
Duisburgs Trainer Rudi Bommer musste nach dem 1:0 in Hamburg zwei Wechsel vornehmen: Für Tararache (10. Gelbe Karte) und Filipescu (Muskelfaserriss) kamen Georgiev und nach abgesessener Gelbsperre Schlicke.
Karlsruhes Coach Edmund Becker indes brachte im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen Rostock nur einen neuen Spieler: Auf der linken Außenbahn ersetzte Staffeldt Iashvili.
Beide Mannschaften spielten zu Beginn sehr verhalten. Sicherheit und Fehlervermeidung waren Trumpf. Vor allem der KSC stand sehr tief in der eigenen Hälfte und überließ den "Zebras" weite Teile des Spielfeldes. Auf der anderen Seite nahm der MSV die Rolle des spielmachenden Teams an, ohne dabei großes Risiko zu gehen. Folglich gab es hüben wie drüben kaum Strafraumszenen zu sehen. Einzige Ausnahme war ein Schuss von Niculescu von der Strafraumgrenze, der aber KSC-Schlussmann Miller kaum prüfte (10.).
Im weiteren Verlauf blieb der MSV am Drücker, leistete sich aber gegen nur auf Verteidigung ausgelegte Badener zu viele Abspielfehler. Bis zur 26. Minute sprangen daher nur Verlegenheitsschüsse heraus. In dieser kam dann Georgiev am Strafraum ans Leder. Danach ließ der Bulgare Stoll mit einer Finte ins Leere laufen, zirkelte den Ball aber an die Latte. Kurz darauf konnte auch der KSC die erste Gelegenheit für sich verbuchen. Staffeldt fehlte es bei seinem Schuss jedoch an der nötigen Präzision (29.).
Dies waren dann auch die einzigen Aufreger der ersten Hälfte. Die "Zebras" blieben zwar bemüht, fanden aber kein geeignetes Mittel gegen dicht gestaffelte Badener Defensive, die ihrerseits offensiv nicht statt fanden.
Nach der Pause durfte der von MSV-Trainer Rudi Bommer begnadigte Stürmer Lavric sein Comeback im Trikot der Duisburger feiern, aber auch der Slowene konnte zunächst keine Akzente setzen.
Auf der anderen Seite führte eine Unachtsamkeit der Bommer-Schützlinge zur bis dato besten KSC-Chance: Avalos hatte nicht aufgepasst und Hajnal war davon gezogen. Der Ungar überwand dann mit einem Heber MSV-Keeper Starke, scheiterte jedoch am zurückgeeilten Avalos, der seinen Fehler wieder gut machte (50.).
Das Spiel wurde nun umkämpfter und es schlichen sich einige Nickeligkeiten ein. Ansonsten änderte sich nicht viel. Engagierte Duisburger waren bemüht, aber ohne Durchschlagskraft gegen offensiv harmlose Badener.
Nach 67 Minuten ertönte erneut der Klang von Aluminium: Eine Avalos-Flanke avancierte zum Torschuss, der dann die Querlatte streifte.
In der Schlussphase wurde die Bommer-Elf schließlich doch noch kalt erwischt. Zuerst vergab Kennedy gegen Starke (80.), aber eine Minute später kam der KSC nach einer schönen Kombination über Freis, Kennedy und Hajnal erneut vors MSV-Gehäuse. Dabei tauchte Freis alleine vor Starke auf. Der Mittelfeldspieler versuchte es aber nicht selbst, sondern legte mit viel Übersicht auf Hajnal ab, der dann aus acht Metern ins leere Tor zum Endstand einschob.
Beide Mannschaften sind wieder am Samstag, 26. April 2008, gefordert. Der Karlsruher SC empfängt dann Werder Bremen, die Duisburger hingegen gastieren in Bochum beim VfL. Dabei droht der Ausfall von Kapitän Grlic. Nach dem Spiel wurde bekannt, dass beim Bosnier der Verdacht auf einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel besteht, was seinen Einsatz in Bochum unmöglich machen würde.
| MSV Duisburg |
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| Karlsruher SC |

