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FC Schalke 04

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VfB Stuttgart

 
FC Schalke 04

4:1 (1:0)

VfB Stuttgart
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FC Schalke 04
VfB Stuttgart
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.












Träsch gibt sein Debüt beim VfB Stuttgart

Kuranyi: Held und Narr zugleich

Der FC Schalke 04 hat sich für das Pokal-Aus rehabilitiert und dank Nationalstürmer Kevin Kuranyi drei eminent wichtige Punkte eingefahren. Der Doppeltorschütze leistete sich aber einen Blackout. Der amtierende Meister VfB Stuttgart ist nach verpatztem Rückrundenstart weit entfernt von den internationalen Startplätzen.

Stuttgarts Ciprian Marica (re.) im Duell mit Schalkes Nationalspieler Jermaine Jones.
Stuttgarts Ciprian Marica (re.) im Duell mit Schalkes Nationalspieler Jermaine Jones.
© dpaZoomansicht

Beim FC Schalke 04 gab es im Vergleich zum jüngsten 3:5 i.E. in Wolfsburg im DFB-Pokal folgende personelle Änderungen: Kobiashvili und Kuranyi (nach überstandener Lungenentzündung) begannen an Stelle von Lövenkrands und Halil Altintop.

Stuttgarts Trainer Armin Veh brachte nach dem 3:2 bei Werder II im DFB-Pokal den 20-jährigen Regionalligaspieler Träsch auf der linken Abwehrseite für den gesperrten Pardo. Hilbert rückte ins Mittelfeld.

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Schalkes Neuzugänge Vicente Sanchez und Ze Roberto saßen zunächst ebenso auf der Bank wie Stuttgarts Radu.

Das Spiel kam nur schleppend in die Gänge. Die Intensität war hoch, der Respekt aber auch. Pro Minute gab es zudem ein bis zwei Spielunterbrechungen, meist durch Fouls. Schiedsrichter Brych griff gleich hart durch, ermahnte die Protagonisten eindringlich.

Schalke erspielte sich ein Übergewicht, hatte mehr Ballbesitz, bewies mehr Zug nach vorne, fand gegen die aufmerksame Defensive des VfB aber keinen Weg in den Strafraum. Einzige Ausnahme war ein Standard: Nach einer Rakitic-Ecke von links verpasste Kuranyi am zweiten Pfosten knapp.

Die erste echte Chance gehörte den Schwaben! Gomez legte am Strafraum in die Mitte zu Marica, der sich um seinen Gegenspieler drehte und aus 15 Metern hoch an den rechten Pfosten knallte (20.).

Es herrschte eine hoch explosive Stimmung auf dem Feld in der ausverkauften Veltins-Artena! Harte Zweikämpfe, verbale Scharmützel, ein viel beschäftigter Referee Dr. Brych. Torraumszenen aber blieben Mangelware.

So musste abermals eine Standardsituation den Schalkern den Weg in den Strafraum ebnen, diesmal aber von Erfolg gekrönt: Rakitic brachte einen Freistoß mit Effet von der rechten Seite nach innen, Kuranyi hatte das bessere Timing als Fernando Meira und köpfte aus sechs Metern in den linken Winkel (32.).

Der VfB ging nun ein bisschen mehr Risiko, spielte etwas mutiger nach vorne, mehr als Versuche aus der zweiten Reihe (Marica, Gomez) sprang aber nicht heraus. Einen Aufreger gab's noch in der 43. Minute: Hilbert drückte Rafinha im Laufduell den Ellbogen ins Gesicht. Schiedsrichter Dr. Brych pfiff zwar Freistoß, gab Hilbert aber kein Gelb! Es wäre Hilberts zweite gewesen.

Fast mit dem Pausenpfiff hätten die Schwaben beinahe ausgeglichen: Gomez köpfte nach Hitzlsperger-Ecke aus fünf Metern freistehend links am Tor vorbei (45.).

Schalke erhöhte nur sieben Minuten nach Wiederanpfiff erneut durch Kuranyi auf 2:0: Rakitic-Ecke von links, Schäfer bekam den Ball nicht unter Kontrolle, das Leder kam von Bordons Rücken zu Kuranyi, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Der Nationalstürmer zog beim Torjubel das Trikot aus, sah Gelb und ist ausgerechnet im Revierschlager in Dortmund gesperrt. Große Dummheit des Nationalstürmers!

Wer nun dachte, das wäre Stuttgarts Genickbruch gewesen, kennt VfB-Schlitzohr da Silva nicht, der nach der Pause für den Gelb-Rot-gefährdeten Hilbert kam: Der Brasilianer führte einen direkten Freistoß schnell aus und lupfte den Ball mit links aus 30 Metern über Torhüter Neuer hinweg erst an die Latte, von dort ging der Ball zusammen mit dem Torhüter ins Tor (61.)!

Schalke hatte leichte Vorteile, das Spiel war aber ziemlich zerfahren, vieles entsprang dem Zufall. Es gab kaum eine klare Linie, weder hüben noch drüben. Die Partie als temperamentvoll zu bezeichnen, wäre krass untertrieben. Mit allen erlaubten und vielen unerlaubten Mitteln wurde Fußball gearbeitet und gekämpft, um jeden Zentimeter Rasen gefightet.

Wie beim 1:0 profitierte Schalke aber erneut von einer Standardsituation: Rakitic brachte einen Freistoß von der linken Seite hart nach innen, Westermann stieg hoch und verlängerte unhaltbar zum 3:1 (76.).

Stuttgart mobilisierte zwar nochmal alle Kräfte, gab sich nicht auf, fand aber kein probates Mittel gegen die zweikampfstarke Defensive der Schalker. So brachten die "Königsblauen" den Vorsprung einigermaßen ungefährdet über die Zeit.

Die S04-Fans durften sich in den Schlussminuten noch über den Einstand der beiden Neuzugänge Vicente Sanchez und Ze Roberto freuen. Und die Neuen fügten sich hervorragend ein: Sanchez spielte nach links zu Ernst, der in die Mitte zu Ze Roberto passte. Der Brasilianer schoss den Ball mit Übersicht hoch ins linke Eck (90.+1)!

Der FC Schalke 04 bestreitet am Sonntag in Dortmund den ewig jungen Revierschlager, Stuttgart ist am Samstag gegen die Hertha aus Berlin gefordert.

03.02.08
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Schalke 04
Aufstellung:
Neuer (5) - 
Rafinha (3,5) , 
Bordon (2,5) , 
Krstajic (4) , 
Westermann (2)    
J. Jones (3) , 
F. Ernst (2,5) - 
Rakitic (2)    
Kobiashvili (3,5) - 
Asamoah (4)    
Kuranyi (2)                

Einwechslungen:
77. Larsen für Kuranyi
86. Sanchez für Asamoah
90. Zé Roberto     für Rakitic

Trainer:
Slomka
VfB Stuttgart
Aufstellung:
R. Schäfer (5) - 
Beck (3,5)    
Delpierre (3,5) , 
Träsch (2,5)    
Khedira (3) - 
Hilbert (4)        
Hitzlsperger (3,5) - 
Bastürk (4,5) - 
Marica (4,5) , 
Gomez (4,5)

Einwechslungen:
46. da Silva (2,5)     für Hilbert
59. Magnin (4) für Träsch

Trainer:
Veh

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Kuranyi (32., Kopfball, Rakitic)
2:0
Kuranyi (52., Rechtsschuss)
2:1
da Silva (61., direkter Freistoß, Linksschuss)
3:1
Westermann (76., Kopfball, Rakitic)
4:1
Zé Roberto (90. + 1, Linksschuss, F. Ernst)
Gelbe Karten
Schalke:
Kuranyi
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
Stuttgart:
Hilbert
(4. Gelbe Karte)
,
Beck
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
03.02.2008 17:00 Uhr
Stadion:
Veltins-Arena, Gelsenkirchen
Zuschauer:
61482 (ausverkauft)
Spielnote:  2
ein temporeiches Spiel, in dem zumindest Schalke auch spielerisch hohe Ansprüche erfüllte.
Chancenverhältnis:
7:4
Eckenverhältnis:
8:6
Schiedsrichter:
Dr. Felix Brych (München)   Note 4
in einer sehr intensiv geführten Begegnung mit vielen Zweikämpfen stets gefordert, dabei mit einigen kleinlichen Entscheidungen. Er hätte im Rahmen seiner sehr strikten Regelauslegung Bordon für sein Foul an Träsch (8.) ebenso Gelb zeigen müssen wie Hilbert Gelb-Rot nach dem Zweikampf mit Rafinha (43.).
Spieler des Spiels:
Kevin Kuranyi
Gegen seinen Ex-Verein mit starkem Kopfballtreffer und Abstaubertor. Unterstrich seine überragende Bedeutung für das Team.
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