Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

Hertha BSC

 - 

Bayern München

 

2:1 (1:0)

Seite versenden

Hertha BSC
Bayern München
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.









Drobny überragend - Lell und Rensing patzen

Voronin schießt das Rumpfteam an die Spitze

Die personell arg gebeutelte Hertha gewann nach einer wahren Energieleistung mit 2:1 gegen den FC Bayern, der viel zu spät aufwachte. Doppeltorschütze Voronin und Keeper Drobny waren die Sieggaranten für die Berliner. Die Münchner müssen weiterhin auf ihre erste Top-Platzierung in dieser Runde warten.

Fußball, Bundesliga: Marko Babic setzt sich gegen Mark van Bommel durch.
der Berliner Marko Babic setzt sich gegen den Münchner Mark van Bommel durch.
© picture-allianceZoomansicht

Herthas Trainer Lucien Favre musste seine Anfangsformation gegenüber dem 1:1 in Bielefeld auf vier Positionen ändern. Von Bergen fiel kurzfristig aus, Kaka saß ebenso auf der Bank wie Cufré. Zudem war Cicero wegen einer Gelbsperre nicht dabei. Für dieses Quartett standen Friedrich (nach Rückenproblemen), Babic (Startelf-Debüt), Dardai nach überstandener Knie-OP sowie Rodnei in der ersten Elf. Letztgenannter feierte auf der linken Abwehrseite seine Bundesliga-Premiere.

Jürgen Klinsmann, der Trainer des FC Bayern, ließ die selbe Startformation wie auch beim 3:1 gegen Dortmund auflaufen. Insgesamt blieb die Münchner Anfangself damit zum vierten Mal in Serie unverändert.

- Anzeige -

Die Geschichte des ersten Durchgangs, der mit einigen ruppigen Zweikämpfen begann, ist schnell erzählt. Hertha stand tief und sehr kompakt, die Bayern hatten ein optisches Übergewicht, doch in den Strafraum der Hauptstädter kam die Klinsmann-Elf nicht. Dafür spielten die Münchner zu umständlich, zudem nahm Berlins Rechtsverteidiger Stein Ribery im ersten Abschnitt komplett aus dem Spiel.

Die Berliner ihrerseits suchten nur dann den Weg nach vorne, wenn sie relativ weit vorne den Ball eroberten. Doch das kam nicht allzuoft vor. Folglich resultierte der erste Aufreger des Spiels aus einer Standardsituation der Favre-Elf: Ecke Ebert, Toni klärte schlecht in die Mitte, wo Dardai sofort abzog. Der Ball rauschte Richtung linkes Toreck, doch dort stand Zé Roberto, der das Leder von der Linie schlug (30.). Rensing wäre schon geschlagen gewesen.

Kurz darauf war für den italienischen Weltmeister Schluss, Toni humpelte nach einem Schlag auf den rechten Knöchel vom Platz und wurde vom einzigen verbliebenen Stürmer, Donovan, ersetzt (35.).

Das Spiel plätscherte weiterhin vor sich hin. Ebert kam auf rechts an den Ball und drosch ihn aus der Halbposition weit in den Strafraum der Münchner. Außenverteidiger Lell irrte planlos umher und verließ sich zudem auf seinen Keeper Rensing, der nach ein paar Schritten nach vorne letztlich stehenblieb. Voronin kam dadurch am Fünfer völlig frei zum Kopfball und drückte den Ball per Kopf in die Maschen.

Im zweiten Durchgang deutete zunächst nichts darauf hin, dass das Spiel besser werden würde. Die Bayern agierten nach vorne weiterhin zu kompliziert, die Berliner ließen sich nicht rauslocken. Nach knapp einer Stunde reagierte dann Klinsmann und baute um: Rechtsverteidiger Lell raus, Mittelfeldmann Borowski rein, dafür rutschte Lahm nach rechts und Zé Roberto machte fortan über die linke Bahn Dampf.

Dass kurz darauf der Ausgleich fiel, war dann aber doch eher zeitlicher Zufall als diesen Umbaumaßnahmen geschuldet. Lucio hämmerte das Leder aus gut 30 Metern aufs Tor. Hertha-Keeper Drobny konnte den Flatterball gerade noch abwehren und zeigte auch gegen den Nachschuss von Schweinsteiger einen klasse Reflex. Doch beim dritten Versuch war Drobny schließlich geschlagen - Klose nickte aus kurzer Distanz ein (61.), die Hertha-Abwehr ließ ihren Torwart gehörig im Stich.

Jetzt wachten die Bayern auf und setzten die Berliner unter Druck. Donovan, der zuvor schon mit einem Kopfball an Drobny gescheitert war, nutzte auch eine zweite Großchance nicht, weil erneut Drobny zur Stelle war. Der Tscheche avancierte nun immer mehr zum Turm in der Schlacht.

Allerdings machte die Favre-Elf nicht den Fehler, sich nur hinten reinzustellen. Als Raffael in der Mitte plötzlich Platz geboten kam, startete Herthas Zehner durch und bediente Voronin mit einem zentimetergenauen Pass in den Lauf. Der Ukrainer stand alleine vor Rensing und markierte per Flachschuss die 2:1-Führung (77.).

Fußball, Bundesliga: Franck Ribery gegen Andrey Voronin.
Von wegen Spitzentanz: Franck Ribery gegen Andrey Voronin.
© picture-alliance

In den verbleibenden 13 Minuten warf der FC Bayern alles nach vorne, doch verteidigten Drobny, Friedrich, Simunic & Co. den knappen Vorsprung über die Zeit. Einmal mehr gewannen die Berliner mit einem Tor Vorsprung (zum neunten Mal!), der FC Bayern dagegen kassierte die vierte Saisonniederlage und muss weiter auf die Top-Platzierung in dieser Spielzeit warten.

Die Herthaner treten am kommenden Samstag in Wolfsburg an, die Münchner spielen zu Hause gegen den 1. FC Köln.

14.02.09
 
- Anzeige -

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Drobny (1,5) - 
Stein (3) , 
A. Friedrich (2,5) , 
Simunic (2) , 
Rodnei (3,5)    
Dardai (3)    
Nicu (3) - 
Ebert (2,5)    
Babic (4) - 
Raffael (2,5)    
Voronin (1,5)            

Einwechslungen:
87. Cufré für Rodnei
90. Domovchiyski für Voronin
90. + 2 Chermiti für Ebert

Trainer:
Favre
Bayern München
Aufstellung:
Rensing (3,5) - 
Lell (5,5)    
Lucio (4) , 
Demichelis (4) , 
Lahm (3,5) - 
van Bommel (4) , 
Zé Roberto (3) - 
Schweinsteiger (4,5) , 
Ribery (3,5) - 
Klose (3)    
Toni (4,5)    

Einwechslungen:
35. Donovan (4) für Toni
58. Borowski (4,5) für Lell

Trainer:
Klinsmann

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Voronin (38., Kopfball, Ebert)
1:1
Klose (61., Kopfball)
2:1
Voronin (77., Rechtsschuss, Raffael)
Gelbe Karten
Hertha:
Raffael
(2. Gelbe Karte)
,
Dardai
(2.)
Bayern:
-

Spielinfo

Anstoß:
14.02.2009 15:30 Uhr
Stadion:
Olympiastadion, Berlin
Zuschauer:
74244 (ausverkauft)
Spielnote:  3
nach langatmigem Auftakt auf mäßigem Niveau nahm die Partie nach der Pause Fahrt auf, bot mehr Torchancen und Spannung bis zum Schluss.
Chancenverhältnis:
4:7
Eckenverhältnis:
2:6
Schiedsrichter:
Florian Meyer (Burgdorf)   Note 2
wirkte angenehm unaufgeregt und ließ viel laufen, bewies dabei stets Präsenz und entschied in den wenigen brenzligen Situationen jeweils richtig.
Spieler des Spiels:
Jaroslav Drobny
Hielt Berlin gegen Donovan zweimal mir bravourösen Paraden im Spiel (54./71.), als Ruhepol souverän in der Luft wie am Boden.
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

- Anzeige -