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VfL Wolfsburg

 - 

Borussia M'gladbach

 

3:0 (1:0)

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VfL Wolfsburg
Borussia M'gladbach
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.















Vierter Heimsieg der Magath-Schützlinge

Misimovic bremst Meyer aus

In einer schnellen Partie siegte Wolfsburg gegen das biedere Gladbach verdient. Nur in der Anfangsphase konnte die Borussia der Magath-Elf Paroli bieten, die per Elfmeter die Pausenführung erzielte. Nach Wiederanpfiff bedeutete das schnelle 2:0 bereits die Vorentscheidung, die Borussia hatte im weiteren Verlauf Glück, nicht unter die Räder zu kommen.

Gladbachs Debütant Löhe klärt vor Wolfsburgs Angreifer Dzeko
Augen zu und durch: Gladbachs Debütant Löhe klärt vor Wolfsburgs Angreifer Dzeko.
© picture allianceZoomansicht

Wolfsburgs Coach Felix Magath stellte seine Elf nach der 2:4-Niederlage bei Bayern München auf einer Position um: Für Santana kam Gentner neu ins Team.

Zwei Änderungen, davon eine überraschend, nahm Gladbachs Trainer Hans Meyer im Vergleich zum 1:0-Erfolg gegen den KSC vor: Im Tor stand als Ersatz für Gospodarek (Oberschenkelverhärtung) nicht Heimeroth, sondern mit Löhe Keeper Nummer drei. Für den normalerweise in der Regionalliga West haltenden Schlussmann war es sein Bundesliga-Debüt. Des Weiteren rückte van den Bergh für Marin in die Startelf.

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In Wolfsburg gehörten die Anfangsminuten klar den Gästen. Matmour tauchte schon in der zweiten Minute gefährlich vor Benaglio auf. Immer einen Schritt schneller als der Gegner ließ die Meyer-Elf den Ball zunächst gut zirkulieren. Wolfsburg, zu Beginn etwas sorglos, ließ Kleine nach Eckball völlig frei zum Kopfball kommen (9.), ehe die Hausherren im Gegenzug die ersten Akzente in der Offensive setzten: Daems tackelte in höchster Not gegen Misimovic, Dzeko köpfte Sekunden später an die Querlatte.

Nach einer prima Kombination der Borussia sprang Bradley der Ball in günstiger Position vom Fuß - es sollte die vorerst letzte nennenswerte Offensivaktion der Fohlenelf gewesen sein (14.).

Denn die "Wölfe" zogen nun das Tempo merklich an. Löhe rettete per Faustabwehr am Strafraum gegen Dzeko, Hasebe schoss aus 25 Metern Zentimeter am leeren Tor vorbei (19.). Der Druck der Gastgeber nahm zu. Die Borussia konnte kaum mehr für Entlastung sorgen, ließ aber mit aggressivem Zweikampfverhalten auch keine zwingenden Torchancen des Kontrahenten zu.

Nach einer halben Stunde befreiten sich die Rheinländer und spielten wieder besser mit, im Angriff allerdings sah Friend gegen Barzagli & Co. kein Land. In dieser Phase überraschend kam die freilich verdiente Führung der Hausherren: Gentner drang von links in den Strafraum ein und ging hart bedrängt von Svärd zu Boden. Referee Kempter ließ weiterspielen, Grafite war vor Löhe am Ball und wurde vom Keeper von den Beinen geholt - Elfmeter! Der Brasilianer trat selbst an und verwandelte sicher (40.).

Für Gladbachs Daems war die Partie nach einem Luftduell mit Grafite mit einer Platzwunde an der Augenbraue vorzeitig beendet - Brouwers kam (45.).

Glück für die Borussia gleich nach Wiederanpfiff, als Misimovics Freistoß nur ans Außennetz segelte - Löhe wäre ohne Chance gewesen (48.).

Wenig später leiteten die Freistoßkünste des Bosniers den zweiten Treffer der "Wölfe" ein: Madlung köpfte die Vorlage aus dem rechten Halbfeld am rechten Fünfereck hoch ein (55.).

Gladbach geriet aus der Fassung - Grafite konnte Brouwers' katastrophalen Rückpass aber nicht in das 3:0 ummünzen (57.). Danach hemmten viele Unterbrechungen den Spielfluss. Die Borussia zeigte sich mit manchen Entscheidungen des Unparteiischen unzufrieden und kassierte binnen sechs Minuten drei Gelbe Karten.

Auch die Einwechslungen von Marin und später Neuville konnten dem Spiel keine Wende mehr geben. Die Rheinländer blieben im Vorwärtsgang harmlos. Anders der heimische VfL, der, wenn er die Zügel anzog, die Defensive der Gäste von einer Not in die andere stürzte. Gentner (65.), Dzeko (72.), und Zaccardo (73.) scheiterten mehr oder minder knapp, ehe Alberman Gentner im Strafraum von den Beinen holte. Nachdem Grafite kurz vorher ausgewechselt worden war, trat diesmal Misimovic an. Genauso sicher wie zuvor der Brasilianer verwandete der Bosnier zum 3:0 (75.).

Von der Borussia war nichts mehr zu sehen. Hoffnungslos unterlegen wankte die Meyer-Elf dem Schlusspfiff entgegen. In dieser Verfassung wird es für den Aufsteiger schwer, aus dem Keller zu kriechen. Am Sonntag muss sich Gladbach steigern, wenn Frankfurt seine Aufwartung im Borussia-Park macht. Wolfsburg tritt schon am Freitag den schweren Gang nach Leverkusen an.

28.10.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Benaglio (3) - 
Riether (3,5) , 
Madlung (2,5)    
Barzagli (3) , 
M. Schäfer (3,5)   
Josué (3) - 
Hasebe (3,5)   
Gentner (3,5) - 
Misimovic (2,5)       
Grafite (3)       
Dzeko (4)

Einwechslungen:
62. Zaccardo für Hasebe
74. Dejagah für Grafite
86. Caiuby für Misimovic

Trainer:
Magath
Borussia M'gladbach
Aufstellung:
Löhe (4,5) - 
Kleine (4,5) , 
Paauwe (4)   
Daems (3)   
Svärd (5)   
Voigt (4,5)   
Alberman (5) - 
Matmour (4,5) , 
Bradley (5,5)   
J. van den Bergh (5)   
Friend (5)   

Einwechslungen:
45. Brouwers (5)    für Daems
58. Marin (4) für Bradley
69. Neuville für J. van den Bergh

Trainer:
Meyer

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Grafite (40., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Grafite)
2:0
Madlung (55., Kopfball, Misimovic)
3:0
Misimovic (75., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Gentner)
Gelbe Karten
Wolfsburg:
M. Schäfer
(1. Gelbe Karte)
Gladbach:
Svärd
(1. Gelbe Karte)
,
Paauwe
(2.)
,
Friend
(4.)
,
Voigt
(2.)
,
Brouwers
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
28.10.2008 20:00 Uhr
Stadion:
Volkswagen-Arena
Zuschauer:
22580
Spielnote:  4
Wolfsburger Angriffsbemühungen gegen Gladbacher Abwehrbollwerk. Aus dem Spiel heraus ging nicht viel, ein souverän auftretender VfL und drei Tore nach Standards entschädigten ein wenig.
Chancenverhältnis:
9:1
Eckenverhältnis:
11:2
Schiedsrichter:
Michael Kempter (Sauldorf)   Note 2,5
souveräner Leiter, lag bei beiden Elfmeter-Entscheidungen richtig. Hätte allerdings Friend nach dessen Attacke gegen Benaglio (57.) Gelb zeigen müssen und nicht nach dessen Aufstützen gegen Barzagli (59.).
Spieler des Spiels:
Zvjezdan Misimovic
Diesmal nicht der geniale Spielmacher, aber mit seinen Standards spielentscheidend. Eine Vorlage, ein Treffer - wertvoll!
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