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VfL Bochum

 - 

Hertha BSC

 

2:3 (0:3)

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VfL Bochum
Hertha BSC
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.











Bochum seit elf Spielen sieglos

Cicero macht den Unterschied

Der VfL Bochum verliert zu Hause in einem unterhaltsamen und spannenden Spiel gegen Hertha BSC Berlin mit 2:3. Die Berliner zeigten im ersten Durchagng die bessere Spielanlage und waren die tonangebende Mannschaft. Der VfL drehte im zweiten Durchgang den Spieß um und startete eine Aufholjagd, die am Ende jedoch nicht von Erfolg gekrönt wurde. Bochum ist nun seit elf Pflichtspielen ohne Sieg.

Jubelnde Herthaner
Jubelnde Herthaner: Die Berliner Spieler freuen sich über das 3:0.
© picture-allianceZoomansicht

Bochums Trainer Marcel Koller wechselte nach dem 1:1 in Hannover auf einer Position: Sinan stürmte für Hashemian, der sich in der vergangenen Woche beim Länderspiel in Dubai einen Infekt zugezogen hatte und passen musste. Bei den Berlinern meldete sich Marko Pantelic wieder fit, doch Hertha-Coach Lucien Favre sah keinen Grund, seine Startelf umzustellen. Er ließ die Elf auflaufen, die 2:1 gegen Hamburg gewonnen hat. Pantelic musste erst einmal mit der Bank Vorlieb nehmen.

Auf tiefem Geläuf und bei winterlichen Bedingungen fanden die Berliner besser in die Partie. Hertha tat mehr nach vorne und erspielte sich vor allem dank einer besseren Spielanlage Feldvorteile, kam aber nicht zu klaren Torchancen gegen kämpferisch gut aufgelegte Bochumer. Der VfL stand zwar dicht am Mann und machte die Räume eng, verlor aber im Angriff zu leichtfertig den Ball. Zunächst fehlte es der "Alten Dame" noch an Genauigkeit: Nach elf Minuten verpasste zuerst Voronin, dann Raffael. Kurz darauf konnte Kacar einen Kopfball nicht kontrolliert aufs Tor bringen (18.).

In der 22. Minute kamen die Hausherren erstmals gefährlich vor das Berliner Tor, doch Mieciel kam einen Tick zu spät, und Sinan köpfte dann rechts vorbei. Zwei Zeigerumdrehungen später rettete VfL-Keeper Fernandes gegen Dardai. Doch kurz darauf musste der portugiesische Schlussmann dann doch hinter sich greifen: Nach einer Flanke von Cicero landete Yahias Rettungsversuch bei Raffael, der unbedrängt per Kopf zum 1:0 abstaubte (25.).

Bochum steckte nicht auf und drängte nun auf den Ausgleich, doch die Berliner konterten eiskalt. So prüfte Cicero Fernandes, der zur Ecke klärte. Diese führte aber zum 2:0: Der Ball landete bei Cicero, der ans rechte Fünfer-Eck passte. Dort entwischte Kacar den Bochumer Verteidigern und drückte den Ball akrobatisch über die Linie (33.). Sechs Minuten später klingelte es erneut im VfL-Kasten. Cicero verwertete eine Nicu-Flanke von der linken Seite mustergültig und netzte per Kopf aus fünf Metern ein.

Kurz vor der Pause hatte Mieciel nach einem Solo die Chance zum Anschluss, doch der Pole scheiterte an Hertha-Keeper Drobny, der die 3:0-Halbzeitführung sicherte.

Marcin Mieciel (li.)
Er besorgte den 2:3-Anschlusstreffer der Bochumer: Marcin Mieciel (li.).
© picture-alliance

VfL-Trainer Marcel Koller reagierte mit einem Doppelwechsel. Sestak und Christian Fuchs kamen für Sinan und Bönig. Es dauerte nur fünf Minuten, bis die beiden Joker stachen: Christian Fuchs zirkelte eine Ecke von rechts in den Fünfer, wo Sestak zur Stelle war und mit der Hacke aus drei Metern verkürzte. Die Gastgeber bekamen nun Aufwind, sie waren engagierter, kamen mit mehr Tempo und hatten mehr Zug zum Tor. Auf der anderen Seite strahlten die Berliner nicht mehr die Souveränität aus der ersten Hälfte aus und kamen kaum noch zu Entlastungsangriffen.

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Doch die Bochumer gingen zunächst zu fahrlässig mit ihren Chancen um: Zdebel scheiterte an Hertha-Keeper Drobny (60.), und Simunic klärte vor der Linie gegen Maltritz, der es aus 18 Metern per Freistoß versucht hatte (68.). In der 74. Minute schaffte es der VfL, weiter zu verkürzen. Pfertzels Hereingabe von der rechten Seite fand in Mieciel einen dankbaren Abnehmer, der aus fünf Metern einnickte.

Die Koller-Schützlinge setzten ihre Aufholjagd fort und drängten vehement auf den Ausgleich. Doch die Berliner schafften es am Ende doch, den Sieg über die Runden zu bringen und die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Bochum ist am kommenden Sonntag gegen Hamburg wieder an der Reihe, Hertha hingegen spielt bereits am Freitag und hat gegen den 1. FC Köln ebenfalls ein Heimspiel.

22.11.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Bochum
Aufstellung:
Fernandes (4) - 
Pfertzel (4) , 
Maltritz (4) , 
Yahia (4,5) , 
Bönig (5)   
Zdebel (3,5) - 
Freier (4)   
Dabrowski (4) - 
Azaouagh (5)   
Kaloglu (5)   
Mieciel (3,5)    

Einwechslungen:
46. Fuchs (2) für Bönig
46. Sestak (2)     für Kaloglu
65. Epallé für Azaouagh

Trainer:
Koller
Hertha BSC
Aufstellung:
Drobny (2,5) - 
Chahed (4) , 
Simunic (2,5)   
Stein (4) - 
Kacar (3)       
Dardai (3,5)   
Nicu (3,5) , 
Cicero (2)    
Raffael (3)    
Voronin (4)   

Einwechslungen:
73. Lustenberger für Kacar
82. Pantelic für Voronin
82. Kaka für Dardai

Trainer:
Favre

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Raffael (25., Kopfball)
0:2
Kacar (33., Rechtsschuss, Cicero)
0:3
Cicero (39., Kopfball, Nicu)
1:3
Sestak (50., Rechtsschuss, Fuchs)
2:3
Mieciel (74., Kopfball, Pfertzel)
Gelbe Karten
Bochum:
Freier
(7. Gelbe Karte)
Hertha:
Simunic
(3. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
22.11.2008 15:30 Uhr
Stadion:
Rewirpower-Stadion
Zuschauer:
18248
Spielnote:  2
abwechslungsreiche, bis zum Schlusspfiff spannende Partie.
Chancenverhältnis:
7:5
Eckenverhältnis:
12:7
Schiedsrichter:
Michael Weiner (Giesen)   Note 2,5
umsichtig und souverän; bewertete nur eine Szene falsch, als er Bönigs Schlag in Voronins Gesicht (31.) ungeahndet ließ.
Spieler des Spiels:
Cicero
War die Instanz im Berliner Mittelfeld, auf die Bochum keine Antwort wusste. An allen drei Treffern der Hertha beteiligt.
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