinhöfer flankte von der linken Seite, in der Mitte ging Fink als einziger Akteur entschlossen zum Ball und nickte aus fünf Metern ins linke untere Ecke ein (81.).
Doch fast postwendend schlugen Bordon & Co. zurück: Engelaars Freistoß segelte ans linke Fünfereck, wo Bellaid per Kopf unfreiwillig nach rechts verlängerte. Westermann reagierte am schnellsten und drückte den Ball aus kürzester Distanz an die Unterkante der Latte, von wo das Leder ins Netz sprang (83.) - die Entscheidung, weil die Hessen nicht mehr entscheidend vor das Schalker Tor kamen.
Frankfurt tritt am nächsten Spieltag am Sonntag in Bielefeld an. Schalke reist am Dienstag im DFB-Pokal nach Mainz und empfängt in der Liga am Freitag den 1. FC Köln.
| Eintracht Frankfurt |
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| FC Schalke 04 |
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1:1
M. Fink (81., Kopfball, Steinhöfer)
1:2
Westermann (83., Rechtsschuss)
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Gelbe Karten |

