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Hamburger SV

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Bayern München

 

1:0 (1:0)

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Hamburger SV
Bayern München
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.









Donovan feiert Debüt

Petric holt Bayern auf den Boden

Drei Tage nach dem Gala-Auftritt von Stuttgart hat Hamburgs kroatischer Angreifer Mladen Petric den FC Bayern München auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und den HSV zumindest über Nacht an die Spitze der Bundesliga befördert. Im Nord-Süd-Schlager, der nach der Pause der Bezeichnung Spitzenspiel vollauf gerecht wurde, zeigten die Hamburger eine couragierte Leistung, besaßen am Ende allerdings auch eine gehörige Portion Glück, dass der Rekordmeister eine Vielzahl an Großchancen nicht zum Ausgleich nutzte.

Petrich bejubelt sein Tor zum 1:0.
Lell (li.) und Rensing sind konsterniert, Petric dreht nach seinem 1:0 jubelnd ab.
© picture allianceZoomansicht

Der HSV bestätigte die guten Vorbereitungsergebnisse durch den 3:1-Erfolg im DFB-Pokal gegen 1860 München. Martin Jol wechselte nach dem Viertelfinaleinzug zweimal. Pitroipa spielt an Stelle von Aogo, Jansen rutscht dadurch zurück in die Viererkette. Guerrero ersetzt den in der Liga gesperrten zukünftigen Münchner Olic.

Die Bayern reisten nach dem 5:1-Kantersieg beim VfB Stuttgart mit breiter Brust nach Hamburg. Trainer Jürgen Klinsmann verzichtete erwartungsgemäß auf personelle Wechselspiele.

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Das Spitzenspiel begann wegen des hohen Zuschauerandrangs mit etwa siebenminütiger Verspätung, wartete dann aber mit einer munteren Anfangsphase auf. Pitroipa setzte den ersten Torschuss der Partie rechts daneben (3.), ehe Schweinsteiger nur eine Minute später auf der Gegenseite die gute Chance zur Bayern-Führung liegen ließ. Nach einer Lell-Flanke drückte der Nationalspieler das Leder volley über die Latte (4.).

Der HSV schaffte es in der Folge, sich ein leichtes Übergewicht zu erarbeiten und hielt die Münchner Defensive auf Trab. Trochowski nutzte den ihm gegönnten Freiraum zu einem fulminanten Linksschuss aus der zweiten Reihe, den Rensing nur mit viel Mühe an den Pfosten lenken konnte (6.). Immer wieder schafften es die Hanseaten mit ausgezeichneten Steilpässen, die Viererkette des Rekordmeisters auszuhebeln. So hatten es Lucio (gegen Guerrero, 9.) und Lahm (gegen Pitroipa, 21.) jeweils ihrer Sprintstärke zu verdanken, dass der HSV keine weiteren Großchancen verbuchen konnte.

Die Hausherren zogen sich nun etwas weiter zurück und hatten gegen ansonsten weitgehend harmlose Bayern in der 28. Minute Glück, dass Referee Kircher ein Foul von Toni gesehen haben wollte, bevor der Italiener vorbei an Rost ins Tor traf. Die Partie geizte im Anschluss mit Höhepunkten. Ein Trochowski-Schuss, der sein Ziel weit verfehlte (32.), und ein harmloser Toni-Kopfball (38.) waren zunächst die einzigen nennenswerten Aktionen.

Dann aber kam der Bundesliga-Dino noch einmal. Guerrero prüfte Rensing aus 18 Metern, ehe die Norddeutschen in Front gingen. Ein von den Münchnern unzureichend abgewehrter Eckball landete bei Jarolim, der aus 21 Metern abzog. Rensing konnte die Kugel nicht festhalten und lenkte das Spielgerät genau zu Petric, der per Kopf mühelos die Hamburger Pausenführung besorgte (44.).

Die Anfangsminuten des zweiten Durchgangs hatten es in sich. Nach Zuspiel von Guerrero tauchte Petric alleine vor Rensing auf und spitzelte das Leder vorbei am Schlussmann an den Pfosten. Die Münchner bekamen den Ball nicht weg, so dass sich Sekunden später auch Guerrero die Chance bot, aus sechs Metern wuchtete der Ex-Bayer den Ball aber daneben (46.). Nur zwei Minuten später bediente Ribery Klose von links. Der Nationalstürmer kam aus kurzer Distanz zum Kopfball und sorgte damit für Aufruhr. Während die Münchner den auf der Linie tanzenden Ball vor Rosts Rettungstat hinter der Linie gesehen haben wollten, ließ Kircher weiterspielen (48.). Ähnlich knapp war es bei Tonis Kopfballversuch, den Trochowski von der Linie kratzte (55.).

Das Match wurde nun immer besser und verdiente sich das Attribut Spitzenspiel. Toni für Bayern (63.) und der sehr agile Trochowski für Hamburg (65.) zielten nicht genau genug, ehe Rost nur mit viel Glück einen 13-Meter-Schuss von Klose über die Latte lenken konnte (66.).

Es ging nun hin und her. Je länger das Spiel dauerte, desto wütender versuchte die Klinsmann-Elf, bei der Altintop, Borowski und Leihgabe Donovan ins Spiel kamen, den Ausgleich zu erzwingen, boten dem HSV dadurch aber freilich immer wieder Räume zum Kontern.

Die ganz großen Chancen hatten aber die Münchner. Toni köpfte aus drei Metern freistehend am Tor vorbei (69.), Borowski schoss aus 17 Metern haarscharf links daneben (78.), ehe Klose aus sechs Metern den auf der Linie postierten Boateng traf (82.). Hamburg kam in der Schlussphase kaum noch aus der eigenen Hälfte, während die Bayern den HSV-Strafraum unter Dauerbeschuss nahmen. Am Ende half alles nichts. Die HSV-Abwehr hielt stand und rettete den knappen Vorsprung über die Zeit.

Der HSV tritt am nächsten Samstag beim Karlsruher SC an, die Bayern empfangen am Sonntag Borussia Dortmund.

30.01.09
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hamburger SV
Aufstellung:
Rost (2) - 
Demel (3)    
Reinhardt (3)    
Mathijsen (3) , 
Jansen (2,5) - 
Jarolim (2,5) , 
Benjamin (3)    
Pitroipa (3)    
Trochowski (2) - 
Guerrero (3) - 
Petric (2)    

Einwechslungen:
64. J. Boateng     für Reinhardt

Trainer:
Jol
Bayern München
Aufstellung:
Rensing (5) - 
Lell (3)    
Lucio (2,5) , 
Demichelis (3)    
Lahm (2,5) - 
van Bommel (3)    
Zé Roberto (4)    
Schweinsteiger (3,5)    
Ribery (4,5) - 
Klose (4,5) , 
Toni (3,5)

Einwechslungen:
65. Hamit Altintop für Lell
70. Borowski für Zé Roberto
77. Donovan für Schweinsteiger

Trainer:
Klinsmann

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Petric (44., Kopfball, Jarolim)
Gelbe Karten
HSV:
Benjamin
(4. Gelbe Karte)
,
Pitroipa
(2.)
,
J. Boateng
(4.)
,
Demel
(6.)
Bayern:
Demichelis
(4. Gelbe Karte)
,
van Bommel
(4.)

Spielinfo

Anstoß:
30.01.2009 20:30 Uhr
Stadion:
HSH-Nordbank-Arena, Hamburg
Zuschauer:
57000 (ausverkauft)
Spielnote:  2
ein offener Schlagabtausch in hohem Tempo, geprägt von vielen Zweikämpfen und Dramatik.
Chancenverhältnis:
8:9
Eckenverhältnis:
5:7
Schiedsrichter:
Knut Kircher (Rottenburg)   Note 4,5
der intensive und schwer zu leitende Fight stellte das Gespann vor Probleme: Falsch war der Pfiff vor Tonis Tor bei dessem Zweikampf mit Reinhardt (29.), ebenso der Abseitspfiff gegen Guerrero (65.). Nicht zweifelsfrei zu erkennen war, ob Kloses Kopfball (47.) vollständig die Linie überschritten hatte.
Spieler des Spiels:
Piotr Trochowski
Das Spiel entschieden hat Petric, die Partie geprägt aber hat Trochowski, er war giftig, trickreich und suchte oft den Abschluss.
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