Hertha-Coach Lucien Favre musste seine Startformation im Vergleich zum 0:1 auf Schalke am vergangenen Spieltag auf drei Positionen umbauen. Simunic, Dardai und Andre Lima kamen ins Team. Dafür mussten Schmidt und Grahn auf der Bank Platz nehmen. Mittelfeldstar Lucio wird mit einer schweren Knieverletzung lange ausfallen. In seinem zweiten Spiel als Cheftrainer von Energie Cottbus setzte Bojan Prasnikar auf die gleiche Anfangs-Elf wie beim 2:2 gegen Frankfurt am 8. Spieltag.
Energie Cottbus begann in Berlin mit einer gut sortierten Defensive und störte die Hertha früh. So konnte zunächst kein Spielfluß auf Seiten der Berliner aufkommen, die sich das Leben auch noch zusätzlich mit Abspielfehlern schwer machten. Da auch die Cottbuser in der Vorwärtsbewegung nicht überzeugen konnten, entwickelte sich ein Spiel ohne Höhepunkte.
Die erste gute Szene hatte der FC Energie erst in der 20. Minute, als Rangelov einen 22-Meter-Freistoß um die Hertha-Mauer zirkelte. Berlins Keeper Drobny war aber auf dem Posten und fischte den Ball aus dem bedrohten Eck.
Die Hoffnung, dass dies ein Weckruf für beide Teams wäre, erfüllte sich aber nicht. Die Kontrahenten taten sich weiterhin schwer, ein koordiniertes Aufbauspiel zu Stande zu bringen. Es dauerte bis zur 35. Minute bis Pantelic den ersten Schuss der Hertha auf Piplicas Tor abgab. Der Cottbuser Keeper war dabei aber genauso auf dem Posten wie in der 43. Minute, als er einen weiteren Schuss von Pantelic entschärfte.
Da auch Rangelov auf Seiten des FC Energie eine Konterchance in der 39. Minute versiebt hatte, schleppte sich das Spiel mit einem faden 0:0 in die Halbzeit.
Mit Grahn und Ebert für Dardai und Chahed versuchte Lucien Favre zum Wiederanpfiff die Offensivkraft der Hertha zu stärken, doch nach wie vor kamen die Berliner mit den früh störenden Cottbusern nicht zurecht. Einzig ein Versuch von Pantelic von der Strafraumgrenze stellte Piplica vor kleine Probleme, doch der Energie-Keeper hielt sicher (53.).
Die Einwechslung von Okoronkwo in der 65. Minute brachte auf Seiten der Hertha zwar noch mehr Druck, doch die Abwehr der Cottbuser hatte das Spiel unter Kontrolle. Echte Torchancen stellten sich für die Berliner aber nicht ein.
Im Gegenteil: Die gefährlicheren Szenen der zweiten Hälfte gingen von Cottbuser Kontern aus. Rivic scheiterte aber mit einem Schuss aus 25 Metern genauso an Hertha-Schlussmann Drobny (74.) wie Angelov vier Minuten später mit einem Volley-Schuss.
Nachdem auch die Schlussoffensive der Hertha verpufft war, kam es doch noch zu einem Höhepunkt im Spiel. Ebert brachte einen Freistoß hoch in den Cottbuser Strafraum, wo Bassila hochsprang und mit Simunic kollidierte. Schiedsrichter Schmidt entschied zur Verwunderung aller auf Strafstoß, doch Pantelic wollte das Geschenk nicht annehmen und hämmerte den Elfmeter gegen die Latte (90.).
Nach der Länderspielpause muss Hertha nach Bremen und sich gewaltig steigern um den Anschluss an die oberen Tabellenränge nicht ganz zu verpassen. Cottbus muss am 10. Spieltag bereits am Freitag ran und versucht gegen Duisburg den ersten Saisonsieg einzufahren.
| Hertha BSC |
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![]() Aufstellung: Drobny (3) - A. Friedrich (3,5) , von Bergen (4) , Simunic (3) , Fathi (3,5) - Dardai (5) , Mineiro (4) - Chahed (5) , Gilberto (5) - André Lima (6) , Pantelic (4,5) Trainer:
Favre |
| Energie Cottbus |

