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Bayer 04 Leverkusen

 - 

FC Schalke 04

 

1:0 (0:0)

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Bayer 04 Leverkusen
FC Schalke 04
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.














Gelb-Rot für Jones - Bayer bleibt in der Rückrunde ungeschlagen

Neuer wird von einer Flanke düpiert

In einer Begegnung, die dem Prädikat "Spitzenspiel" nicht gerecht wurde, demonstrierten beide Mannschaften technische Mängel und Schwächen beim Abschluss. Eigentlich hatte die Partie keinen Sieger verdient. Doch Leverkusens Manuel Friedrich drehte kurz vor Schluss ein ganz "krummes Ding". So ging die Werkself als glücklicher Gewinner vom Platz.

Vidal und Jones
Kämpfer unter sich: Die "Sechser" Arturo Vidal und Jermaine Jones im Duell um den Ball.
© dpaZoomansicht

Der Auftritt auf der internationalen Bühne gestaltete sich für beide Mannschaften erfolgreich. Der Lohn: Weder Leverkusens Trainer Michael Skibbe (nach dem 5:1 gegen Galatasaray) noch Mirko Slomka (1:0-Sieg gegen Porto) änderten die Startelf. Bei Bayer fiel Keper René Adler erneut wegen Adduktorenproblemen aus.

Nach dem früh eingeleiteten Torfestival gegen Istanbul sahen die Zuschauer diesmal einen verhaltenen Beginn der Werkself. Die Schalker spielten gleich zu Beginn ihren größten Trumpf aus: Standardsituationen. Kuranyi erwischte das Leder nach einer Freistoßflanke von Rakitic nicht richtig mit der Stirn - noch keine Gefahr für Keeper Benedikt Fernandez (3.). Drei weitere Minuten später aber wäre er aber geschlagen gewesen. Nach einer Ecke klärte Haggui den Kopfballversuch von Krstajic auf der Linie.

Ob der Tunesier dabei den Arm zur Hilfe genommen hatte, war nicht klar ersichtlich. In der nächsten Situation gab es daran hingegen keinen Zweifel. In der 16. Minute wollte Kuranyi per Kopf ins Zentrum ablegen, dem mit hoch gestiegenen Friedrich sprang der Ball an die Hand. Referee Gräfe erkannte keine Absicht. Eine vertretbare Entscheidung, denn Friedrich konnte den Verlauf des Balles mit dem Rücken zum Geschehen gar nicht sehen.

Die Leverkusener traten in der Offensive nur vereinzelt in Erscheinung. Kießlings Flanke auf den zweiten Pfosten nahm Schneider direkt. Da Neuer das Leder fallen ließ, wurde das "Schüsschen" doch noch gefährlich. Mit vereinten Kräften klärte die Gelsenkirchener Abwehr die Aktion (11.). Auch an der zweiten gefährlichen Szene war Kießling beteiligt: Das Leder sprang über Krstajic hinweg. Der Bayer-Angreifer wäre auf und davon gewesen - wenn ihm nicht der Ball versprungen wäre. Bordon klärte somit ohne Probleme.

Es sollte der letzte Aufreger in einer allenfalls mittelmäßigen ersten Hälfte sein. Die Fehlpassquote stieg konstant. Wenn ein Anspiel gelang, brauchten die Angreifer zu lange, um die Kontrolle über das Spielgerät zu gewinnen. Vor allem Kuranyi offenbarte wiederholt technische Schwierigkeiten bei der Ballkontrolle.

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Auch nach der Pause dasselbe Bild: Die Abwehrreihen standen auf beiden Seiten sicher, im wesentlichen spielte sich die Begegnung im Mittelfeld ab. Spielerische Linie - Fehlanzeige. Auch der zur Pause eingewechselte Lövenkrands passte sich dem immer trauriger werdenden Niveau nahtlos an. Sein Pass bei Überzahlsituation ins Niemandsland war bezeichnend für diese Phase.

Leverkusen hätte beinahe eine der wenigen Unachtsamkeiten in der Schalker Hintermannschaft genutzt. Kein Schalker fühlte sich für Castro zuständig, der förmlich durchs Mittelfeld spazierte. Aus 18 Metern verpasste er das Tor denkbar knapp (59.). Noch enger ging es aber in der 68. Minute zu. Rafinha bediente Kobiashvili mit einem flachen Anspiel. Der Georgier versetzte seinen Gegenspieler mit einem Haken und verfehlte die lange Ecke aus fünf Metern um Zentimeter - die bis dato beste Gelegenheit des Spiels.

Die Strafraumsituationen nahmen in der Schlussphase zu, wurden aber teils kläglich vergeben. Siehe Paul Freier in der 80. Minute: Der durchgebrochene Flügelspieler hätte schießen können, seinen Querpass fing Bordon ab. Der Ball prallte zurück zu Freier, der das Leder allein vor dem Tor mit dem Außenrist ins Niemandsland semmelte.

Dass die Leverkusener doch noch als Sieger vom Platz gingen, war einem Glückstreffer zu verdanken - und einem zu spät reagierenden Torhüter. Friedrich wollte von rechts auf Schneider flanken. Der Ball wurde lang und länger - und landete genau im Tordreieck. Neuer war aber nicht unschuldig. Der Schalke-Keeper hatte jedenfalls genug Zeit, sich zu postieren. In der Nachspielzeit sah Jones nach einem Ellbogencheck an Kießling noch die Ampelkarte.

Leverkusen tritt am Sonntag in Bochum an, Schalke hat gleich den nächsten schweren Brocken zu bewältigen. Am Samstag empfängt die Slomka-Elf den FC Bayern.

23.02.08
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Fernandez (3) - 
Castro (1,5)   
M. Friedrich (2,5)    
Haggui (3) , 
Sarpei (2) - 
Vidal (4)   
Rolfes (3,5) - 
B. Schneider (3,5)      
Barbarez (4)   
Barnetta (3)   
Kießling (3,5)

Einwechslungen:
63. Gekas für Barbarez
72. Freier für Vidal
87. Callsen-Bracker für B. Schneider

Trainer:
Skibbe
FC Schalke 04
Aufstellung:
Neuer (3) - 
Rafinha (3,5)   
Bordon (3) , 
Krstajic (3) , 
Westermann (3,5) - 
F. Ernst (4)   
J. Jones (3,5)    
Rakitic (4)   
Kobiashvili (4)      
Kuranyi (5) , 
Asamoah (5)   

Einwechslungen:
46. Lövenkrands (5) für Asamoah
59. Streit (5) für Rakitic
87. Halil Altintop für Kobiashvili

Trainer:
Slomka

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
M. Friedrich (85., Rechtsschuss)
Gelb-Rote Karten
Leverkusen:
-
Schalke:
J. Jones
(90. + 1)

Gelbe Karten
Leverkusen:
Barnetta
(3. Gelbe Karte)
,
B. Schneider
(1.)
,
Castro
(6.)
Schalke:
F. Ernst
(4. Gelbe Karte)
,
Kobiashvili
(1.)
,
Rafinha
(4.)

Spielinfo

Anstoß:
23.02.2008 15:30 Uhr
Stadion:
BayArena, Leverkusen
Zuschauer:
22500 (ausverkauft)
Spielnote:  4
ordentliches Engagement beider Teams, solide Defensivleistungen inbegriffen - nach vorne aber lief viel zu wenig.
Chancenverhältnis:
4:2
Eckenverhältnis:
3:3
Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)   Note 4,5
verteilte seine Fehler in der Zweikampfbewertung gleichmäßig auf beide Seiten. Richtig, dass er keinen Handelfmeter gegen Friedrich (16.) gab, Bordon allerdings hätte Gelb sehen müssen (68., Foul an Kießling).
Spieler des Spiels:
Gonzalo Castro
Stark in der Balleroberung, aggressiv im Zweikampf, intelligent im Aufbau, nie müde: Gonzalo Castro stahl, trotz Friedrichs verrücktem Tor, allen die Schau!
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