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Bayern München

 - 

1899 Hoffenheim

 

2:1 (0:0)

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Bayern München
1899 Hoffenheim
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.










Ibisevic trifft zum 18. Mal im 16. Spiel

Luca Toni trifft ins weiß-blaue Herz

Der FC Bayern gewinnt durch ein Last-Minute-Tor von Luca Toni etwas glücklich gegen Hoffenheim und zieht nach Punkten mit 1899 gleich. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch auf hohem Niveau und den Zuschauern viel Unterhaltung. Ein Remis wäre das gerechtere Ergebnis gewesen, Hoffenheim verkaufte sich teuer.

Abgeschirmt: Hoffenheims Beck sichert den Ball gegen Bayerns Ribery.
Abgeschirmt: Hoffenheims Beck sichert den Ball gegen Bayerns Ribery.
© picture-allianceZoomansicht

Bei den Münchnern gab es im Vergleich zum jüngsten 2:0-Sieg in Leverkusen folgende personelle Änderung: Van Bommel (nach überstandener Grippe) durfte für Ottl ran.

Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick brachte nach dem 3:0-Sieg gegen Bielefeld Luiz Gustavo und Obasi nach deren verbüßten Sperren für Vorsah und Teber (beide Reservebank).

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Beide Teams gingen vom Anpfiff weg enorm hohes Tempo. Hoffenheim griff den FC Bayern ganz früh an und übte Druck aus. Es ging auf beiden Seiten hart zur Sache. Die Claims wurden abgesteckt, wobei sich der Liga-Neuling nicht im Geringsten zurückhielt.

1899 besaß die ersten beiden Chancen, doch Ba scheiterte zunächst an Rensing und übersah dabei den besser postierten Ibisevic, dann köpfte der Senegalese mit französischem Pass aus sieben Metern knapp drüber. Doch auch der FCB kam zu einer tollen Chance für einen Führungstreffer: Zé Roberto passte mustergültig zu Toni, der allein in der linken Strafraumhälfte auftauchte, aber mit links ans Außennetz hämmerte.

Kurz darauf gab's Diskussionen: Klose passte in den Strafraum zu Toni. Der Italiener legte den Ball an Haas vorbei und suchte dann gegen den völlig passiven Torhüter den Körperkontakt. Schiedsrichter Florian Meyer gab aber zurecht keinen Elfmeter.

Beide Teams verwöhnten das Publikum mit ausschließlich offensiv ausgerichtetem Tempo-Fußball. Bei den Münchnern waren einmal mehr Ribery, aber auch Kapitän van Bommel Dreh- und Angelpunkt, Takt- und Ideengeber. Die Kontrahenten waren sich aber auch nie zu schade, mal die Grätsche auszupacken. Das Spiel wurde insgesamt härter. Viele Fouls unterbrachen den Spielfluss.

Die Münchner erspielten sich nach einer guten halben Stunde ein optisches Übergewicht, ohne sich jedoch nennenswerte Chancen zu erarbeiten. Die TSG lauerte auf schnelle Gegenstöße, die aber nicht endscheidend und sauber zu Ende gespielt wurden.

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag! Weis tankte sich rechts durch und passte in die Mitte zu Ibisevic, der sich acht Meter vor dem Tor resolut gegen Oddo durchsetzte, den Ball kurz annahm und aus der Drehung einschoss (49.). Der 18. Treffer von Ibisevic im 16. Spiel!

1899 setzte sofort nach und Bayern gehörig unter Druck. Die Rangnick-Elf wirkte zeitweise wie im Offensiv- und Kombinationsrausch. Die TSG versäumte es aber, auch mit Zählbarem nachzulegen.

Der 1:1-Ausgleich für den FCB fiel zu diesem Zeitpunkt überraschend und nicht von ungefähr durch eine Einzelaktion: Weis klärte zur Mittellinie, aber genau in Lahms Füße. Der Nationalverteidiger zog los, wurde nicht angegriffen, lief in zentrale Position, zog mit rechts aus 18 Metern ab, Compper fälschte mit der Hacke noch leicht ab, der Ball schlug im linken Winkel ein (60.).

Jetzt hatten die Bayern in der nach wie vor schnellen und häufig durch mitunter harte Fouls unterbrochenen Partie Oberwasser: Luca Toni köpfte nach Oddo-Freistoß-Hereingabe mutterseelenallein aus sechs Metern links vorbei. Hoffenheim schien ein wenig dem hohen Anfangstempo Tribut zollen zu müssen. Das Passspiel in der Offensive war nicht mehr exakt genug, in der Defensive taten sich Lücken auf.

Faustabwehr: Bayern-Keeper Rensing rettet vor Ba.
Faustabwehr: Bayern-Keeper Rensing rettet vor Ba.
© imago

Auch in den Schlussminuten suchten die Protagonisten noch die Entscheidung. Keiner gab sich geschlagen, jeder wollte das Prestigeduell für sich entscheiden. Die Spieler gingen läuferisch bis an die Schmerzgrenze. Bei Hoffenheim sorgte die Hereinnahme von Salihovic nochmal für Schwung. Beide Teams hatten noch große Möglichkeiten zum 2:1 - Salihovic scheiterte allein vor Rensing am Keeper, Toni köpfte aus vier Metern drüber -, doch es dauerte bis zur zweiten Minute der Nachspielzeit, ehe die "Klinsmänner" entscheidend zuschlugen: Weiter Abschlag von Rensing zu Toni, der wollte zu Klose ablegen, doch Ibertsberger legte dem Italiener wieder auf. Luca Toni schoss aus kurzer Distanz, Haas konnte nicht mehr abwehren, 2:1!

Die Bayern kämpfen nun am Mittwoch in Lyon um den Sieg in der Champions-League-Gruppe F. Zum Hinrundenschluss der Bundesliga sind die Münchner in Stuttgart zu Gast. 1899 Hoffenheim empfängt am 17. Spieltag den FC Schalke 04.

05.12.08
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bayern München
Aufstellung:
Rensing (2,5)    
Oddo (3,5) , 
Lucio (1,5) , 
van Buyten (3) , 
Lahm (1,5)    
van Bommel (2,5) , 
Zé Roberto (2,5)    
Schweinsteiger (5)    
Ribery (3,5) - 
Toni (2,5)    
Klose (4)

Einwechslungen:
61. Borowski     für Schweinsteiger

Trainer:
Klinsmann
1899 Hoffenheim
Aufstellung:
Haas (3) - 
Beck (2)    
Jaissle (3) , 
Compper (2) , 
Ibertsberger (4) - 
Weis (1,5) , 
Carlos Eduardo (3,5)    
Obasi (2,5)        
D. Ba (4)    
Ibisevic (3)    

Einwechslungen:
74. Salihovic für Obasi
90. + 2 Vorsah für Carlos Eduardo

Trainer:
Rangnick

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Ibisevic (49., Rechtsschuss, Weis)
1:1
Lahm (60., Rechtsschuss)
2:1
Toni (90. + 2, Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Bayern:
Zé Roberto
(3. Gelbe Karte)
,
Rensing
(2.)
,
Borowski
(4.)
Hoffenheim:
D. Ba
(3. Gelbe Karte)
,
Obasi
(1.)
,
Beck
(6.)

Spielinfo

Anstoß:
05.12.2008 20:30 Uhr
Stadion:
Allianz-Arena, München
Zuschauer:
69000 (ausverkauft)
Spielnote:  1,5
Tempo, Intensität, Leidenschaft - das Spitzenspiel war top.
Chancenverhältnis:
7:5
Eckenverhältnis:
3:4
Schiedsrichter:
Florian Meyer (Burgdorf)   Note 2,5
hatte die schwierig zu leitende Partie im Griff, nur kleinere Fehler: Toni hätte Gelb sehen müssen, die Karten für Ba und Borowski waren übertrieben.
Spieler des Spiels:
Lucio
Der Brasilianer stand sensationell, gewann 86 Prozent seiner Zweikämpfe und war damit der beste Mann auf dem Platz.
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