Bremen startete durch den 2:1-Erfolg im DFB-Pokal gegen Dortmund erfolgreich ins Fußballjahr 2009. Beim Ligastart fehlten Trainer Thomas Schaaf aber mit den gesperrten Diego und Pizarro zwei Schlüsselspieler, zudem konnte Pasanen (Prellung) nicht auflaufen. Auch Hunt (Knie), Naldo (Wade), Prödl (Knochenödem) sowie der grippegeschwächte Baumann standen nicht zur Verfügung. Vranjes nahm den Platz von Diego ein, Niemeyer ersetzte Pasanen und Rosenberg kam für Pizarro. Bielefelds Coach Michael Frontzeck hatte kaum personelle Probleme, der gesperrte Schuler musste aber ersetzt werden. Kucera nahm den Platz auf der linken Abwehrseite ein. Neuzugang Muntenau gab sein Debüt hinter den Spitzen.
Werder machte von Beginn an Druck und ließ die Arminen in der Anfangsphase überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Außer zwei Eckbällen sprang für Bremen aber nichts heraus. Schon bald zeigte sich, dass bei der Heimelf Geduld gefragt war. Bielefeld igelte sich in der eigenen Hälfte ein und machte mit viel Laufbereitschaft und aggressivem Zweikampfverhalten die gut gemeinten Ansätze der Werder-Offensive zunichte. Zudem deuteten die Ostwestfalen in der 20. Minute bei einem schnellen Konter über Wichniarek und dem Abschluss von Lamey an, wie die Marschroute aussehen würde. Nur eine Minute später setzte die Arminia dies gegen die aufgerückte Werder-Abwehr eindrucksvoll um: Katongo schickte Lamey auf rechts, dessen scharfe Hereingabe Marx aus kurzer Distanz über die Linie bugsierte.
Auch nach dem Führungstor der Gäste änderte sich wenig. Bremen agierte einfallslos und viel zu umständlich, eine echte Chance ergab sich nicht. Bielefeld dagegen hätte nach einem schnellen Vorstoß beinahe das 2:0 markiert. Wieder kamen die Arminen über rechts, den Rückpass von Kirch nach Katongo-Zuspiel setzte Wichniarek knapp rechts vorbei. Die Schaaf-Elf mühte sich weiter und kam vor der Pause glücklich zum Ausgleich. Eilhoff rutschte mit dem abgewehrten Ball in der Hand aus dem Strafraum, Hugo Almeida donnerte das Leder beim fälligen Freistoß vehement in die Maschen.
Der zweite Durchgang begann mit einem Paukenschlag. Frings vertändelte den Ball leichtfertig an Katongo, der Wichniarek mit einem Pass in die Tiefe in Szene setzte. Der Arminen-Torjäger schob überlegt am herausstürmenden Wiese vorbei ein (49.). Nach dem elften Saisontor des Angreifers suchte Bremen nach einer schnellen Antwort, Jensens Knaller entschärfte aber Eilhoff (51.). Nur kurz später blieb die Pfeife von Schiedsrichter Rafati stumm, als Mijatovic nach einer Ecke im eigenen Strafraum mit der Hand den Ball berührte. Pech für Bremen, das allerdings das Glück auf dem Platz nicht entscheidend erzwang. Zu durchsichtig wurden die Angriffe vorgetragen, meist durch die Mitte, wo die Arminen ein engmaschiges Netz aufgebaut hatten.
In der 71. Minute hatte Özil den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber an Eilhoff. Nur zwei Minuten später haderte Bremen erneut mit Referee Rafati, nachdem Almeida von Mijatovic bedrängt im Strafraum zu Fall kam. Bremen rannte in der Schlussphase mit dem Mute der Verzweiflung an, ein Fallrückzieher von Harnik und ein Knaller von Niemeyer, den Eilhoff glänzend parierte, waren aber gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Bielefelder die einzige Ausbeute.
Bremen muss am Samstag auf Schalke im Duell der Rückrundenauftakt-Verlierer antreten, Bielefeld hat am Freitag zu Hause mit Berlin eine hohe Hürde zu überwinden.
| Werder Bremen |
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| Arminia Bielefeld |
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1:1
Hugo Almeida (44., Linksschuss)
1:2
Wichniarek (49., Linksschuss, C. Katongo)
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Gelbe Karten |

