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MSV Duisburg

 - 

Werder Bremen

 

1:3 (1:1)

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MSV Duisburg
Werder Bremen
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.














Ailton trifft beim Startelfdebüt

Werder zittert gegen neun "Zebras"

Beim Gastspiel in Duisburg tat sich Werder Bremen sehr schwer. Selbst als die "Zebras" nach Platzverweisen gegen Caceres und Georgiev nur noch zu neunt auf dem Platz standen, geriet der Sieg der Norddeutschen in Gefahr. Letztlich kassierte Duisburg allerdings die sechste Niederlage in Folge, während die Schaaf-Elf zumindest vorerst auf Rang drei klettert.

Dusiburg feiert Ailton
"Es gibt nur einen Toni": Ailton lässt sich von seinen Kollegen feiern.
© dpaZoomansicht

MSV-Coach Rudi Bommer konnte nach dem 1:2 in Hannover aufatmen: Innenverteidiger Filipescu und Lamey kehrten nach Verletzungen ins Team zurück. Zudem kam Ailton gegen seinen Ex-Klub zu seinem ersten Einsatz für den MSV von Beginn an. Idrissou und Lavric mussten auf die Bank, Willi fehlte auf Grund einer Zerrung.

Auch beim SV Werder entspannt sich langsam die Personallage. Konnte bei der 1:3-Pleite gegen Piräus in der Champions League bereits Frings wieder auflaufen, kehrte nun auch Borowski in die Startelf zurück. Tosic blieb so zunächst draußen. Sanogo wurde rechtszeitig wieder fit und ersetzte den leicht angeschlagenen Almeida. Erneut stand Vander für den am Oberschenkel verletzten Wiese zwischen den Pfosten.

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Werder Bremen erwischte in der MSV-Arena einen Start nach Maß. Keine sieben Minuten waren gespielt, als die Norddeutschen mit dem ersten guten Angriff in Führung gingen. Borowski bediente den links durchstartenden Pasanen, der den Ball von der Torauslinie zurücklegte. Im Zentrum war Jensen ungedeckt und vollstreckte aus sechs Metern sicher (7.).

Nur zwei Minuten später hätte Mertesacker per Kopf fast erhöht, bevor die Hausherren überhaupt zu ihrer ersten Chance kamen. Die ergab sich dann eher zufällig in der 15. Minute. Georgiev flankte weit auf Tiffert, der im Zweikampf mit Pasanen den Ball an den Unterarm bekam. Von dort prallte das Leder zum freistehenden Ailton, der aus wenigen Metern zum 1:1 einschoss.

Die bessere Spielanlage zeigten auch nach dem Gegentor die Gäste, die bei Frings' Volleyabnahme (18.) und Rosenbergs Kopfballchance (22.) aber das Tor nicht trafen. Das zumindest gelang Frings etwas später, aber Starke war auf dem Posten (24.).

Die Hausherren konnten sich nur selten gefährlich in Szene setzen. Ailton war in vorderster Front oft auf sich alleine gestellt und stand zudem noch häufig im Abseits. Doch kurz vor der Pause bot sich dem früheren Bundesliga-Torschützenkönig die große Chance zur Führung. Im Strafraum ließ der Brasilianer Naldo aussteigen, zielte dann aber genau auf Vander (43.).

Ruhig starteten beide Teams in den zweiten Durchgang, ehe Caceres Farbe ins Spiel brachte. Innerhalb von zwei Minuten handelte sich der Uruguayer für Fouls an Fritz und Jensen die Gelb-Rote-Karte ein (55.). Nur kurz darauf verlängerte Mertesacker eine weite Flanke per Kopf in den Lauf von Sanogo, der schneller war als Gegenspieler Fernando und den Ball an Starke vorbei zur erneuten Führung ins Netz spitzelte (57.).

Pablo Caceres und Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer
Ungläubig schaut "Sünder" Caceres Schiedsrichter Kinhöfer nach seinem Platzverweis an.
© dpaZoomansicht

Die Partie wurde hektisch, so dass Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer mit weiteren Gelben Karten gegen Jensen und Grlic beruhigend eingreifen musste. Duisburg kämpfte trotz Unterzahl um den Ausgleich. Werder verwaltete das Ergebnis, ohne konsequent auf weitere Treffer zu drängen. Das änderte sich auch nicht, als die "Zebras" nur noch zu neunt auf dem Platz standen: Georgiev sah glatt Rot, nach dem er Schiedsrichter Kinhöfer "den Vogel" gezeigt hatte (75).

Die Bommer-Elf stemmte sich aber selbst zu neunt gegen die Niederlage und wäre durch Idrissou fast zum Ausgleich gekommen. Der eingewechselte Kameruner köpfte eine Ecke aufs Werder-Tor, wo Fritz am Pfosten klären musste (85.). Eine der sich zwangsläufig bietenden Kontermöglichkeiten nutzte Andreasen zum entscheidenden 3:1, als er auf Vorlage von Sanogo aus 17 Metern einschoss (87.).

Nach der Länderspielpause wird der MSV Duisburg den zehnten Spieltag mit dem Freitagsspiel bei Energie Cottbus eröffnen. Einen Tag später hat Werder Bremen die Hertha aus Berlin zu Gast.

06.10.07
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

MSV Duisburg
Aufstellung:
Starke (3) - 
Lamey (4,5) , 
Filipescu   
Schlicke (3,5)   
P. Caceres (5)    
Grlic (4)      
Tararache (3,5) - 
Tiffert (3,5)   
Georgiev (5)   
Ishiaku (3) - 
Ailton (3)       

Einwechslungen:
19. Fernando (4) für Filipescu
65. Idrissou für Ailton
74. Daun für Grlic

Trainer:
Bommer
Werder Bremen
Aufstellung:
Vander (4) - 
Fritz (3)   
Mertesacker (3) , 
Naldo (3,5) , 
Pasanen (3) - 
Frings (2,5)   
D. Jensen (3)       
Borowski (3,5)   
Diego (3,5) - 
Sanogo (2,5)    
Rosenberg (5)   

Einwechslungen:
69. Andreasen     für Borowski
76. Vranjes für Frings
89. Hugo Almeida für Rosenberg

Trainer:
Schaaf

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
D. Jensen (7., Rechtsschuss, Pasanen)
1:1
Ailton (15., Linksschuss, Tiffert)
1:2
Sanogo (57., Rechtsschuss, Mertesacker)
1:3
Andreasen (87., Rechtsschuss, Sanogo)
Rote Karten
Duisburg:
Georgiev
(75., Schiedsrichterbeleidigung)
Bremen:
-
Gelb-Rote Karten
Duisburg:
P. Caceres
(55.)
Bremen:
-
Gelbe Karten
Duisburg:
Schlicke
(3. Gelbe Karte)
,
Grlic
(4.)
,
Tiffert
(3.)
Bremen:
Fritz
(1. Gelbe Karte)
,
D. Jensen
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
06.10.2007 15:30 Uhr
Stadion:
MSV-Arena
Zuschauer:
31006
Spielnote:  3
intensive Partie mit rassigen Zweikämpfen und gutem Tempo. Nur die spielerische Linie kam etwas zu kurz.
Chancenverhältnis:
4:7
Eckenverhältnis:
8:3
Schiedsrichter:
Thorsten Kinhöfer (Herne)   Note 2,5
verweigerte Werder nach Schlickes Foul an Sanogo einen Strafstoß (1.), ansonsten mit diversen Fehlern bei der Zweikampfbeurteilung. Stark aber just die Entscheidungen, die für die größte Aufregung sorgten: beide Platzverweise, Tifferts unabsichtliches Handspiel bei der Vorbereitung des 1:1, kein Mertesacker-Handspiel im Strafraum (85.).
Spieler des Spiels:
Boubacar Sanogo
Matchwinner dank seiner beachtlichen Effektivität. Setzte mit dem 2:1 und der Vorbereitung des 3:1 die entscheidenden Impulse.
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