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Arminia Bielefeld

 - 

Bayer Leverkusen

 

2:1 (0:0)

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Arminia Bielefeld
Bayer Leverkusen
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.












Bielefeld und Leverkusen beenden ihre Serien

Helmes trifft zu spät

Dank einer sehr engagierten und disziplinierten Vorstellung fuhr Arminia Bielefeld einen verdienten Sieg gegen Bayer Leverkusen ein und stürzte die Rheinländer damit von der Tabellenspitze. Die Labbadia-Elf fand nie zu ihrem schwungvollen Kombinationsspiel und konnte in der Schlussphase einen 0:2-Rückstand nicht mehr wettmachen. Bielefeld verbuchte damit erstmals seit acht Spielen einen Dreier, für Bayer endete eine Serie von sechs ungeschlagenen Partien.

Arturo Vidal und Thorben Marx
Spielverderber: Engagiert und aggressiv unterbanden die Bielefelder Bayers Kombinationsspiel, hier stoppt Marx (r.) Vidal.
© picture-allianceZoomansicht

DSC-Coach Michael Frontzeck konnte zuletzt bei der Nullnummer in Stuttgart zumindest einen Punkt verbuchen, blieb mit seinem Team aber das achte Mal in Serie sieglos. Die Leistung seiner Elf veranlasste Frontzeck nur zu einer Umstellung: Herzig kehrte nach verbüßter Gelb-Sperre in die Innenverteidigung zurück, Vertreter Fischer rückte so wieder ins zweite Glied.

Auch Bruno Labbadia musste seine Stammformation auf einer Position verändern. Castro nahm sich durch seine Gelb-Rote Karte beim 2:1 gegen Schalke selbst aus der Startformation. Sein Vertreter auf der rechten Abwehrposition war Sarpei.

Die Arminia startete gut in die Partie. Früh und aggressiv wurden Bayers Angriffsversuche unterbunden, direkt und schnörkellos versucht, eigene Angriffe zu initiieren. Sinnbildlich die Aktion Marx', der Vidal das Leder an der Mittellinie abnahm, direkt den Weg Richtung Tor suchte und Adler mit einem Schuss aus gut 20 Metern auf die Probe stellte (6.). Auf diese Weise kamen die Ostwestfalen zu einigen Halbchancen, bei denen sich Adler aber stets als aufmerksam und sicher erwies.

Leverkusen tat sich schwer. Zwar verzeichnete die Labbadia-Elf ein deutliches Plus an Ballbesitz, doch bestand dieser häufig nur in uninspiriertem Ballgeschiebe in Nähe der Mittellinie. Spielerische Glanzlichter konnten die Rheinländer nicht setzen, das 16-Tore-Sturmduo Kießling / Helmes hing vielfach in der Luft. Im direkten Zusammensiel sorgten die Beiden aber für die beste Torchance des ersten Durchgangs: Auf Pass von Kießling setzte sich Helmes gegen Schuler durch, scheiterte aber an Eilhoff (17.). Der DSC-Schlussmann wurde ansonsten lediglich noch von Renato Augusto ernsthaft geprüft, der es aus spitzem Winkel versuchte (42.).

Das Bild änderte sich auch nach dem Wechsel nicht. Mit hoher Laufbereitschaft und "gesunder" Aggressivität kontrollierten die Arminen das Mittelfeld und ließen die gefürchtete Offensive der Gäste so gar nicht erst ins Spiel kommen. Und die Taktik der Frontzeck-Elf, bei Ballgewinn schnell und direkt den Abschluss zu suchen, führte zum Erfolg: Nach einem Ballverlust von Renato Augusto schickte der zur Pause eingewechselte Halfar Wichniarek steil in den rechten Teil des Strafraums. Der Torjäger visierte aus spitzem Winkel das lange Eck an und traf genau den Innenpfosten, von wo das Leder ins Netz sprang (53.).

Die Führung spielte Bielefeld natürlich in die Karten - und die sollten sich noch verbessern. Eine Ecke von Kamper sorgte für viel Unruhe im Bayer-Strafraum. Einen Kopfball von Kucera kratzte Vidal noch von der Linie, doch als Adler eine weitere Hereingabe von Kamper direkt vor die Füße von Halfar klatschte, war es geschehen: Aus kurzer Distanz schoss der Bielefelder ein, Rettungsversuche von Adler und Kadlec waren erfolglos (69).

Schneeräumen in der Schüco-Arena
Der Einsatz hat sich gelohnt: Erst wurde in Bielefeld Schnee geräumt, dann gepunktet.
© imago

Damit schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein, doch es sollte noch eine heiße Schlussphase geben, die von Helmes eingeleitet wurde. Ein feines Zuspiel von Renato Augusto nahm der Nationalstürmer stark mit und nutzte die ersten Bayer-Großchance der zweiten Halbzeit eiskalt zum 1:2-Anschlusstreffer (78.).

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In den Schlussminuten boten sich Möglichkeiten auf beiden Seiten: Wichniarek scheiterte frei vor Adler am Schlussmann (84.), auf der anderen Seite fand Helmes bei einem Freistoß seinen Meister in Eilhoff (85.), Rolfes und Friedrich behinderten sich nach einem Eckball kurz vor dem Tor gegenseitig (86.).

Den unrühmlichen Schlusspunkt einer in der Endphase hektischen Partie bildete der Platzverweis für den eingewechselten Dum, nachdem dieser an der Mittellinie zwar hart, aber nicht überhart in einen Zweikampf mit Kauf gegangen war (87.).

Nachdem Bielefeld durch den Erfolg Bayer 04 von der Tabellenspitze gestürzt hat, bekommen es die Frontzeck-Schützlinge am kommenden Samstag gleich wieder mit dem Spitzenreiter zu tun: Die Reise führt sie nach Mannheim zum Spiel gegen Hoffenheim. Zeitgleich empfängt Leverkusen den FC Bayern zum Spitzenspiel.

22.11.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Arminia Bielefeld
Aufstellung:
Eilhoff (2)   
Lamey (4) , 
Herzig (3) , 
Kucera (3) , 
Schuler (3) - 
Kauf (3,5)   
Marx (2,5) - 
Kirch (3) , 
Katongo (4,5)   
Kamper (4,5)   
Wichniarek (3)       

Einwechslungen:
46. D. Halfar (1,5)     für Katongo
81. Mijatovic für Kamper
90. + 1 Aigner für Wichniarek

Trainer:
Frontzeck
Bayer Leverkusen
Aufstellung:
Adler (5) - 
Sarpei (4)   
Henrique (3) , 
Kadlec (4) - 
Rolfes (3,5)   
Renato Augusto (2,5) , 
Vidal (5)   
Barnetta (5) - 
Kießling (4) , 
Helmes (3)    

Einwechslungen:
67. Dum    für Sarpei
72. Gekas für Vidal

Trainer:
Labbadia

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Wichniarek (53., Rechtsschuss, D. Halfar)
2:0
D. Halfar (69., Linksschuss)
2:1
Helmes (78., Linksschuss, Renato Augusto)
Rote Karten
Bielefeld:
-
Leverkusen:
Dum
(87., grobes Foulspiel, Kauf)

Gelbe Karten
Bielefeld:
Kauf
(3. Gelbe Karte)
,
Eilhoff
(1.)
Leverkusen:
Rolfes
(2. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
22.11.2008 15:30 Uhr
Stadion:
Schüco-Arena
Zuschauer:
20700
Spielnote:  3,5
keine fußballerische Delikatesse, aber besonders aufgrund der ereignisreichen zweiten Hälfte zumindest bekömmliche Bundesligakost.
Chancenverhältnis:
6:5
Eckenverhältnis:
4:10
Schiedsrichter:
Marc Seemann (Essen)   Note 4
der Platzverweis gegen Dum war eine zu harte Entscheidung. Zudem einige kleinere Schwächen bei der Vorteilsauslegung und der Bewertung von Zweikämpfen.
Spieler des Spiels:
Daniel Halfar
Bereitete die Bielefelder Führung mustergültig vor, erzielte den zweiten Treffer selbst. Der Joker war Arminias Matchwinner.
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