Nach dem 0:1 in Karlsruhe am vergangenen Spieltag musste VfB-Trainer Armin Veh seine Startelf auf zwei Positionen umbauen. Für den nach dem Länderspiel angeschlagenen Hitzlsperger kam da Silva ins Team. Der immer noch nicht ganz gesunde Gomez nahm auf der Bank Platz und wurde durch Cacau ersetzt. Mit einer unveränderten Mannschaft gegenüber dem 1:1 gegen Nürnberg am vierten Spieltag wartete hingegen Gäste-Coach Petrik Sander auf.
Von Beginn an versuchte der VfB Druck zu machen, hatte aber seine liebe Not gegen die tief in der eigenen Hälfte stehenden Cottbuser Torchancen herauszuarbeiten. Es dauerte bis zur 14. Minute, ehe der Titelverteidiger die erste gute Szene in der Offensive hatte. Khedira kam jedoch bei einer Hilbert-Flanke den Bruchteil einer Sekunde zu spät und beförderte den Ball neben das Tor.
Diese Chance weckte die Stuttgarter aber endgültig auf. Es stellten sich Chancen im Minutentakt ein. In der 16. Minute rettete Piplica gegen Marica, und in der 17. Minute musste der Cottbuser Keeper gegen Hilbert alles riskieren um seinen Kasten sauber zu halten. Zunächst hielt aber das Bollwerk des FC Energie stand.
Diese zeigten zunächst wenig Drang nach vorne. Die zaghaften Angriffsversuche der Lausitzer verpufften schnell im Mittelfeld. Piplica und die Cottbuser Abwehr blieben im Zentrum der Aufmerksamkeit. Der Keeper reagierte zunächst glänzend gegen einen Drehschuss von Cacau (33.) und entschärfte kurze Zeit später auch einen Weitschuss von Osorio (34.).
Erst gegen Ende der ersten Hälfte wagte sich der FC Energie zögerlich vor das VfB-Tor. Eine echte Chance konnten sich die Lausitzer nicht mehr herausspielen, brachten aber gegen zum Ende hin nachlassende Stuttgarter das 0:0 sicher in die Pause.
Auch zu Beginn der zweiten Hälfte änderete sich am Gesamtbild des Spieles nichts. Stuttgart übernahm die Initiative und der FC Energie versuchte so gut es ging das eigene Tor zu verteidigen.
Immer wieder war es Cacau, der vor Piplicas Gehäuse für Gefahr sorgte. In der 51. Minute konnte der Brasilianer noch von Kukielka entscheidend gestört werden, doch drei Minuten später erzielte er die Führung für den VfB: Auf der linken Seite waren da Silva und Khedira durchgebrochen. Baumgart fälschte Khediras Flanke unglücklich ab, so dass Cacau in der Mitte nur noch freistehend zur Führung einköpfen brauchte (53.).
In der 58. Minute hatte wieder Cacau bereits die Vorentscheidung auf dem Fuss, als er in den Strafraum eindrang und aus kurzer Distanz abzog. Piplica hielt seine Mannschaft aber mit einer Klasse-Parade im Spiel.
Danach kamen die Lausitzer endlich besser in die Partie und zu guten Torchancen. Zunächst tauchte Rost völlig frei vor Stuttgarts Keeper Schäfer auf, der aber mit einer Glanzparade retten konnte (71.), dann brachte Angelov mit einem Steilpass den eingewechselten Shao in Position, dessen Direktschuss Schäfer aber ebenfalls parieren konnte (77.).
Ungeachtet der Cottbuser Chancen entschied der VfB aber in der Schlussphase das Spiel für sich. Wieder halfen aber die Cottbuser mit. Baumgart wollte in der 78. Minute Gomez den Ball wegspielen, legte aber ideal für den eingewechselten Ewerthon auf, der aus zehn Metern Piplica keine Chance ließ. Vier Minuten später sorgte der ebenfalls eingewechselte Gomez mit einem Kopfball nach einer Ewerthon-Flanke für die endgültige Entscheidung (83.).
Für den VfB Stuttgart ist die Generalprobe für den ersten Champion-League Auftritt dieser Saison geglückt. Mit dem zweiten Saisonsieg setzt der Meister wieder Kurs auf die oberen Tabellenregionen. Auch das getankte Selbstvertrauen sollte mit dem Blick auf den Kracher am kommenden Spieltag in Bremen wichtig sein. Energie Cottbus muss einen klassischen Fehlstart mit zwei Punkten aus fünf Spielen verdauen und spielt am kommenden Sonntag gegen Wolfsburg vielleicht schon um den Job des Trainers.
| VfB Stuttgart |
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| Energie Cottbus |

