BVB-Coach Thomas Doll veränderte sein Team nach dem 0:0 gegen Nürnberg auf zwei Positionen: Für Petric (eingeklemmter Rückennerv) und Kringe (Muskelfaserriss) durften Federico und Valdez von Beginn an ran.
Coach Armin Veh vertraute der Elf, die 4:1 gegen Frankfurt siegreich war. Einzig Beck rückte für Osorio auf die rechte Außenverteidigerposition. Die genesenen Meira und Hitzlsperger saßen zunächst nur auf der Bank.
Selbstbewusst spielte Stuttgart in den Anfangsminuten auf und versuchte gleich, das Heft in die Hand zu nehmen. Es fehlte lediglich der letzte und entscheidende Pass auf Seiten der Schwaben, die ihre Angriffe zumeist über die Außenbahnen einleiteten. Die Doll-Elf gewährte dem VfB in dieser Phase viel Platz, um das eigene Spiel aufzuziehen.
Armin Veh musste seine Startformation dann schon früh ändern, weil sich Tasci verletzte. So kam Meira nach seiner Schulterverletzung schon früh zum Zug (18.). Das Spiel verlor jetzt etwas den Takt und den Fluss, weil Fouls im Mittelfeld für viele Unterbrechungen sorgten. Wenn in den ersten Minuten noch Ansätze im Offensivspiel zu sehen waren, wurde der Ball kaum mehr bis in die Strafräume getragen, weil sich die Abwehrreihen gefunden hatten, aber auch weil mitunter das Tempo fehlte.
Manchmal reicht dann schon eine schnelle Körperbewegung. Blitzschnell drehte sich Valdez um Meira und zog ab (33.). Er verfehlte zwar das Ziel, aber der BVB erwachte. Und wenig später fiel die Führung. Dede warf von der linken Seite ein, Federico leitet weiter und Tinga schloss mit einem strammen Schuss in die linke Ecke ab (35.). Und nur zwei Minuten später musste Delpierre vor dem Brasilianer retten, der fast seinen zweiten Treffer erzielt hätte.
Stuttgart kombinierte sich mitunter recht ansehnlich durchs Mittelfeld, prallte dann jedoch an der Dortmunder Viererkette ab. Und so hatte Hummels kurz vor der Pause noch die Chance per Kopf zu erhöhen, als Keeper Schäfer sich bei einem hohen Ball verschätzte, der dann jedoch knapp das Tor verfehlte.
Nach Wiederanpfiff zeigte sich die Heimelf sofort hellwach, während die Defensive der Gäste noch schlief. Valdez schickte Blaszczykowski, der Keeper Schäfer umrundete, dann mit seinem Schuss jedoch an Boka scheiterte, der in letzter Sekunde rettete (48.). Und als Stuttgart gerade überhaupt nicht zu sehen war, fiel der Ausgleich. Meira flankte präzise vors Tor, wo Gomez nur einnicken musste (55.).
Die Freude währte bei den Gästen indes nicht lange. Frei verwandelte einen direkten Freistoß aus etwa 20 Metern, weil sich Schäfer frühzeitig für die falsche Ecke entschied (59.). In der Folge kam viel Hektik in die Partie, zudem erzielte Frei ein weiteres Tor, dem die Anerkennung wegen angeblicher Abseitsstellung allerdings verweigert wurde (62.).

Auf der anderen Seite parierte Höttecke einen Schuss von Cacau (72.). Minuten später hielt Hummels Gomez im Strafraum. Da das vom Schiedsrichter unbemerkt blieb, gab es auch keinen Elfmeterpfiff (75.). Die vermeintliche Entscheidung leitete dann Valdez ein, der sowohl Beck als auch Meira stehen ließ und Frei mustergültig in Szene setzte. Der Schweizer musste nur noch einschieben (79.).
Der VfB wehrte sich aber immer noch mit allen Kräften gegen die zehnte Auswärtsniederlage und kam mit einem Tor von Gomez sogar nochmal auf 2:3 ran (83.). Hitzlsperger und Delpierre vergaben in der Nachspielzeit den möglichen Ausgleich.
Dortmund muss am Samstag bei den abstiegsbedrohten Bielefeldern antreten. Stuttgart steht in Wolfsburg eine weitere Auswärtspartie ins Haus.
| Borussia Dortmund |
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| VfB Stuttgart |
Gelbe Karten |
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Dortmund: Kruska(2. Gelbe Karte) , Valdez(5., gesperrt) , Hummels(1.) Stuttgart: Fernando Meira(3. Gelbe Karte) , Pardo(4.) , Gomez(1.) , Hitzlsperger(3.) , Marica(4.) |

