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Borussia Dortmund

Borussia Dortmund

0
:
0

Halbzeitstand
0:0
VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg


BORUSSIA DORTMUND
VFL WOLFSBURG
15.
30.
45.
60.
75.
90.










Beide Serien haben weiter Bestand

Ein Remis für Taktikfüchse

Schiedlich, friedlich trennten sich die Kontrahenten in einer insgesamt ausgeglichenen Partie torlos. Wolfsburg war leicht überlegen, tauchte auch häufiger im BVB-Strafraum auf, ließ den letzten Willen zum Sieg aber ebenfalls vermissen. Dortmund bleibt somit zu Hause ungeschlagen, spielte aber schon zum sechsten Mal lediglich Remis. Wolfsburg wartet auswärts weiter auf den ersten Sieg.

Langes Bein: Wolfsburgs Gentner (re.) im Zweikampf mit Dortmunds Lee.
Langes Bein: Wolfsburgs Gentner (re.) im Zweikampf mit Dortmunds Lee.
© picture-allianceZoomansicht

Bei Borussia Dortmund gab es im Vergleich zum jüngsten 1:0-Sieg in Karlsruhe folgende personelle Änderungen: Schmelzer und Frei spielten an Stelle von Owomoyela (im Abschlusstraining umgeknickt) und Blaszczykowski (leichte Grippe, Reservebank).

Wolfsburgs Trainer Felix Magath sah nach dem 3:2-Erfolg im UEFA-Cup in Braga keinen Grund, seine Startelf zu ändern.

Die Anfangsphase verlief unspektakulär. Der Weg in den Strafraum war hüben wie drüben versperrt. Wolfsburg griff sehr früh an, verschob weit nach vorne und ließ den BVB nicht ins Spiel kommen. Wenn es die Borussen mit langen Bällen probierten, schnappte die VfL-Abseitsfalle zu. Einzig Zidan kam mal aus 15 Metern zum Schuss, zielte aber zu weit nach rechts (14.).

Der VfL war das taktisch cleverere Team. Die Wolfsburger stürmten zwar keineswegs bedingungslos oder spielten Dortmund an die Wand. Die Überlegenheit war vielmehr im Kleinen zu erkennen. Die Abwehr-Viererkette war hervorragend organisiert, rückte weit auf und verengte so die Räume schon im Mittelfeld. Nach Balleroberung zeigten sich die Magath-Schützlinge kombinationssicher und spielten gefällig über die Flügel (vornehmlich rechts). Nur ganz vorne, da fehlte die Durchschlagskraft. Die bis dato beste Chance: Riether flankte von der rechten Grundlinie hinter den zweiten Pfosten zu Gentner, der den Ball direkt zurück in die Mitte spielte, doch Dzeko verpasste einen Meter vor dem Tor (27.)!

Dem BVB war das Bemühen keinesfalls abzusprechen, der Einsatz stimmte, Ballbesitz hatten die Westfalen ebenfalls genug, doch die Passgenauigkeit ließ ebenso zu wünschen übrig wie Freis und Zidanes Aufmerksamkeit, wenn es um Abseitsstellungen ging. Zudem fehlte es dem BVB an Tempovariation, was es dem VfL erleichterte, effektiv zu verteidigen. Die letzte der wenigen Gelegenheiten vor der Pause gehörte folgerichtig Wolfsburg: Riether tankte sich rechts gegen Sahin durch, flankte weit in den Strafraum zu Schäfer, der aus sieben Metern aber ans Außennetz köpfte (45.).

Das Personal kam unverändert aus der Kabine, das Spiel blieb ebenfalls das Gleiche. Nahezu alles spielte sich im Mittelfeld ab, dichtgedrängt, mit hoher Fehlerquote. Torraumszenen waren Mangelware.

Keines der Teams wagte ein Risiko, bei Konterchancen wurde nicht nachgerückt, die Angreifer waren dann alleingelassen und ohne Chance. Sicherheit genoss höchste Priorität. Und je länger die Partie dauerte, desto weniger wollte naturgemäß eine der Mannschaften einen Rückstand riskieren. Was die Attraktivität nicht eben steigerte. Die Torhüter jedoch werden sich nicht beklagt haben, sie verlebten erstmal einen ruhigen Arbeitstag.

Einen Aufreger gab's eine Viertelstunde vor Schluss: Misimovic schoss aus 15 Metern flach aufs linke Eck, Weidenfeller tauchte ab und hielt sicher. Zuvor aber blockte Subotic einen Dzeko-Schuss mit dem rechten Arm, Schiedsrichter Gräfe entschied auf "unabsichtlich" und ließ weiterspielen.

Der VfL schaltete in der Schlussviertelstunde nochmal hoch: Die bis dahin beste Chance besaß Wolfsburg in der 78. Minute: Weidenfeller parierte aber mit einer hervorragenden Parade gegen einen Kopfball von Zaccardo aus nächster Nähe. Kurz darauf rettete der Keeper auch gegen einen Riether-Schuss im linken Eck.

Insgesamt galt aber für die Schlussphase wie für die gesamte Partie: Trainer und Taktikfüchse waren vom Spiel vielleicht begeistert, die Fans, die das Spektakel dem sicheren Remis vorziehen, weniger.

Für Borussia Dortmund geht es am Samstag in Bielefeld weiter, der VfL Wolfsburg ist am Donnerstag im UEFA-Cup gegen Portsmouth gefordert. In der Bundesliga ist am Sonntag Hannover 96 zu Gast.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Borussia Dortmund
Aufstellung:
Weidenfeller (2) - 
Y.-P. Lee (3) , 
Subotic (3) , 
Hummels (3) , 
Schmelzer (4) - 
Tinga (2,5) - 
Kringe (4)    
Sahin (5)        
Hajnal (4,5) - 
A. Frei (5)    
Zidan (5,5)    

Einwechslungen:
57. Blaszczykowski (3) für Zidan
71. Buckley für Sahin
77. Sadrijaj für A. Frei

Trainer:
Klopp
VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Benaglio (3) - 
Riether (3) , 
Barzagli (2,5) , 
M. Schäfer (3,5) - 
Zaccardo (4)    
Josué (3) - 
Dejagah (3)    
Misimovic (3,5) , 
Gentner (4,5)    
Dzeko (4)    

Einwechslungen:
56. Krzynowek (4)     für Gentner
74. Hasebe für Dejagah
90. Simunek für Krzynowek

Trainer:
Magath

Tore & Karten

 
Torschützen
keine
Gelbe Karten
Dortmund:
Sahin
(1. Gelbe Karte)
,
Kringe
(2.)
Wolfsburg:
Zaccardo
(3. Gelbe Karte)
,
Dzeko
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
30.11.2008 17:00 Uhr
Stadion:
Signal-Iduna-Park, Dortmund
Zuschauer:
67100
Spielnote:  4
eine vor allem taktisch interessante Partie mit nur wenigen Höhepunkten speziell nach dem Wechsel.
Chancenverhältnis:
1:5
Eckenverhältnis:
3:8
Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)   Note 3
extrem stark im Team bei den Abseitsentscheidungen, Dortmund freilich hatte Glück, dass es bei den Aktionen von Sahin (Halten gegen Gentner, 28.) und Subotic (Handspiel, 73.) keinen Elfmeter für Wolfsburg gab.
Spieler des Spiels:
Roman Weidenfeller
Blieb zum dritten Mal in Folge ohne Gegentor, hielt seiner Elf mit Glanzparaden gegen Zaccardo und Riether den Punkt fest.

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