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Hamburger SV

 - 

Hannover 96

 

1:1 (0:1)

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Hamburger SV
Hannover 96
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.









Rot für Pinto in der Schlussphase

HSV lässt im Titelkampf Federn

Die Hamburger enttäuschten in der ersten Hälfte auf ganzer Linie und gerieten gegen die engagierten Gäste aus Hannover verdient in Rückstand. Zur Pause stellte Trainer Stevens um - und seine Maßnahmen fruchteten. So gelang den nun besser eingestellten Hamburgern noch der Ausgleich gegen eine im zweiten Abschnitt zu defensiv ausgerichtete Elf aus Hannover.

Ivica Olic (re.), hier gegen Cherundolo.
In Hälfte eins noch total abgemeldet: Torschütze Ivica Olic (re.), hier gegen Cherundolo.
© dpaZoomansicht

Hamburgs Trainer Huub Stevens vertraute wie schon beim 3:0-Sieg in Essen im DFB-Pokal auf Choupo-Moting und ließ Guerrero vorerst auf der Bank. Bei Hannover durfte Stajner von Beginn an ran, Rosenthal blieb draußen, genauso wie der noch angeschlagene Neuzugang Ismael. Schulz rutschte auf die linke Abwehrseite für den verletzten Tarnat.

Beherzt und respektlos trat Hannover auf. Die Niedersachsen wirkten wesentlich kombinationssicherer, suchten immer wieder den Abschluss. Wie zum Beispiel Mike Hanke in der 6. Minute. Auf dem nassen Rasen wurde sein Aufsetzer brandgefährlich, Rost zeigte aber Reaktionsschnelligkeit und verhinderte gekonnt einen frühen Gegentreffer. Doch die 96er lieferten weitere Kostproben. In der 17. Minute hätte Stajner die Führung erzielen müssen, er scheiterte aber nach einem klasse Haken allein vor Rost am erneut aufmerksamen Keeper.

Und Hamburg? Von der Stevens-Truppe war so gut wie nichts zu sehen. Die einzige Spitze van der Vaart hing in der Luft, das Mittelfeld durfte Hannover ohne Gegenwehr überbrücken. So blieben die "Roten" weiter gefährlich. Frank Rost musste sich bei Brugginks 30-Meter-Hammer nochmals gehörig strecken, er lenkte das Leder gerade noch zur Ecke (28.).

In der 40. Minute war es soweit. Schulz drang in den Strafaum ein und suchte den Zweikampf mit Demel, der den Ex-Bremer oben wegdrückte und unten am Fuß traf. So war der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Perl eine absolut vertretbare Entscheidung. Huszti ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte den Strafstoß sicher zum verdienten 1:0 für die Hecking-Elf. Dabei blieb es bis zur Pause. Pfiffe begleiteten Hamburgs Akteure in die Kabine.

Huub Stevens reagierte in der Halbzeit und nahm einige Umstellungen vor. Für Jarolim kam Reinhardt in die Partie, der in die Viererkette rutschte. Kompany rückte vor ins Mittelfeld. Zudem ging nun Olic in die Sturmspitze, van der Vaart ließ sich weiter zurückfallen.

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In der Offensive brachten diese Maßnahmen zunächst nichts. Doch im Mittelfeld wirkte Hamburg nun kompakter, die Partie gestaltete sich nun immerhin ausgeglichen. Jede Menge Aufregung entstand dann in der 55. Minute: Nach einer Einzelaktion hatte Boateng die erste gute Chance für den HSV, sein Linksschuss aus 16 Metern verfehlte das Tor knapp. Im direkten Gegenzug traf Huszti aus elf Metern Distanz von halblinks nur den Pfosten!

Nun waren die Hamburger auf der Höhe. Sie drückten die zunehmend defensiv eingestellten Gäste in deren Hälfte. Und hatten Chancen. Demel (60.) nach einer Ecke und zweimal der eingewechselte Guerrero aus beinahe identischer Position (62., 67.) verfehlten knapp das Tor.

In der 71. Minute überschlugen sich mal wieder die Ereignisse. Stajner köpfte knapp neben das Tor, kurz darauf rettete Rost gegen Huszti. Der Ausgleich fiel im direkten Gegenzug! Rost schlug weit ab, durch einen verunglückten Kopfball von Vinicius geriet der Ball über Geuerrero zu van der Vaart, der aber an Enke scheiterte. Olic stand goldrichtig und staubte zum 1:1 ab.

Danach kehrte Ruhe ein in Hamburg. Beide Mannschaften schienen mit dem Ergebnis zufrieden, das zwischenzeitlich hohe Tempo nahm in der Schlussphase ab. Aufregung dann nochmal kurz vor Schluss: De Jong stieg hart gegen Pinto ein und ließ das Bein stehen. Der Hannoveraner revanchierte sich am Boden liegend mit einem Tritt - Rot wegen Tätlichkeit. De Jong kam ungeschoren davon (88.).

Hamburg muss am Samstag in Leverkusen antreten. Für Hannover geht es zeitgleich gegen den starken Aufsteiger Karlsruhe.

02.02.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hamburger SV
Aufstellung:
Rost (2) - 
Demel (5) , 
Kompany (3,5) , 
Mathijsen (3) , 
Boateng (4)   
Jarolim (4)   
de Jong (4) - 
Choupo-Moting (4,5)   
Trochowski (4,5) , 
Olic (4)    
van der Vaart (4,5)   

Einwechslungen:
46. Reinhardt (3) für Jarolim
59. Guerrero (3) für Choupo-Moting
77. Benjamin für Boateng

Trainer:
Stevens
Hannover 96
Aufstellung:
Enke (3) - 
Cherundolo (3,5) , 
Vinicius (3) , 
Fahrenhorst (3,5) , 
C. Schulz (3) - 
Lala (3) , 
Balitsch (2,5)   
Stajner (3)   
Bruggink (4) , 
Huszti (3)       
Hanke (4)

Einwechslungen:
69. Rosenthal für Balitsch
75. Pinto (6)    für Stajner
87. Lauth für Huszti


Trainer:
Hecking

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Huszti (40., Foulelfmeter, Linksschuss, C. Schulz)
1:1
Olic (71., Rechtsschuss, van der Vaart)
Rote Karten
HSV:
-
Hannover:
Pinto
(90., Tätlichkeit, de Jong)

Gelbe Karten
HSV:
van der Vaart
(4. Gelbe Karte)
Hannover:
-

Spielinfo

Anstoß:
02.02.2008 15:30 Uhr
Stadion:
AOL Arena
Zuschauer:
57000 (ausverkauft)
Spielnote:  3
spielerisch setzte vor der Pause 96 die Akzente, danach lieferten sich beide einen temporeichen Schlagabtausch.
Chancenverhältnis:
4:7
Eckenverhältnis:
6:4
Schiedsrichter:
Günter Perl (Pullach)   Note 5,5
der Elfmeter gegen Demel war eine harte Entscheidung, pfiff insgesamt vor der Pause im Zweifel zumeist gegen den HSV und danach entscheidend gegen 96 - vor dem 1:1 übersah er einen Schubser van der Vaarts gegen Vinicius und vor Pintos Tätlichkeit de Jongs Rot-würdigen Tritt.
Spieler des Spiels:
Frank Rost
Vor allem im ersten Durchgang reaktionsschnell und stark, hielt den HSV gegen Hanke, Stajner und Bruggink ganz allein im Spiel.
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