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Energie Cottbus
Hamburger SV
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.









HSV muss um UEFA-Cup zittern

Energie bleibt drin

Energie Cottbus hat durch ein 2:0 über den Hamburger SV den Klassenerhalt gesichert. Die Lausitzer agierten aus einer massierten Defensive heraus und wiesen eine nahezu hundertprozentige Chancenverwertung auf. Der HSV war deutlich überlegen, allerdings fehlten die Ideen und die Mittel, um den Abwehrriegel des Prasnikar-Teams zu knacken. Den Hanseaten steht nun ein "Endspiel" um den UEFA-Cup bevor.

Frank Rost, Thimothee Atouba und Stiven Rivic
Der Schuss ins Glück: Stiven Rivic (re.) lässt HSV-Keeper Frank Rost keine Abwehrchance.
© dpaZoomansicht

Gegenüber dem 1:1-Remis beim KSC war Energie-Coach Bojan Prasnikar zu Umstellungen gezwungen. Für Mario Cvitanovic, Daniel Ziebig (jeweils 5. Gelbe Karte) und Stanislav Angelov (10. Gelbe Karte) spielten Mariusz Kukielka, Ivan Radeljic und Dusan Vasiljevic. Zudem ersetzte Dimitar Rangelov Michal Papadopulos im Angriff. Hamburgs Trainer Huub Stevens brachte nach dem 0:1 gegen Bremen für den gelbgesperrten Jerome Boateng Thimothee Atouba. Etwas überraschend verteidigte Miso Brecko anstelle von Guy Demel.

Der Hamburger SV kontrollierte dank der besseren Spielanlage die Anfangsphase im Stadion der Freundschaft. Cottbus agierte viel zu passiv und leistete sich zudem einige leichtfertige Ballverluste. Nach einem Stockfehler von Igor Mitreski hätte Ivica Olic fast freie Bahn gehabt, doch der Mazedonier und Keeper Gerhard Tremmel verhinderten ein Gegentor (12.). Nur 120 Sekunden später scheiterte Vincent Kompany nach einem Cottbuser Ballverlust im Mittelfeld am rechten Außennetz.

Der HSV blieb auch in der Folgezeit dominant. Allerdings mangelte es dem Stevens-Team an Durchschlagskraft im Angriff. Und so fiel dann das Tor auf der anderen Seite. Nach einem Ballverlust von Bastian Reinhardt schaltete Rangelov blitzschnell und brachte Stiven Rivic ins Spiel. Dieser war schneller als Atouba und ließ HSV-Keeper Frank Rost mit einem Rechtsschuss keine Abwehrchance (29.).

Das Stevens-Team hatte zwar auch nach dem 0:1 optische Feldvorteile, doch Cottbus tankte durch die Führung Selbstvertrauen und stand in der Defensive sicher. So ging es mit dem schmeichelhaften 1:0 für die Lausitzer in die Kabinen.

Ohne personelle Veränderungen kehrten beide Teams wieder zurück. Und auch auf dem Rasen änderte sich nichts. Cottbus vertraute weiter auf seine defensive Einstellung, Hamburg kam so erneut zu einem deutlichen Übergewicht.

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Allerdings fehlte dem Spiel des "Bundesliga-Dinos" die Ideen und die Kreativität, um den Abwehrriegel der Lausitzer zu knacken. Teilweise planlos berannte der HSV das Tor von Gerhard Tremmel, Chancen blieben aber Mangelware. Die beste Möglichkeit resultierte noch aus einer verunglückten Rettungsaktion von Kukielka, wobei der Ball nur knapp über die Querlatte strich (53.).

Mit zunehmender Spieldauer nahm das Niveau der Partie mehr und mehr ab. Der HSV verlor so langsam aber sicher den Glauben daran, noch ein Tor erzielen zu können. So hatte Energie Cottbus, das im zweiten Abschnitt keine einzige nennenswerte Torchance der Hanseaten mehr zuließ, keine Mühe, den Sieg nach Hause zu fahren.

Und wie im ersten Durchgang machten die Lausitzer aus einer Chance ein Tor. Nach einem Freistoß aus der Energie-Hälfte stand die HSV-Abwehr Spalier. Sörensen schnappte sich den Ball und traf aus kurzer Distanz zur Entscheidung (83.). Die Schlussminuten waren für das Team unter dem frenetischen Jubel der Fans ein Schaulaufen.

Am letzten Spieltag tritt Energie Cottbus zum bedeutungslosen Finale bei Hannover 96 an. Der Hamburger SV empfängt den Karlsruher SC zum "Endspiel" um den UEFA-Cup.

10.05.2008, 17:21
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Energie Cottbus
Aufstellung:
Tremmel (3) - 
da Silva (4) , 
Mitreski (3) , 
Kukielka (3) , 
Radeljic (4) - 
Vasiljevic (4) , 
Rost (3,5) - 
Rivic (3)       
Skela (4)   
Sörensen (3)    
Rangelov (3,5)      

Einwechslungen:
77. Shao für Rivic
83. Papadopulos für Rangelov
90. B. Jelic für Skela

Trainer:
Prasnikar
Hamburger SV
Aufstellung:
Rost (4) - 
Brecko (4)   
Reinhardt (5) , 
Mathijsen (4) , 
Atouba (5,5) - 
N. de Jong (4) - 
Kompany (5,5)   
Jarolim (4)   
Guerrero (5) , 
Olic (5,5)

Einwechslungen:
57. Demel (5) für Brecko
57. Sorin (4,5) für Kompany
70. Trochowski für Jarolim

Trainer:
Stevens

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Rivic (29., Rechtsschuss, Rangelov)
2:0
Sörensen (84., Rechtsschuss, Kukielka)
Gelbe Karten
Cottbus:
Rangelov
(3. Gelbe Karte)
HSV:
-

Spielinfo

Anstoß:
10.05.2008 15:30 Uhr
Stadion:
Stadion der Freundschaft
Zuschauer:
22746 (ausverkauft)
Spielnote:  4,5
eine Partie mit wenigen Höhepunkten, welche fast nur von der Spannung lebte.
Chancenverhältnis:
2:4
Eckenverhältnis:
0:6
Schiedsrichter:
Dr. Markus Merk (Otterbach)   Note 4
positiv: Merk ließ das Spiel laufen. Negativ: Assistent Borsch nahm Papadopulos wegen vermeintlicher Abseitsstellung die Chance auf ein Tor (84.).
Spieler des Spiels:
Dennis Sörensen
Vorbildlich: Der Däne, eigentlich Offensivspieler, arbeitete viel nach hinten mit. Souverän: Der 26-Jährige setzte den 2:0-Schlusspunkt.
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