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Hamburger SV

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Borussia Dortmund

 
Hamburger SV

2:1 (2:0)

Borussia Dortmund
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Hamburger SV
Borussia Dortmund
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.












Erste Niederlage für den BVB nach acht Spielen

Petric mit Köpfchen

Der Hamburger SV gewinnt in einer intensiven Partie gegen Borussia Dortmund mit 2:1. Die Hanseaten überzeugten in der ersten Hälfte vor allem durch große Effizienz. Nach der Pause setzte der BVB zur Aufholjagd an, die aber nicht vom Erfolg gekrönt wurde. Mann des Tages war ausgerechnet Angreifer Mladen Petric.

Mladen Petric (li.) erzielt das 1:0.
Mit Köpfchen: Mladen Petric (li.) erzielt das 1:0 für den HSV.
© picture-allianceZoomansicht

Hamburgs Trainer Martin Jol musste im Vergleich zur 0:3-Niederlage in Hannover auf die verletzten Demel und Guerrero (muskuläre Probleme) verzichten. Sie wurden durch Boateng und Benjamin ersetzt. Auch Dortmunds Coach Jürgen Klopp hatte mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Beim 1:1-Unentschieden gegen Bochum spielten Frei und Hummels noch von Beginn an. In Hamburg fehlten beide wegen eines Außenbandrisses. Kovac und der wieder genesene Hajnal waren ihre Vertretung.

Hamburg kam besser in die Partie und erspielte sich zugleich mehr Spielanteile, ohne aber zu klaren Einschussgelegenheiten zu kommen. Die Dortmunder hingegen agierten erst einmal abwartend und kamen nur zaghaft nach vorne. Dennoch konnte der BVB durch Subotic (4.) und Kehl (8.) zu ersten Halbchancen kommen. Das Tor machte aber der aktivere HSV. Nach einer Ecke von Trochowski setzte sich Petric am zweiten Pfosten gegen Kovac durch und nickte dann aus sechs Metern unbedrängt ins lange Eck ein (9.).

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Danach verflachte das Niveau des Spiels zunehmend. Beide Mannschaften verzettelten sich in zahlreichen Zweikämpfen im Mittelfeld. Zudem fehlte es auf beiden Seiten an der nötigen Präzision beim finalen Pass. Folglich blieben klare Torchancen absolute Mangelware. In der 23. Minute probierte es Subotic mit Gewalt, doch HSV-Keeper Rost war zur Stelle und lenkte den Ball mit den Fingerspitzen noch an die Querlatte. Nach einer halben Stunde klirrte das Aluminium dann auf der anderen Seite: Trochowski traf per Freistoß aus 17 Metern halblinker Position den linken Pfosten. Der Ball prallte an den Rücken des herangeflogenen Weidenfeller, blieb aber Millimeter vor der Linie stehen, so dass der BVB-Schlussmann noch klären konnte.

Ivica Olic freut sich über sein gerade geschossenes Tor.
Kroatischer Jubel: Ivica Olic freut sich über sein gerade geschossenes Tor.
© picture-alliance

Kurz darauf führte schnelles und direktes Spiel gleich zum 2:0: Ein langer Ball von Mathijsen wurde von Petric per Kopf auf Olic verlängert. Dieser ließ Owomoyela stehen und hatte dann nur noch Weidenfeller vor sich, den er umkurvte und schließlich locker einschob (33.).

In der Folge wurde den Zuschauern in der HSH-Nordbank-Arena bis zur Pause fußballerische Magerkost geboten. Zahlreiche Fehlpässe, kaum gelungene Offensivaktionen und ein niedriges Tempo ließen den Spielfluss abhanden kommen.

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp reagierte und brachte mit Klimowicz für Blaszczykowski einen frischen Angreifer auf den Platz. Der Argentinier brauchte gerade einmal drei Minuten, um den Anschlusstreffer einzuleiten: Owomoyela flankte von rechts in den Strafraum zu Klimowicz, der aus sechs Metern unbehindert aufs Tor köpfen konnte. Rost ließ nur nach vorne abprallen, dort staubte dann Hajnal ab. Der Ungar jagte das Leder aus drei Metern in den rechten Winkel.

Der Anschlusstreffer gab dem BVB Auftrieb. Die Borussen gingen engagierter zur Sache und waren viel präsenter auf dem Platz, ohne aber zu weiteren klaren Möglichkeiten zu kommen. Die Hanseaten standen jedoch gut und blieben über Konter brandgefährlich. So köpfte Petric nach einer Flanke von links ganz knapp am linken Pfosten vorbei (68.). Im Gegenzug verfehlte dar agile Hajnal nach einem Solo das Tor nur um Haaresbreite (69.).

In der Schlussphase war es ein Spiel auf Messers Schneide. Dortmund hatte mehr Ballbesitz, kam aber kaum zu guten Möglichkeiten. Erst in der 82. Minute hatte Klimowicz den Ausgleich auf dem Kopf. Der Argentinier scheiterte aber aus sechs Metern an der guten Reaktion von Rost, der damit den knappen Sieg des HSV sicherstellte.

Nach Ende des Spiels ließ sich Dortmunds Robert Kovac zu einer Dummheit hinreißen und beleidigte Schiedsrichter Dr. Jochen Drees, weswegen der Kroate die Rote Karte sah.

Beide Mannschaften sind am kommenden Samstag wieder an der Reihe. Hamburg reist in die Hauptstadt zur Hertha, Dortmund empfängt dann ohne Kovac die Eintracht aus Frankfurt.

08.11.08
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hamburger SV
Aufstellung:
Rost (3) - 
J. Boateng (3) , 
Reinhardt (3,5) , 
Mathijsen (3,5) , 
Aogo (4)        
Alex Silva (3,5)    
Benjamin (4)    
Trochowski (3) , 
Jarolim (2) , 
Olic (3)    
Petric (2)        

Einwechslungen:
58. Pitroipa (5) für Benjamin
80. Jansen für Aogo
86. Guerrero für Petric

Trainer:
Jol
Borussia Dortmund
Aufstellung:
Weidenfeller (3,5) - 
Owomoyela (3,5)    
Subotic (3,5) , 
R. Kovac (5)    
Y.-P. Lee (4) - 
Kehl (2)    
Tinga (3) , 
Kringe (3,5) - 
Hajnal (3)    
Blaszczykowski (5)    
Zidan (4,5)    

Einwechslungen:
46. Klimowicz (3,5)     für Blaszczykowski
70. Buckley für Zidan
85. Federico für Owomoyela

Trainer:
Klopp

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Petric (9., Kopfball, Trochowski)
2:0
Olic (33., Linksschuss, Petric)
2:1
Hajnal (48., Rechtsschuss, Klimowicz)
Rote Karten
HSV:
-
Dortmund:
R. Kovac
(90. + 4, Schiedsrichterbeleidigung)

Gelbe Karten
HSV:
Alex Silva
(1. Gelbe Karte)
,
Aogo
(1.)
Dortmund:
Kehl
(2. Gelbe Karte)
,
Klimowicz
(2.)

Besondere Vorkommnisse
Schiedsrichter Dr. Drees zeigt Kovac nach dem Schlusspfiff auf dem Spielfeld die Rote Karte.

Spielinfo

Anstoß:
08.11.2008 15:30 Uhr
Stadion:
HSH-Nordbank-Arena, Hamburg
Zuschauer:
57000 (ausverkauft)
Spielnote:  3
Spannung und Tempo bis zum Schluss, aber spielerisch kein Top-Niveau.
Chancenverhältnis:
5:5
Eckenverhältnis:
2:4
Schiedsrichter:
Dr. Jochen Drees (Münster-Sarmsheim)   Note 4,5
wertete den Schubser von Petric gegen Kovac vorm 1:0 - zum Glück für den HSV - nicht als irregulär, pfiff den Gastgebern jedoch zwei klare Vorteilssituationen (Benjamin, Olic) ab und war beim Verhängen von persönlichen Strafen mitunter zu gnädig mit dem BVB (Klimowicz, 90./+1). Völlig richtig hingegen lag er in der Bemessung der Nachspielzeit.
Spieler des Spiels:
Mladen Petric
Der Kroate machte den Unterschied, erzielte ein Tor selbst, bereitete das zweite vor und war immer brandgefährlich .
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