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Karlsruher SC

 - 

Werder Bremen

 
Karlsruher SC

3:3 (1:2)

Werder Bremen
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Karlsruher SC
Werder Bremen
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.











Karlsruhe eiskalt - Bremen fahrlässig

Premieren von Özil und Kapllani

In einem unterhaltsamen Bundesligaspiel steht am Ende eine Punkteteilung, über die sich nur die Karlsruher freuen dürften. Bremen war über weite Strecken die dominierende Mannschaft und vergab zahlreiche Großchancen. Die Heimelf nutzte hingegen die sich bietenden Möglichkeiten eiskalt aus und versetzte Werder einen kleinen Rückschlag im Kampf um die Champions League.

Hajnal und Jensen
Passgeber: Hajnal (hier gegen Jensen) legte den ersten Treffer auf.
© dpaZoomansicht

KSC-Coach Edmund Becker konnte im Vergleich zum 1:0-Sieg in Duisburg wieder auf Franz zurückgreifen, der für Stoll in die Innenverteidigung rückte. Kapllani ersetzte den verletzten Kennedy (Bänderriss) und Timm stand an Stelle von Staffeldt in der Anfangsformation.

Thomas Schaaf musste nach dem 2:1 in Rostock auf seine Routiniers Baumann (Bänderdehnung) und Frings (Kapselverletzung im Sprunggelenk) verzichten, so dass Jensen und Özil zum Einsatz kamen.

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Der Karlsruher SC wurde vor ausverkauftem Stadion sofort mächtig unter Druck gesetzt und konnte sich bei Miller bedanken, nicht schon früh in Rückstand geraten zu sein. Zunächst hatte Sanogo eine Kopfballchance, nachdem Diego punktgenau servierte. Im Nachfassen hatte Miller den Ball sicher (3.). Drei Minuten später flankte Borowski auf den im Strafraum völlig freistehenden Klasnic. Sein erster Schussversuch wurde von Miller abgewehrt, beim Nachsetzen landete der Ball am Pfosten.

In der intensiven Anfangsphase agierte der KSC zunächst fahrig, erst durch eine schöne Aktion von Eichner, der aus 18 Metern abzog, hatten die Gastgeber eine erste Chance, die aber sicher von Wiese abgewehrt wurde (13.). So kam die Führung dann auch überraschend: Während Werder beim Pass von Hajnal auf Abseits spekulierte, Pasanen aber falsch stand, war Freis alleine durch und schob von der Strafraumgrenze locker zum 1:0 ein (15.).

Bremen gab sich völlig unbeeindruckt und wurde für die mutige Spielweise bald belohnt: Ein Schuss von Borowski konnte Timm noch abblocken. Der Ball sprang Diego vor die Füße, der souverän in die linke Ecke einschob (23.). Einziges Manko der Schaaf-Elf war, dass sie fahrlässig mit ihren zahlreichen Chancen umging. So schoss Sanogo nach Vorarbeit von Borowski aus kurzer Distanz über das Tor (27.). Aber Werder ließ nicht locker, kam vor allem über die rechte Seite ein ums andere Mal gefährlich in die Nähe des Tores. Die Karlsruher wurden bei Ballbesitz sofort noch in der eigenen Hälfte attackiert, und die logische Folge war die Führung. Ein eigentlich harmloser Schuss von Özil rutschte Miller über die Handschuhe und landete in der rechten Ecke zum 2:1 (29.) - Özils erstes Bundesligator! Bremen drosselte das Tempo jetzt etwas, doch der KSC konnte bis zur Pause davon nicht mehr profitieren.

Diego
Ausgleich: Diego ließ Keeper Miller beim 1:1 keine Chance.
© dpa

Nach Wiederanpfiff hatten die Badener Glück, dass die Partie nicht frühzeitig entschieden wurde, als das Schiedsrichtergespann ein Handspiel von Eggimann im eigenen Strafraum übersah (48.). Wenig später war es der Schweizer, der nach einer Hajnal-Ecke fast den Ausgleich per Kopf erzielte, doch der Ball ging knapp drüber (51.). Auf der anderen Seite spazierte Naldo durch die KSC-Abwehrreihe, scheiterte jedoch mit seinem Schuss an Miller (52.).

Mit einem schönen Solo gelang aber Freis der Treffer für die Becker-Elf. Naldo ließ sich ausspielen, Mertesacker zögerte und Fritz kam zu spät. Zu guter letzt sah auch Wiese bei seinem Abwehrversuch unglücklich aus (59.). Bremen agierte in der Defensive viel zu lässig und das wurde erneut bestraft. Nach einem schönen Pass des eingewechselten Iashvili hatte Kapllani seine erste Torchance und die nutzte er, weil Jensen zu spät kam (66.). Wie Özil durfte sich der Albaner über sein erstes Bundesligator freuen.

Und diesmal tat sich Bremen sichtlich schwer, eine Reaktion zu zeigen. Es wurde nicht mehr konsequent und schnell genug nachgerückt. Gab es dann doch mal eine Chance, wurde sie kläglich vergeben. So schoss Sanogo aus kurzer Distanz erneut übers Tor (83.). Als er kurz vor dem Ende der Partie den Ball von Diego serviert bekam, konnte er aus einem Meter schließlich nicht anders, als den Ball irgendwie über die Linie zu drücken (86.). Es war der verdiente Schlusspunkt eines guten Fußballspiels.

Karlsruhe muss am 31. Spieltag am Samstag in Berlin antreten, während Bremen gegen Cottbus ran muss.

26.04.08
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Karlsruher SC
Aufstellung:
Miller (3,5) - 
Görlitz (4)    
Eggimann (4,5) , 
Franz (4)    
Eichner (3) - 
Aduobe (4) , 
Porcello (5)    
Timm (4,5)    
Hajnal (3)    
Freis (2)        
Kapllani (3,5)            

Einwechslungen:
54. Buck (2,5) für Porcello
56. Iashvili (3) für Timm
78. Staffeldt für Kapllani

Trainer:
Becker
Werder Bremen
Aufstellung:
Wiese (4) - 
Fritz (3) , 
Mertesacker (4,5) , 
Naldo (3) , 
Pasanen (4) - 
D. Jensen (4) - 
Borowski (3) , 
Özil (2,5)        
Diego (2,5)    
Sanogo (4)    
Klasnic (4,5)    

Einwechslungen:
65. Rosenberg für Klasnic
84. Hugo Almeida für Özil

Trainer:
Schaaf

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Freis (15., Rechtsschuss, Hajnal)
1:1
Diego (23., Rechtsschuss)
1:2
Özil (29., Linksschuss, Borowski)
2:2
Freis (59., Rechtsschuss)
3:2
Kapllani (67., Rechtsschuss, Iashvili)
3:3
Sanogo (86., Linksschuss, Diego)
Gelbe Karten
Karlsruhe:
Görlitz
(3. Gelbe Karte)
,
Hajnal
(6.)
,
Franz
(8.)
,
Kapllani
(1.)
Bremen:
-

Spielinfo

Anstoß:
26.04.2008 15:30 Uhr
Stadion:
Wildparkstadion, Karlsruhe
Zuschauer:
29470 (ausverkauft)
Spielnote:  2
sehr unterhaltsam, hochkarätige Chancen, tolle Kombinationen - aber auch einige individuelle Fehler.
Chancenverhältnis:
5:12
Eckenverhältnis:
5:3
Schiedsrichter:
Marc Seemann (Essen)   Note 4
verwehrte Werder einen klaren Handelfmeter (48., Eggimann), entschied indes bei zwei kniffligen Situationen richtig: Mertesackers Handspiel (45.) als unabsichtlich zu werten war ebenso korrekt wie die Abseitsstellung bei Rosenbergs Tor (88.).
Spieler des Spiels:
Sebastian Freis
Ein grandioses, vehementes Solo über 70 Meter schloss er ebenso kaltschnäuzig ab wie Hajnals intelligentes Zuspiel vor der Pause.
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