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1. FC Nürnberg

1. FC Nürnberg

2
:
2

Halbzeitstand
2:0
Arminia Bielefeld

Arminia Bielefeld


1. FC NÜRNBERG
ARMINIA BIELEFELD
15.
30.
45.



60.
75.
90.









Nürnberg reichte 2:0-Führung nicht

Frontzecks Joker stechen

Der 1. FC Nürnberg hat gegen Bielefeld die große Chance vergeben, aus dem Keller zu klettern. Nach einer überlegen geführten ersten Hälfte führten die Franken zwar zur Pause verdient mit 2:0, am Ende reichte die Führung aber nicht, weil Arminias Joker nach dem Seitenwechsel stachen.

Mintal (re.) gegen Fernandez
Einmal überwand Marek Mintal Bielefelds Keeper Fernandez, am Ende reichte der Treffer aber nur zu einem Punkt.
© dpaZoomansicht

Nürnbergs Trainer Thomas von Heesen verzichtete auf personelle Veränderungen und vertraute erneut der Elf, die 1:0 gegen Wolfsburg gewonnen hatte. Misimovic musste wegen seiner Adduktorenprobleme abermals passen. Auch Bielefelds Coach Michael Frontzeck sah nach dem 1:0 gegen Leverkusen keinerlei Veranlassung, Wechsel an seiner Mannschaft vorzunehmen.

Nach einer von beiden Abstiegskandidaten vorsichtig geführten Anfangsphase, in der sich das Geschehen fast ausnahmslos im Mittelfeld abspielte, war es der 1. FC Nürnberg, der erste Vorstöße wagte. Mintal zögerte zunächst zu lange, um aus aussichtsreicher Position 20 Meter vor dem Tor gefährlich abziehen zu können (12.), zwei Minuten später hatte der Slowake aber die Führung auf dem Fuß. Nach sehenswertem Zusammenspiel mit Vittek kam Mintal sieben Meter vor dem Tor zum Abschluss, Fernandez lenkte das Leder jedoch zur Ecke (14.).

Nürnberg wurde nun in seinen Aktionen immer sicherer und erhöhte kontinuierlich den Druck auf die Ostwestfalen. Eine Unsicherheit von Fernandez konnten zwar weder Koller noch Mintal nutzen (19.), dennoch kamen die Franken dem Tor nun immer näher. Während Bielefeld offensiv weiterhin nicht in Erscheinung trat, brachte eine schöne Kombination von Koller und Mintal auf der Gegenseite die Führung für den Club. Bei einem doppelten Doppelpass legte der Tscheche die Kugel mustergültig für den Slowaken quer, und das "Phantom" schob den Ball aus zwölf Metern unhaltbar für Fernandez zum 1:0 ins linke untere Eck (29.).

Der FCN wollte sofort nachlegen, zunächst aber ohne Erfolg. Koller köpfte daneben (31.), Pinolas Rechtsschuss stand Fernandez im Weg (37.). So war es eine Standardsituation für die Arminia, die Nürnberg das 2:0 bescherte. Nach einem abgewehrten Eckball bewies Engelhardt eine große Portion Übersicht und schickte Saenko mit einem Diagonalpass über 40 Meter auf die Reise. Der durchgebrochene Russe behielt die Nerven und schob die Kugel vorbei an Fernandez ins Netz (39.). Bis zur Pause kontrollierten die Franken weiter die Begegnung, ohne noch einmal ernsthaft gefährlich zu werden.

Frontzeck reagierte zur Pause, brachte Zuma und Kamper für Eigler und Halfar und hatte damit prompt Erfolg. Zuma schleppte das Leder unbedrängt durch die Nürnberger Hälfte und spielte dann auf Wichniarek, der Klewer mit einem satten Rechtsschuss aus halbrechter Position überwand (47.). Der Anschlusstreffer raubte den Franken etwas die Souveränität des ersten Durchgangs. Bis auf einen Distanzschuss von Mintal, der das Tor knapp verfehlte (56.), kam Nürnberg nicht mehr gefährlich nach vorne. Anders die Arminia: Einen Freistoß von rechts hob Marx in den Strafraum, wo der eingewechselte Bollmann am höchsten sprang und zum 2:2 einköpfte (59.).

Der Club wirkte nun wie gelähmt. Die vor der Pause so flüssigen Kombinationen gehörten endgültig der Vergangenheit an. Zwar spielten die Hausherren weiter nach vorne, in jeder Aktion war nun jedoch Verkrampfung zu spüren. Wenn es interessant wurde, dann nur aus der Distanz. Engelhardts Schuss bekam Fernandez im Nachfassen unter Kontrolle (64.), Mintals Freistoßgeschoss faustete der Südafrikaner aus dem Strafraum (74.).

In der Schlussphase erhöhten die Franken noch einmal den Druck. Engelhardts Freistoß parierte Fernandez sicher (81.), Vitteks 16-Meter-Versuch strich über den Querbalken (82.). Dem FCN rannte die Zeit davon, aber Bielefeld stand bis zur Schlusssekunde sicher. Da aber hatte der Club noch einmal Eckball. Engelhardts Hereingabe landete bei Mintal, der per Aufsetzer nur die Latte traf, ehe Vittek im Nachschuss auch die letzte Chance vergab.

Nürnberg ist bereits am Freitag wieder gefordert, wenn es zur Borussia nach Dortmund geht. Bielefeld empfängt am Samstag den VfL Bochum.

26.04.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Nürnberg
Aufstellung:
Klewer (4) - 
Jacobsen (3,5) , 
A. Wolf (3) , 
Abardonado (4,5) , 
Pinola (3,5) - 
Galasek (3,5) , 
Engelhardt (3)    
Mintal (2)    
Vittek (4,5) , 
Saenko (2,5)        
Koller (3,5)

Trainer:
von Heesen
Arminia Bielefeld
Aufstellung:
Fernandez (3,5) - 
Kucera (3,5) , 
Mijatovic (4)    
Gabriel (4)    
Schuler (4)    
Kauf (4) - 
Kirch (4) , 
Marx (3,5) - 
D. Halfar (5,5)    
Eigler (5,5)    
Wichniarek (3)        

Einwechslungen:
46. Kamper (4,5) für D. Halfar
46. Zuma (3) für Eigler
53. Bollmann (2,5)     für Gabriel

Trainer:
Frontzeck

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Mintal (29., Rechtsschuss, Koller)
2:0
Saenko (39., Rechtsschuss, Engelhardt)
2:1
Wichniarek (47., Rechtsschuss, Zuma)
2:2
Bollmann (59., Kopfball, Marx)
Gelbe Karten
Nürnberg:
Saenko
(2. Gelbe Karte)
,
Engelhardt
(6.)
Bielefeld:
Schuler
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Wichniarek
(3.)
,
Mijatovic
(3.)

Spielinfo

Anstoß:
26.04.2008 15:30 Uhr
Stadion:
Easy-Credit-Stadion, Nürnberg
Zuschauer:
46300
Spielnote:  3
eine unterhaltsame, am Ende sehr spannende Partie mit vielen Torraumszenen, die in der ersten Hälfe dank des FCN auch spielerisch ansprechend war.
Chancenverhältnis:
11:2
Eckenverhältnis:
5:5
Schiedsrichter:
Michael Weiner (Hasede)   Note 4,5
leistete sich in der leicht zu leitenden Partie zwar keine spielentscheidenden Fehler, dafür aber eine Vielzahl von kleinen, agierte ohne erkennbare Linie im Bewerten von Zweikämpfen und bei der Vergabe von Gelben Karten, zeigte sich bei Mijatovic, Schuler und Galasek zu großzügig, bei Saenko zu kleinlich.
Spieler des Spiels:
Marek Mintal
Laufstarke Schaltzentrale, verteilte die Bälle vor allem in der ersten Hälfte geschickt, war der mit Abstand gefährlichste Akteur.