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VfB Stuttgart

 - 

1899 Hoffenheim

 

3:3 (2:2)

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VfB Stuttgart
1899 Hoffenheim
1.
15.
30.
45.






46.
60.
75.
90.















Salihovic scheitert vom Punkt - Boka verletzt

Ba macht's im Alleingang

In einem unterhaltsamen Derby vor ausverkauftem Haus mussten sich die Kontrahenten am Ende wie schon beim Hinspiel mit einer Punkteteilung begnügen. Das zweikampfbetonte Spiel wogte hin und her und hatte mit dem Hoffenheimer Ba den überragenden Akteur, der mit seinen drei Toren die Hoffenheimer im Alleingang zum Teilerfolg schoss. Beim VfB war es wie immer Gomez, der mit zwei Treffern und einer Vorlage glänzte. In der Nachspielzeit vergab Salihovic zudem einen Strafstoß.

Mario Gomez und Marvin Compper rangeln um den Ball.
Heiß umkämpftes Derby: Mario Gomez und Marvin Compper rangeln um den Ball.
© picture allianceZoomansicht

VfB Coach Markus Babbel nahm im Vergleich zum 1:2 in St. Petersburg drei Veränderungen vor und schickte Cacau, Simak und Boka für Marica, Lanig und Magnin aufs Feld.

Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick musste im Vergleich zum 1:4 gegen Leverkusen Keeper Hildebrand (Oberschenkelprobleme) ersetzen, so dass Haas zum Einsatz kam. Zudem standen Compper und Vorsah für Nilsson und Sanogo im Team. Damit war Ba die einzige nominelle Spitze bei den Gästen.

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Vor ausverkauftem Haus startete das Baden-Württemberg-Derby in der Mercedes-Benz-Arena sehr verhalten. Viele Ungenauigkeiten bestimmten die Anfangsphase, wo auf beiden Seiten spielerisch wenig zusammenlief. Schiedsrichter Michael Kempter ließ viel durchgehen, was die Spieler auf beiden Seiten zu zahlreichen Fouls nutzten.

Die Zuschauer mussten sich bis zur 21. Minute gedulden, ehe Simak einen ersten Warnschuss abgab. Die Führung gelang aber dann Hoffenheim mit seiner ersten nennenswerten Szene. Beck steckte für Ba durch, dem von Boulahrouz zu viel Platz gelassen wurde, so dass er aus spitzem Winkel ins lange Eck einschoss (24.). Lehmann war dran, konnte den Treffer aber nicht verhindern.

Es war der Weckruf, den die Schwaben offenbar gebraucht hatten, denn die Reaktion folgte unmittelbar. Gomez bediente Cacau, der von halblinks in den Strafraum zog. Compper kam einen Schritt zu spät, Haas zögerte etwas und der Brasilianer konnte einschieben (26.). Nur fünf Minuten später war die Partie gedreht. Die TSG konnte sich nach einem Eckball nicht befreien und der Ball landete bei Tasci, der von rechts vors Tor flankte. Ibertsberger ließ die Hereingabe passieren, und Gomez bedankte sich mit einem Kopfball aus vier Metern zum 2:1 (31.).

Cacau und Gomez
Erzielte die zwischenzeitlich Führung für den VfB: Mario Gomez.
© picture alliance

Zuvor musste der VfB schon früh wechseln. Nach einem groben Foul von Salihovic an Boka, für das er Gelb sah, musste der Ivorer mit Verdacht auf Innenbandriss vom Platz (30.). Magnin kam in die Partie und sorgte für einen unglücklichen Einstand. Kurz vor der Pause verlor er in der Vorwärtsbewegung den Ball an Vorsah, der blitzschnell umschaltet und Ba schickte. Alleine auf Lehmann zulaufend glich er vor dem Wechsel mit seinem zweiten Treffer aus (45.).

Ohne weitere personelle Veränderungen ging es zunächst weiter, ohne dass sich ein Team entscheidende Vorteile erspielt hätte. Die beste Möglichkeit hatten aber die Schwaben. In der Defensive fing Tasci einen Pass von Beck ab und leitete den Konter ein. Doch Gomez schoss knapp am linken Pfosten vorbei (55.). Das Spiel wurde weiter von beiden Seiten an der Grenze des Legalen geführt, so rutschte beispielweise Compper mit gestreckten Beinen in Osorio.

Der Mexikaner revanchierte sich sportlich, indem er mit einem tollen Pass Gomez ins Spiel brachte. Mit einem Lupfer über Keeper Haas erzielte der Nationalspieler die erneute Führung (63.). Die Freude darüber währte indes nur kurz. Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte war Ba durch, der Tasci davon lief und seinen dritten Treffer erzielte (67.). In der Schlussphase hatte Hoffenheim mehr vom Spiel und drängte auf die Entscheidung, doch die beste Chance vergab der eingewechselte Terrazzino (82.). In der Nachspielzeit rundete Magnin seinen unglücklichen Auftritt ab und foulte Carlos Eduardo im Strafraum. Den fälligen Elfmeter schoss Salihovic dann übers Tor und vergab damit die Chance auf den Dreier bei den Schwaben.

Für den VfB Stuttgart gibt es keine Ruhepause, denn am Donnerstag geht es im UEFA-Cup gegen Zenit St. Petersburg weiter und anm Sonntag steigt das nächste Derby beim Karlsruher SC. Hoffenheim spielt nächste Woche Am Samstag in Dortmund.

21.02.09
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfB Stuttgart
Aufstellung:
Lehmann (4) - 
Osorio (4) , 
Tasci (3) , 
Boulahrouz (5)   
Boka   
Khedira (3,5) , 
Hitzlsperger (2,5) - 
Hilbert (3,5) , 
Simak (4)   
Gomez (1)        
Cacau (3)          

Einwechslungen:
30. Magnin (5,5)    für Boka
71. Lanig    für Simak
83. Marica für Cacau

Trainer:
Babbel
1899 Hoffenheim
Aufstellung:
Haas (3,5) - 
Beck (3) , 
Jaissle (4) , 
Compper (4)   
Ibertsberger (3,5) - 
Vorsah (2) - 
Salihovic (4)   
Luiz Gustavo (3,5)   
Weis (4)   
Carlos Eduardo (3,5) - 
Ba (1)               

Einwechslungen:
68. Sanogo für Weis
68. Terrazzino für Luiz Gustavo
77. Teber für Ba

Trainer:
Rangnick

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Ba (24., Rechtsschuss, Beck)
1:1
Cacau (26., Rechtsschuss, Gomez)
2:1
Gomez (31., Kopfball, Tasci)
2:2
Ba (45., Linksschuss, Vorsah)
3:2
Gomez (63., Rechtsschuss, Osorio)
3:3
Ba (67., Rechtsschuss, Compper)
Gelbe Karten
Stuttgart:
Magnin
(2. Gelbe Karte)
,
Cacau
(3.)
,
Lanig
(3.)
,
Boulahrouz
(5., gesperrt)
Hoffenheim:
Salihovic
(6. Gelbe Karte)
,
Compper
(5., gesperrt)

Besondere Vorkommnisse
Salihovic schießt Foulelfmeter über das Tor (90. + 3)

Spielinfo

Anstoß:
21.02.2009 15:30 Uhr
Stadion:
Gottlieb-Daimler Stadion
Zuschauer:
54000
Spielnote:  1,5
Dramatik, Kampf, Spannung - worunter zuweilen das Fußballerische litt.
Chancenverhältnis:
5:5
Eckenverhältnis:
3:4
Schiedsrichter:
Michael Kempter (Sauldorf)   Note 2
ließ in einer schwer zu leitenden Partie viel laufen, lag bei allen wichtigen Entscheidungen richtig. Cacaus Einschreiten gegen Carlos Eduardo vor dem 2:1 war nicht so gravierend, als dass es abgepfiffen hätte werden müssen.
Spieler des Spiels:
Demba Ba
Drei Chancen, drei Tore. Der sperrige und zugleich geschmeidige Mittelstürmer war von Boulahrouz und Tasci nicht zu halten.
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