Nach dem 3:3 in Bochum am vergangenen Spieltag veränderte Bojan Prasnikar auf Seiten des FC Energie seine Startformation nur auf einer Position: Für Ipsa kam Radeljic als rechter Verteidiger ins Team. Thomas Doll stellte gezwungenermaßen auf drei Positionen gegenüber der 2:3-Niederlage im Derby gegen Schalke um. Für Dede (Rot-Sperre), Rukavina (Grippe) und Klimowicz (Schultereckgelenksprengung) kamen Hummels, Buckley und Frei zum Zug.
Beide Mannschaften begannen konzentriert und vorsichtig. Keiner wollte sich eine Blöße in der Abwehr geben und doch schaffte der BVB mit einem traumhaften Konter bereits nach acht Minuten die Führung. Einen weiten Schlag aus der Abwehr leitete Frei zu Federico weiter, der sofort Petric mit einem Steilpass einsetzte. Der Dortmunder Stürmer zog aus vollem Lauf 15 Meter vor dem Cottbuser Tor ab und ließ mit seinem Schuss unter die Latte Tremmel keine Abwehrchance.
Durch den frühen Rückstand ließen sich die Cottbuser aber nicht den Schneid abkaufen und übernahmen sofort die Initiative auf dem Platz. Die Dortmunder hatten sich jedoch in der Defensive gut eingerichtet, so dass die Angriffsbemühungen der Lausitzer immer wieder am gegnerischen Strafraum verpufften.
Einzig Distanzschüsse von Angelov (12.) und Skela sorgten für ein Raunen im Stadion der Freundschaft. Der BVB seinerseits lauerte zwar geduldig auf Konter , brachte aber mit zunehmender Spielzeit den Ball auch nicht mehr gefährlich vor das Cottbuser Tor.
Dieses Bild änderte sich auch bis zur Halbzeit nicht. Cottbus griff zwar pausenlos an, zeigte aber deutlich, dass es der Offensive an Ideen mangelt. Gegen die solide Dortmunder Abwehr gelang es den Lausitzern nicht, Ziegler im Dortmunder Gehäuse vor Probleme zu stellen. Der BVB seinerseits zeigte wenig Interesse im Spiel nach vorne und war zufrieden die, 1:0-Führung in die Pause zu bringen.
Nach dem Seitenwechsel übernahm Wörns den Platz des an der Leiste verletzten Kovac in der Dortmunder Innenverteidigung. Das Spiel verlief allerdings auch in der zweiten Hälfte in den eingefahrenen Bahnen: Cottbus hatte mehr Spielanteile, konnte die solide Abwehr der Dortmunder aber nicht ins Wanken bringen. Der BVB seinerseits tat wenig im Spiel nach vorne und verlegte sich auf die Konservierung der 1:0-Führung.
Nachdem Skela in der 55. Minute mit einem harmlosen Freistoß an Ziegler gescheitert war, stellte Energie-Coach Bojan Prasnikar auf eine offensivere Taktik um. Für den defensiven Bassila kam in der 60. Minute mit Jelic ein weiterer Stürmer ins Team. Sofort nahm der Druck der Cottbuser auf die Dortmunder Abwehr zu.
Zunächst scheiterte Jelic mit einem Kopfball nach einer Skela-Ecke am Außennetz (64.), dann köpfte Rost nach einer präzisen Jelic-Flanke Zentimeter am langen Eck vorbei (73.). Damit hatten die Lausitzer ihr Pulver aber auch schon wieder verschossen und Dortmund konnte den Sack zumachen.
Eine Ecke von Frei unterlief Cottbus' Keeper Tremmel, so dass am zweiten Pfosten Petric frei zum Kopfball kam. Der Dortmunder Stürmer hatte wenig Probleme, den Ball ins leere Tor zu bugsieren, zumal auch ein Rettungsversuch von Ziebig zu spät kam (85.).
Damit war das Spiel gelaufen und der Auswärtssieg von Dortmund unter Dach und Fach.
Trotz guter kämpferischer Einstellung konnte Energie Cottbus keine Punkte gegen den Abstieg sammeln und muss nun am kommenden Sonntag in Nürnberg zu einem vorentscheidenden Spiel antreten. Dortmund empfängt am Samstag Rostock und kämpft dabei um den Anschluss an das Tabellen-Mittelfeld.
| Energie Cottbus |
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![]() Aufstellung: Tremmel (5) - Radeljic (5) , Mitreski (3,5) , Cvitanovic (3,5) , Ziebig (3,5) - Bassila (4,5) - S. Angelov (5) , Rost (5) - Skela (3,5) - Papadopulos (5) , Sörensen (5) Trainer:
Prasnikar |
| Borussia Dortmund |

