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Energie Cottbus

 - 

Hertha BSC

 

2:1 (1:1)

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Energie Cottbus
Hertha BSC
1.
15.
30.
45.




46.
60.
75.
90.











Cottbus springt auf Platz 15

Skela zeigt sich treffsicher

In einem abwechslungsreichen Derby holte sich Cottbus gegen Hertha einen nicht unverdienten Sieg. Energie ließ sich weder von einem zu Unrecht aberkannten Tor noch vom Rückstand beeindrucken und egalisierte noch vor der Pause. Nach Wiederanpfiff brachte ein Foulelfmeter nach einer guten Stunde die Führung für die Lausitzer, die danach kompromisslos verteidigten und den Sieg über die Zeit retteten.

Keeper Tremmel (Cottbus) und Kacar (Hertha)
Keeper Tremmel (Cottbus) und Kacar (Hertha) sehen dem Leder hinterher, das am Pfosten vorbeifliegt.
© dpaZoomansicht

Bei Cottbus tauschte Coach Bojan Prasnikar nach dem 1:2 in Frankfurt zweimal Personal aus: Für Radeljic und Sörensen spielten da Silva und Mitreski. Rivic wurde aus dem Mittelfeld in die Spitze beordert.

Hertha-Coach Lucien Favre musste im Vergleich zum 1:2 gegen Schalke auf Simunic verzichten. Kacar rückte links in die Viererkette, dafür Piszczek ins Mittelfeld, in dem auch Mineiro Ebert ersetzte. Im Angriff kam Pantelic nach seiner ausgeheilten Wadenverletzung für Lima zum Einsatz.

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In der Lausitz entwickelte sich eine schnelle und abwechslungsreiche Partie, in der beide Teams sofort den Vorwärtsgang einschalteten, es aber zunächst an der Genauigkeit im Passspiel fehlen ließen. Mineiro auf der einen (7.) und Bassila (16.) auf der anderen Seite setzten jeweils erste Duftmarken.

Nur eine Minute später erzielte Jelic die vermeintliche Führung für Energie: Der Angreifer nickte eine Bassila-Kopfballvorlage aus vier Metern ein, stand dabei deutlich nicht im Abseits. Dennoch versagte das Schiedsrichtergespann dem Treffer die Anerkennung.

Die Berliner waren technisch überlegen und suchten nach Ballgewinn weiterhin schnell den Weg zum gegnerischen Strafraum. Ein energischer Antritt von Bergens leitete die Führung der Gäste ein: Der Verteidiger schloss seinen Sololauf von der linken Seite im Strafraum mit einem Schuss ab, den Tremmel zur Seite lenken konnte. Pantelic setzte nach und spielte zurück zu Raffael, der wiederum an die Strafraumgrenze zu Mineiro ablegte. Gegen den Flachschuss des Brasilianers aus 18 Metern ins linke Eck war Tremmel machtlos - Skacel stand bei dem Treffer im passiven Abseits und behinderte nach Meinung von Referee Dr. Merk nicht die Sicht des Keepers (21.).

Cottbus war geschockt, Hertha hatte in der Folge zunächst alles unter Kontrolle. Die solide Defensivabteilung der Hauptstädter verhinderte, dass die Gastgeber am, geschweige denn gefährlich im Strafraum auftauchen konnten. Durch vereinzelte Konter (Piszczek, 29.) tauchte die Favre-Elf auch vielversprechend vor des Gegners Tor auf.

Ein Freistoß, den Jelic kurz vor dem Sechzehnmeterraum in zentraler Position gegen Friedrich herausholte, brachte dann aber kurz vor dem Wechsel den Gleichstand: Skela zirkelte den Ball aus 20 Metern über die Abwehrmauer hoch ins rechte Eck (41.).

Lustenberger vergab wenige Sekunden nach Wiederanpfiff aus 16 Metern die gute Möglichkeit zur erneuten Führung. Auf der Gegenseite scheiterte Jelic an der Klasse-Reaktion von Hertha-Keeper Drobny (49.).

Danach fehlten die klaren Aktionen auf beiden Seiten. Hertha war zwar optisch überlegen, war aber mit oft hoch auf Pantelic gespielten Pässen leicht auszurechnen. Gefährlich wurde es nur aus der Distanz (Dardai, 58.).

Einer der wenigen konstruktiven Angriffe der Lausitzer in dieser Phase brachte den Hausherren die Führung - Piszczek soll Ziebig nach Ansicht von Referee Dr. Merk bei einem Strafraumduell unfair zu Fall gebracht haben. Skela trat an und verwandelte sicher zur Führung der Prasnikar-Schützlinge (62.).

Die Berliner starteten sofort wütende Attacken. Vom Anspiel weg kam Mineiro halblinks im Strafraum zum Schuss, traf mit seinem Schlenzer aber nur die Latte (63.). Vier Minuten später netzte der Brasilianer zwar ein, befand sich dabei aber knapp im Abseits (67.). Energie stand fast nur noch hinten drin, agierte kompromisslos oft mit Befreiungsschlägen und ließ der nun drückend überlegenen "Alten Dame" wenig Raum für Kombinationen. Entlastung gab es nur selten, aber bei den wenigen Kontern wirkte der Abstiegskandidat nun gefährlicher als die Gäste-Elf, dennoch nicht entschlossen genug (Sörensen, 81.). Es reichte am Ende auch so, und Energie sprang mit dem Dreier auf Nichtabstiegsplatz 15.

Auf Cottbus wartet bereits am Freitag das Abstiegsduell in Duisburg, Hertha empfängt am Samstag Besuch aus Bremen.

30.03.08
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Energie Cottbus
Aufstellung:
Tremmel (3) - 
da Silva (4) , 
Mitreski (3)    
Cvitanovic (3,5) , 
Ziebig (3,5) - 
Bassila (4)    
S. Angelov (3) , 
Skela (2)        
Rost (3,5)    
B. Jelic (4)    
Rivic (4)

Einwechslungen:
61. Sörensen     für Bassila
69. Radeljic für Mitreski
85. Papadopulos für B. Jelic

Trainer:
Prasnikar
Hertha BSC
Aufstellung:
Drobny (4) - 
Chahed (3,5) , 
A. Friedrich (3,5) , 
von Bergen (3)    
Piszczek (3,5)        
Lustenberger (4)    
Mineiro (2,5)    
Skacel (3,5)    
Kacar (3) - 
Raffael (3,5) - 

Einwechslungen:
34. Dardai (4) für von Bergen
71. André Lima für Lustenberger
78. Domovchiyski für Piszczek

Trainer:
Favre

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Mineiro (21., Rechtsschuss, Raffael)
1:1
Skela (41., direkter Freistoß, Rechtsschuss)
2:1
Skela (63., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Ziebig)
Gelbe Karten
Cottbus:
Rost
(6. Gelbe Karte)
,
Sörensen
(4.)
Hertha:
Piszczek
(1. Gelbe Karte)
,
Skacel
(3.)

Spielinfo

Anstoß:
30.03.2008 17:00 Uhr
Stadion:
Stadion der Freundschaft, Cottbus
Zuschauer:
20746
Spielnote:  3,5
eine Partie, die weitestgehend von der Spannung und der Intensität lebte.
Chancenverhältnis:
4:5
Eckenverhältnis:
0:13
Schiedsrichter:
Dr. Markus Merk (Otterbach)   Note 4,5
lag falsch bei der Entscheidung, das Tor von Jelic wegen Abseits nicht anzuerkennen (18.). Gab das Tor von Mineiro (21.) zurecht, da der Berliner Kacar zwar im Abseits stand, aber nicht ins Spielgeschehen eingriff. Korrekt sein Elfmeterpfiff vor dem 2:1. Äußerst knifflig, aber wohl richtig die Entscheidung, Mineiros Tor (67.) wegen Abseits nicht zu geben.
Spieler des Spiels:
Ervin Skela
Der Matchwinner. Mit seinem Freistoß brachte er Energie zurück ins Spiel. Behielt dann beim Elfmeter die nötige Ruhe.
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