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Karlsruher SC

 - 

Bayer 04 Leverkusen

 

3:3 (1:3)

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Karlsruher SC
Bayer 04 Leverkusen
1.
15.
30.
45.






46.
60.
75.
90.










Becker-Elf dreht 0:3-Rückstand

KSC feiert Auferstehung

In einer furiosen Bundesligabegegnung bewies der KSC eine gehörige Portion Moral und ergatterte nach fünf Niederlagen in Folge und einem 0:3-Rückstand gegen Bayer Leverkusen einen Punkt. Bayer hatte die Partie nach knapp 25 Minuten praktisch entschieden, ehe ein Glückstreffer die Badener zurück brachte, bevor die Becker-Elf nach der Pause gegen immer unsicherer werdende Leverkusener alles auf eine Karte setzte und für ihren Mut belohnt wurde.

Patrick Helmes auf dem Weg zum 0:1.
Den Ball im Blick, das Tor vor Augen: Patrick Helmes brachte Bayer mit dem ersten Angriff in Front.
© picture-allianceZoomansicht

Karlsruhes Trainer Edmund Becker stellte nach der jüngsten 1:4-Pleite in Hoffenheim, die die fünfte Niederlage in Folge bedeutete, zweimal um. Stefano Celozzi verteidigte an Stelle von Andreas Görlitz hinten rechts, Antonio da Silva ersetzte Alexander Iashvili. Trotz abgesessener Gelb-Rot-Sperre fiel Maik Franz erneut aus. Der Kapitän litt unter einer Fersenblessur.

Leverkusens Coach Bruno Labbadia sah nach dem 2:0-Sieg gegen Wolfsburg, dem vierten 2:0 in Serie, keinerlei Veranlassung, personelle Wechselspiele vorzunehmen.

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Referee Perl hatte die Partie kaum freigegeben, da führte der Favorit aus Leverkusen schon. Vidal hebelte per Traumpass von der Mittellinie die KSC-Viererkette aus und fand Helmes, der alleine auf Miller zulief und den Keeper tunnelte (1.). Mit der Führung im Rücken ließ es Bayer dann erst einmal ruhig angehen. Karlsruhe hatte zunächst mehr Ballbesitz, konnte die Gäste in der Anfangsphase aber zu keiner Zeit unter Druck setzen.

Anders Bayer: Wenn die Labbadia-Elf ernst machte, wurde es prompt gefährlich. Nach Zuspiel von Barnetta netzte Helmes ein zweites Mal ein, Perl verweigerte dem Treffer wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung aber die Anerkennung - wohl eine falsche Entscheidung (13.). Der Werkself war's egal, denn sie kontrollierte die Begegnung problemlos und legte nur vier Minuten später nach. Kadlec' Pass erreichte Renato Augusto knapp vor der Grundlinie. Der Brasilianer flankte perfekt nach innen, wo sich der mitgelaufene Kießling hochschraubte und über Miller hinweg zum 0:2 einköpfte (17.).

Die Badener waren nun natürlich völlig verunsichert, brachten offensiv kein Bein auf den Boden und kassierten wenig später den nächsten Nackenschlag. 23 Meter vor dem Tor bot sich Kadlec per Freistoß die Gelegenheit, und der 23-Jährige nutzte sie. Aus halbrechter Position schlenzte der Tscheche das Spielgerät in den rechten Winkel - 0:3 (24.)! Bayer brannte im Wildpark zwar kein Feuerwerk ab, agierte aber hochkonzentriert und kontrollierte die Partie nach Belieben. So war es kein Wunder, dass eine gehörige Portion Glück für den KSC dabei war, als da Silva auf 1:3 verkürzte. Der Freistoß des Ex-Stuttgarters wäre wohl eine sichere Beute für Adler geworden, hätte nicht Kießling das Leder per Kopf unhaltbar für den Nationalkeeper ins andere Eck abgefälscht (37.).

Das Tor gab der Becker-Elf Mut. Der KSC gestaltete die Schlussphase des ersten Durchgangs offen und hatte durch da Silva eine gute Gelegenheit zum 2:3, Adler parierte den 15-Meter-Schuss aber glänzend (43.).

Die Badener bewiesen nach Wiederbeginn große Moral und glaubten weiterhin an die Wende. In der nun ausgeglichenen Partie schoss Freis knapp vorbei (53.), während Helmes (49.) und Kadlec (57.) an Miller scheiterten. Nach einer Stunde wurde die Becker-Elf dann für ihr Engagement belohnt. Nach einer Freistoßflanke von da Silva missglückte Bayers Abseitsfalle, und Sebastian gelang per Kopf ins lange Eck der Anschlusstreffer (60.).

Das nach einer halben Stunde vermeintlich bereits entschiedene Match hatte einen unerwarteten Verlauf genommen. Und die Gastgeber setzten nach: Der eingewechselte Iashvili verpasste frei vor Adler den Ausgleich, nachdem Kennedy schön für ihn durchgelassen hatte (62.). Gegenüber musste Miller gegen Renato Augusto mit einer tollen Parade die Vorentscheidung verhindern (66.).

Während der KSC nun volles Risiko ging und mit Timm und Kapllani zwei weitere Offensivkräfte brachte, ging bei Bayer die Sicherheit völlig verloren. Kapllani schickte rechts Celozzi auf die Reise, der mustergültig an den langen Pfosten flankte, wo Iashvili gegen Adlers Laufrichtung zum frenetisch bejubelten 3:3 einköpfte (76.).

Auch in der Schlussphase kannte die Becker-Elf nur eine Richtung. Besonders Celozzi sorgte mit seinen Hereingaben immer wieder für Unruhe im Bayer-Strafraum. Letztlich blieb es aber nach fantastischen 90 Minuten beim 3:3.

Der Karlsruher SC tritt am kommenden Samstag in Cottbus an, während Bayer Leverkusen zeitgleich im Kracher Schalke 04 empfängt.

08.11.08
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Karlsruher SC
Aufstellung:
Miller (2,5) - 
Celozzi (3)    
Sebastian (3)    
Stoll (5,5) , 
Eichner (4) - 
Aduobe (3,5)    
Mutzel (4) - 
Freis (4) , 
da Silva (2,5)    
Carnell (4)    
Kennedy (5)    

Einwechslungen:
61. Iashvili     für Carnell
74. Timm für Aduobe
74. Kapllani für Kennedy

Trainer:
Becker
Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Adler (3) - 
Castro (5) , 
Henrique (5)    
Kadlec (2,5)    
Rolfes (4) - 
Renato Augusto (3)    
Vidal (4)    
Barnetta (4) - 
Helmes (3)            
Kießling (3)    

Einwechslungen:
67. Schwegler für Renato Augusto
78. Gekas für Helmes

Trainer:
Labbadia

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Helmes (1., Linksschuss, Vidal)
0:2
Kießling (17., Kopfball, Renato Augusto)
0:3
Kadlec (24., direkter Freistoß, Linksschuss)
1:3
da Silva (37., Linksschuss)
2:3
Sebastian (60., Kopfball, da Silva)
3:3
Iashvili (76., Kopfball, Celozzi)
Gelbe Karten
Karlsruhe:
Celozzi
(1. Gelbe Karte)
Leverkusen:
Helmes
(1. Gelbe Karte)
,
Henrique
(3.)
,
Vidal
(4.)

Spielinfo

Anstoß:
08.11.2008 15:30 Uhr
Stadion:
Wildparkstadion, Karlsruhe
Zuschauer:
28238
Spielnote:  1
sehenswerte Leverkusener Ballstafetten, eine leidenschaftliche Karlsruher Aufholjagd, ein spektakulärer Spielverlauf mit Spannung bis zum Schluss.
Chancenverhältnis:
6:6
Eckenverhältnis:
6:5
Schiedsrichter:
Günter Perl (Pullach)   Note 4
dem aberkannten Tor von Helmes (11.) ging kein Abseits voraus. Großzügig, Vidals rüdes Foul an Iashvili nur mit Gelb zu ahnden. Manchmal etwas zu kleinlich in der Zweikampfbeurteilung.
Spieler des Spiels:
Antonio da Silva
Der Brasilianer biss sich nach schwachem Start durch, brachte seine Elf mit einem Tor und einer Torvorlage ins Spiel zurück.
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