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FC Schalke 04
Hertha BSC
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.










Kuranyi muss zur Pause raus - Simunic mit Ellbogenschlag

Asamoah bestraft harmlose Hertha

Dank einer engagierten Leistung kam Schalke gegen eine ängstlich wirkende Berliner Mannschaft zu einem knappen Sieg. Einen Punkt hatte die Favre-Elf auch nicht verdient. Die Königsblauen konnten schalten und walten, wie sie wollten, ließen aber zunächst die nötige Genauigkeit vermissen. In der zweiten Hälfte vergaben die Schalker erstklassige Möglichkeiten, ehe Asamoah den Bann brach. Die harmlosen Berliner kamen auch danach kaum zum Zug und mussten nach vier Siegen in Folge wieder eine Niederlage hinnehmen.

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Gerald Asamoah
Urschrei der Erleichterung: Gerald Asamoah erzielte den goldenen Treffer für Schalke.
© picture alliance Zoomansicht

Schalke kassierte unter der Woche eine bittere 2:1-Niederlage in Enschede quittieren. Trainer Fred Rutten schenkte dennoch exakt derselben Elf das Vertrauen. Der angeschlagene Bordon saß nur auf der Bank. Drei Wechsel hingegen bei der Hertha nach der 0:1-Pleite gegen Galatasaray Istanbul. Cicero, Nicu und Kaka liefen für Chahed, Ebert und Pantelic in der Startelf auf.

Es war eine einseitige erste Hälfte in der Veltins-Arena. Die Schalker gaben klar den Ton an, doch die nötige Genauigkeit und die Konsequenz im Abschluss fehlte an allen Ecken und Enden. So entstand die erste Chance der Gelsenkirchener durch einen Fehler der Berliner. Kaka verlor den Ball in der eigenen Hälfte und brachte so Kurnayi ins Spiel. Leicht bedrängt scheiterte der Angreifer von der Strafraumgrenze aus mit einem Schlenzer an Drobny, der den Braten gerochen hatte (4.). In der 16. Minute war es Simunic zu verdanken, dass Kuranyi erneut nicht zum Torerfolg kam. Der Kroate klärte nach feiner Flanke von Westermann gerade noch vor dem Schalker. Eine exzellente Rettungsaktion, die die Hertha vor einem Rückstand bewahrte.

Der 16. Spieltag

Aufregung im Schalker Strafraum entstand nur einmal in der 18. Minute. Dem Tor von Kacar ging jedoch ein Foul an Krstajic voraus. Der Herthaner hatte den zum Kopfball gehenden S04-Verteidiger mit dem Arm nach unten gedrückt. Dass die Berliner zwei Stürmer aufstellten, war ansonsten beinahe unnötig. Denn nach vorne spielte Hertha nicht. So entstand stets dasselbe Bild. Die Königsblauen versammelten sich halbkreisförmig vor dem Tor der Favre-Elf, die tief in der eigenen Hälfte stand. Doch Schalke fand die Lücke nicht. Und die Flanken über die Außenpositionen waren zu ungenau. Zwei Versuche von Rafinha bildeten den typischen Verlauf ab. Die erste Hereingabe war viel zu kurz, die zweite viel zu lang. Abgesehen von einem Kopfballversuch von Asamoah nach einer Ecke, der knapp neben dem Tor landete (34.), blieben weitere gute Chancen bis zur Pause aus.

Der Beginn der zweiten Hälfte knüpfte an die ersten 45 Minuten nahtlos an. Die Unterschiede: Altintop kam für Kuranyi in die Partie, und die Versuche der Schalker wurden nun genauer. Doch nun mangelte es am Abschluss. Fahrlässig vergab Altintop zwei erstklassige Möglichkeiten, beide Male schoss er das Leder aus kurzester Distanz neben das Tor. Auch Asamoah bekleckerte sich in der 63. Minute nicht mit Ruhm, er beförderte den Ball nach Rafinha-Flanke mit der Hüfte ins Toraus. Doch nur zwei Minuten später machte er es besser. Farfans Flanke von der linken Seite flog über Drobny hinweg, Asamoah musste aus zwei Metern nur noch den Kopf hinhalten.

Friedrich und Kaka gegen Farfan
In der Defensive gefragt: Friedrich und Kaka versuchen, Farfan am Abschluss zu hindern.
© picture alliance

Somit wurden die Berliner doch noch für ihren blutleeren und ängstlichen Auftritt bestraft. Nun war die Hertha zum Mitspielen gezwungen - doch das tat sie auch in der Folgezeit nur äußerst selten. Auch die Einwechslungen von Domovchiyski und Pantelic brachten nicht den nötigen Schwung. Neuer musste nur einmal eingreifen, als Voronin nach eine Flanke von Dardai zum Abschluss kam, das Leder aber nicht voll traf (75.). Ansonsten blieb die Hertha erschreckend blass und einfallslos. Einen negativen Höhepunkt gab es aber noch: Simunic konnte in der Schlussphase von Glück sagen, dass er nach einem Ellbogenschlag direkt vor dem Schiedsrichter-Assistenten mit Gelb davon kam.

Im einzigen Sonntagsspiel des 17. Spieltags gastieren die "Knappen" bei Aufsteiger Hoffenheim. Die Berliner empfangen am Samstag den Karlsruher SC.

06.12.2008, 17:21
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Schalke 04
Aufstellung:
Neuer (3) - 
Rafinha (3,5) , 
Höwedes (3) , 
Krstajic (3,5) , 
Westermann (3,5) - 
F. Ernst (3) - 
Jones (3,5)   
Engelaar (3) - 
Asamoah (4)       
Farfan (3,5) - 
Kuranyi (5)   

Einwechslungen:
46. Halil Altintop (4) für Kuranyi
90. Kobiashvili für Asamoah

Trainer:
Rutten
Hertha BSC
Aufstellung:
Drobny (5) - 
Kaka (5) , 
Simunic (3)   
Stein (4,5)      
Dardai (3,5) , 
Kacar (4) - 
Nicu (4) , 
Cicero (5)   
Raffael (5)   
Voronin (4)   

Einwechslungen:
64. Domovchiyski für Raffael
71. Pantelic für Stein
77. Chermiti für Voronin

Trainer:
Favre

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Asamoah (65., Kopfball, Farfan)
Gelbe Karten
Schalke:
Jones
(4. Gelbe Karte)
Hertha:
Stein
(4. Gelbe Karte)
,
Simunic
(4.)
,
Cicero
(4.)

Spielinfo

Anstoß:
06.12.2008 15:30 Uhr
Stadion:
Veltins-Arena
Zuschauer:
60999
Spielnote:  4,5
wenig Tempo, Rasse und spielerische Klasse. Allenfalls für Taktik-Genießer ansprechend.
Chancenverhältnis:
5:1
Eckenverhältnis:
6:1
Schiedsrichter:
Michael Kempter (Sauldorf)   Note 4
weitgehend sichere Spielleitung, zeigte sich angenehm großzügig, als er Jones bei dessen Protest mit Gelb-Rot hätte vom Platz stellen können (52.). Falsch allerdings, Simunic für den Ellbogenschlag gegen Altintop nur mit Gelb statt Rot zu bestrafen (87.).
Spieler des Spiels:
Orlando Engelaar
Ballsicherer Taktgeber, bestimmte mit gescheiten Pässen und geringer Fehlerquote gemeinsam mit Ernst den Schalker Rhythmus.
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