Mit drei Änderungen wartete Arminen-Coach Michael Frontzeck nach dem 2:2 in Nürnberg auf: Die Abwehrspezialisten Schuler (Gelbsperre) und Gabriel (Wadenprobleme) mussten passen. Bollmann und Rau, gerade genesen von einem Faserriss in der Kniekehle, verteidigten für Bielefeld. Zudem durfte Zuma anstelle von Eigler als frische Kraft im Sturm beginnen. Zwei Umstellungen gab es auf Bochumer Seite gegenüber dem 1:1 gegen Duisburg. Trainer Marcel Koller konnte wieder auf Azaouagh (nach Virusinfektion) zurückgreifen, zudem stand Epalle in der Startelf. Der verletzte Imhof (Stirnbeinbruch) und Mieciel mussten weichen.
Wenig Aufregendes hatte die Anfangsphase in der Schüco-Arena zu bieten. Bochum ließ den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren und erarbeitete sich ein optisches Übergewicht. Bielefeld zog sich weit zurück und überließ dem VfL die Initiative. Der wusste trotz einiger gelungener Ansätze nicht wirklich was damit anzufangen. Einen Aufreger gab es in der 10. Minute, als ein Auer-Kopfball an den linken Pfosten klatschte, Schiedsrichter Rafati aber den Stürmer im Abseits sah.
Der VfL zeigte die reifere Spielanlage, Bielefeld traute sich nach einer knappen Viertelstunde aber etwas mehr zu. Und kam zu Chancen: Wichniarek (14.) und Halfar (16.) gaben erste Warnschüsse ab. Die auf Konterspiel ausgelegten Arminen rückten bei Ballbesitz nicht schnell genug nach, so waren im Wechsel Wichniarek und Zuma zu sehr auf sich alleine gestellt.
Glück hatte Bielefeld, dass Auer in der 23. Minute bei einer scharfen Hereingabe von links in der Mitte in aussichtsreicher Position wegrutschte. Zudem fand sich bei einem Flanken-Paket von Pfertzel (28., 33., 35.) von rechts kein VfL-Akteur, der dem Leder eine entscheidende Richtungsänderung hätte geben können. Vor der Pause drang die Heimelf zweimal bis vor das Bochumer Gehäuse vor, Zuma (39.) und auch Wichniarek (41.) brachten den Ball aber nicht unter Kontrolle. So wechselten die aktiveren Bochumer gegen zu passiv auftretende Arminen torlos die Seiten.
Zunächst sah es so aus, als sollte Bielefeld seine Zurückhaltung in Durchgang zwei ablegen, aber Bochum übernahm nach einer Zuma-Chance (46.) schnell wieder die Spielkontrolle. Viel lief über die rechte Seite, wo Pfertzel nach vorne für viel Betrieb sorgte. Eine der Flanken des Franzosen konnte Auer, dem der Ball sechs Meter vor dem Tor versprang, nicht verwerten (55.). Nach einer Stunde knallte Sestak das Leder an den Außenpfosten - dies sollte sich rächen.
Bochum machte das Spiel, Bielefeld das Tor! Nach einer Freistoßflanke von Kamper flog Mijatovic in den Ball und wuchtete ihn aus kurzer Distanz in die Maschen (70.). Der VfL hatte zwei Minuten später fast die passende Antwort, Yahia scheiterte jedoch erst am Pfosten und dann am glänzend reagierenden Fernandez. Bielefeld hatte nun viel Raum, da die Koller-Elf hinten komplett öffnete. Den Freiraum nutzte Geburtstagskind Kamper, der in der Schlussminute den Sack zumachte.
Bielefeld gastiert nun am Mittwoch beim FC Bayern, Bochum empfängt am Dienstag Schalke 04 zum kleinen Revierderby.
| Arminia Bielefeld |
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| VfL Bochum |

